Suchen

Additive Fertigung 3D-Druck macht Felgenschlösser individuell

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Um Autoreifen vor Diebstahl zu schützen, setzt Autohersteller Ford auf individualisierte Felgenschlösser. Der Clou: Mit der aufgenommenen Stimme des Kunden wird das 3D-gedruckte Schloss somit einzigartig.

Firmen zum Thema

Ein webbasierter Konfigurator und der 3D-Druck helfen, Felgenschlösser ganz individuell zu gestalten.
Ein webbasierter Konfigurator und der 3D-Druck helfen, Felgenschlösser ganz individuell zu gestalten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Ford hat vor mehr als 100 Jahren die Automobilindustrie mit der Einführung effizienter Serienproduktionsprozesse verändert. Heute nutzt das Unternehmen den EOS 3D-Druck, um das Bedürfnis nach Sicherheit mit dem Wunsch nach Individualisierung zu verknüpfen. „Wir glauben, dass die Anzahl der 3D-Druckteile im zukünftigen Fahrzeug stark zunehmen wird“, ist sich Raphael Koch, Ford Werke GmbH, Advanced & Additive Manufacturing, sicher.

Das Beispiel von 3D-gedruckten Felgenschlössern zeigt, welche Designfreiheit der 3D-Druck bietet, um eine individualisierte, kundenspezifische Fertigung zu ermöglichen. Das Besondere an Felgenschlössern ist ihre spezielle Schaftgeometrie, die verhindern soll, dass Unbefugte die Reifen und/oder Felgen abnehmen können.

Mit Hilfe eines webbasierten Konfigurators der Fima Trinckle 3D und des 3D-Drucks als Produktionstechnologie können diese Felgenschlösser nun individuell gestaltet werden und so die Räder eines Autos vor Diebstahl schützen. „Es geht darum, diese Felgenschlösser zu 100 % individuell zu gestalten. Wir nehmen die Stimme des Autobesitzers auf und übertragen die Schallkurve seiner Stimme in eine Geometrie“, erklärt Dr. Ole Bröker, Trinckle 3D GmbH, Head of Business Development. Die in die Geometrie übertragene Schallkurve der Stimme wird dann mittels 3D-Druck als Teil der Felgenschlösser gefertigt wird. „Somit gibt es nur das eine Felgenschloss und den passenden Schlüssel und es gibt nur ein einziges Paar“, sagt Bröker.

Für Raphael Koch ist der 3D-Druck ein Gewinn für die Automobilproduktion. „Sie müssen nicht nur Komponenten ersetzen, sondern können auch neue Komponenten erstellen, die auf konventionelle Weise nicht herstellbar waren. Sie befreien sich von eingefrorenen und hart kodierten Konstruktionsregeln, von konventioneller, klassischer CNC-Bearbeitung und Fräsen“, ergänzt Michael Jan Galba, EOS GmbH, Head of Global Consulting & Manufacturing Engineering, die Vorteile des 3D-Drucks.

Seminartipp

Das Seminar 3D-Druck in der direkten digitalen Fertigung vermittelt die Technik, Eignung und Voraussetzung des 3D-Drucks und gibt den Teilnehmern einen Überblick über die Entwicklungen, Möglichkeiten und Grenzen.

(ID:46350254)