3D-CAD-Software entwickelt hochleistungsfähige Diagnostic-Systeme für den Weltmarkt

11.09.2006 | Autor / Redakteur: Dr. Philipp Grieb, Freier Fachjournalist, IT-Redaktion / Karl-Ullrich Höltkemeier

Durch Automatisierung versuchen Kliniken und Labors die Kosten von Laboranalysen zu senken. So entstand der Bedarf an hoch entwickelten Laborautomaten. Die anspruchsvolle Mechanik für diese Systeme entwickelt der Marktführer STRATEC mit Hilfe von Autodesk Inventor und Autodesk Productstream Compass.

Die STRATEC Biomedical Systems in Birkenfeld bei Pforzheim baut vollautomatische klinische Analysegeräte für namhafte Partner der Diagnostik-Industrie. Nachdem noch vor zehn bis zwanzig Jahren fast alle Tests per Hand durchgeführt wurden, verlangt das straffe Kostenmanagement in Kliniken und Untersuchungslaboratorien mittlerweile eine zunehmende Automatisierung. STRATEC übernimmt dabei die technische Umsetzung von manuellen Laborarbeiten in automatisierte Prozesse und konnte sich durch seine langjährige Erfahrung zu einem leistungsfähigen und kompetenten Technologielieferanten entwickeln. Sie hält die technologische Führungsposition im ihrem Bereich.

Automaten für höchste Anforderungen

Die Produktpalette untergliedert sich in rund ein Dutzend Produktlinien, die in verschiedenen, kundenspezifischen Varianten hergestellt werden. Der größte Teil des Entwicklungsaufwands steckt heute in der Software für die Laborautomaten, der Rest teilt sich auf in die Mechanik- und Elektronikentwicklung. Dabei stellen die Zulassungsbestimmungen der Kontrollbehörden in Europa und den USA die schwierigsten Hürden dar. Sie verlangen die Einhaltung höchster Qualitätsstandards in der Entwicklung und Fertigung.

Herausforderung: Knapper Bauraum

Für die Mechanikkonstrukteure bestehen die Herausforderungen vor allem in der kompakten und engen Bauweise: So muss sich das komplette System durch übliche Türen transportieren lassen.

Seit 1990 entwickeln die STRATEC-Konstrukteure mit CAD-Systemen von Autodesk. Anfangs mit AutoCAD, ab 1997 führten sie mit Autodesk Mechanical Desktop auf allen Arbeitsplätzen die 3D-Konstruktion ein. „Die 3D-Technologie hat uns damals schon deutliche Vorteile bei dem verschachtelten Aufbau unserer komplizierten Systeme gebracht“, berichtet Olaf Hörger, Konstrukteur und Ansprechpartner für CAD- und PDM-Fragen in der Mechanikentwicklung bei STRATEC.

Vier Jahre später stellten die Laborgeräte-Entwickler ihre CAD-Entscheidung noch einmal auf den Prüfstand. Sie testeten SolidWorks und nahmen Autodesk Inventor unter die Lupe. Vor allem wegen der Kompatibilität mit den Altdaten, aber auch, weil das Autodesk Inventor Series Paket eine kostengünstige Migration bot, fiel die Entscheidung zu Gunsten von Inventor.

„Inventor war damals sehr neu, deutlich moderner als Mechanical Desktop und mit seinem neuen Bedienkonzept für Neueinsteiger viel leichter zu erlernen“, erklärt Olaf Hörger.

Alle zwölf Arbeitsplätze, die damals im Einsatz waren, wurden umgestellt. Die Mitarbeiter erhielten vier Tage Schulung und arbeiteten direkt anschließend produktiv mit dem neuen System. „Wir haben den Schnitt auf Projektebene gemacht. Die laufenden Projekte blieben im Mechanical Desktop System, alle neuen Projekte entwickelten wir fortan in Inventor. Heute arbeiten wir nur noch selten an alten Daten mit Mechanical Desktop, beispielsweise, wenn Kleinigkeiten zu ändern sind“, berichtet Peter Stalling, Leiter der internen IT bei STRATEC. „Gerade bei Spritzguss-Teilen hilft uns Inventor sehr. Ohne das 3D-System wären die komplizierten Geometrien nicht zu verifizieren. Auch das Blechmodul ist sehr nützlich und hilft, Blechteile schneller zu entwerfen. Die Abwicklungen und Fertigungsvorbereitung übernehmen allerdings die externen Fertigungspartner“, erklärt Olaf Hörger.

Wechsel zu Autodesk Productstream Compass

Im Herbst 2005 entschied das Unternehmen dann auch auf Autodesk Productstream Compass zu setzen. Technische Gründe und die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Autodesk-Partner CIDEON gaben den Ausschlag. Autodesk Productstream Compass versprach deutlich mehr Funktionalität, Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit. Nach einer mehrwöchigen Testinstallation und Besuchen bei einigen Referenzkunden stand die Entscheidung fest. Ende 2005 wurde mit Unterstützung von CIDEON die Umstellung auf Compass und gleichzeitig ein Upgrade auf Inventor 10 vorbereitet und durchgeführt.

Ab Januar 2006 liefen das neue PDM-System und Inventor 10 ohne Probleme an. „Kleinere Anpassungen nahmen wir in den ersten Wochen des laufenden Betriebs vor“, berichtet Stalling. „Seither laufen die neuen Systeme problemlos und mit guter Performance. Sie sind einfach zu bedienen, leistungsfähiger und stellen einen großen Fortschritt dar. Vor allem werden die PDM-Funktionen jetzt besser genutzt. Die sichere Zeichnungsablage, der kontrollierte Zugriff auf die Daten, Änderungsdienst und Versionskontrolle, das funktioniert jetzt alles und ist sehr wichtig für uns“.

Eine Schlüsselrolle in der Freigabeverwaltung spielt der Autodesk Compass Job Server

Sobald eine Konstruktion freigegeben ist, erzeugt er automatisch PDF-Dateien der freigegebenen Zeichnungen, optional auch STEP-Dateien, auf die Mitarbeiter außerhalb der Konstruktion in der Produktionsplanung und im Einkauf lesend zugreifen können. Die CAD-Daten bleiben der Konstruktionsabteilung vorbehalten. Über die Artikelnummern sind die PDF-Dateien mit dem zentralen ERP-System verknüpft und somit für die Planer schnell aufrufbar.

Inzwischen sind 20 Arbeitsplätze mit Inventor und 25 Lizenzen von Productstream Compass für die Mitarbeiter in der Konstruktion, Produktion und Einkauf im Einsatz. Die 3D-Konstruktion ist bei STRATEC nicht mehr wegzudenken. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie man früher unsere Maschinen überhaupt in 2D entwickeln konnte“, meint Hörger. Aber auch das PDM-System ist unverzichtbar geworden. Es unterstützt die Arbeit mit dem 3D-CAD-System und „bringt einen deutlichen Zeitgewinn bei den administrativen Aufgaben“, so Hörger.

Autodesk

Tel. +49(0)180 5 22 59 59

 

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