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Datenlogger Zuverlässiges Datenerfassungstool für die Industrie

| Redakteur: Jan Vollmuth

Temperatur oder Luftfeuchtigkeit, Stromverbrauch oder auch Impulse: Der Datenlogger MSD200 von Akytec protokolliert Umweltparameter und andere physikalische Messdaten in Automatisierungsprozessen zu ihrer nachfolgenden Analyse.

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Der Datenlogger MSD200 von Akytec verfügt über unterschiedliche analoge und digitale Schnittstellen und spart so die Anschaffung eines zusätzlichen I/O-Moduls.
Der Datenlogger MSD200 von Akytec verfügt über unterschiedliche analoge und digitale Schnittstellen und spart so die Anschaffung eines zusätzlichen I/O-Moduls.
(Bild: akYtec)

Alles im Blick: Zum Erfassen von Daten in unterschiedlichen Prozessen werden Datenlogger verwendet, die eine lückenlose Dokumentation ermöglichen. Das ist in der Regel für eine nachweisbare Qualitätskontrolle nötig, aber auch in der Hausautomatisierung denkbar. Datenlogger fragen in einem definiertem Rhythmus Informationen ab, nehmen sie über eine Schnittstelle auf und legen sie in einem Speichermedium ab.

Die Firma Akytec GmbH aus Hannover bietet mit dem Datenlogger MSD200 ein Produkt, das vor allem für zum Erfassen von Informationen angewendet wird, wie sie in Prozessen in der Industrie in unterschiedlichsten Einsatzszenarien relevant sind. Das robuste, 150 g leichte schwere Gerät mit Schutzklasse IP20 verträgt Umgebungstemperaturen von -10 bis 55 °C. Es ist für die Hutschienenmontage vorgesehen, misst 22,5 x 102 x 120 mm und wird über 24 V versorgt. Der Betrieb des Datenloggers kann von zwei DIP-Schaltern und vier LEDs auf der Vorderseite gesteuert und kontrolliert werden.

Vielfältige Datenüberwachung

Das Gerät verfügt über 64 Kanäle und kann mit Daten unterschiedlicher Quellen arbeiten. Die RS485-Schnittstelle ermöglicht die Überwachung von Daten, die von anderen Geräten via Modbus, dem offenen Protokoll für eine Client-Server-Kommunikation, empfangen werden. Darüber hinaus ist der MSD200 mit vier analogen konfigurierbaren Eingängen für die Normsignale 4 bis 20 mA, 0 bis 5 mA und 0 bis 20 mA ausgestattet, was die Verwendung eines I/O-Moduls spart, das sonst analoge Daten in Modbus umwandeln müsste.

Temperaturen beispielsweise können über einen entsprechenden Sensor gemessen und von einem Temperaturmessumformer in ein elektrisches Signal umgewandelt werden. Die Daten werden direkt in einen analogen Eingang des MSD200 gespeist, wo sie ausgewertet werden. Möglich ist auch die Aufzeichnung über ein analoges Eingangsmodul, das mit dem Datenlogger über eine RS485-Schnittstelle verbunden ist und die Temperaturmessung als Modbus-Signal überträgt. Innerhalb des Archivs ist es möglich, über viele Monate hinweg Daten automatisch zu loggen.

Daten über einen langen Zeitraum aufzeichnen

Die Daten werden auf einer mitgelieferten 16 GB großen SD-Karte gespeichert. Dieser Speicherplatz reicht aus, Daten über rund drei Jahre auszuzeichnen. Als alternative Speichermedien können SD-, SDHC-, microSD- oder MMC-Karten mit bis zu 32 GB eingesetzt werden. Ein USB-Zugang dient der Konfiguration und dem Auslesen der Daten.

Die auf der Karte gespeicherten Messwerte werden als CSV-Dateien über den Filemanager auf einen PC übertragen, wo die Daten in Microsoft Excel oder in einer ähnlichen Anwendung ausgewertet werden können. Die Bezeichnungen der gemessenen Werte entsprechen den Channel-Einstellungen, die im Konfigurator vorgenommen wurden. Möglich ist auch, den MSD200 konstant mit einem PC zu verbinden – so können die Daten sowohl auf der SD-Karte als auch in einem Ordner auf dem PC gespeichert werden. Die minimale Synchronisationsdauer kann mit sechs Minuten, die maximale mit 24 Stunden angegeben werden.

Tools zum Auswerten der Daten

Akytec hat neben dem Datenlogger MSD200 auch Sensoren, Messumformer, kompakte Steuerungen und Digitalanzeigen im Portfolio.
Akytec hat neben dem Datenlogger MSD200 auch Sensoren, Messumformer, kompakte Steuerungen und Digitalanzeigen im Portfolio.
(Bild: akYtec)

Der MSD-Konfigurator erlaubt sowohl im Online- als auch im Offline-Modus die Erstellung von Geräteparametern und die Weitergabe der Einstellungen an andere MSD200-Geräte. Der File Manager hält die notwendigen Tools für die Auswertung der Dateien auf der Speicherkarte und Informationen über Speicherkapazität bereit. Zugleich kann von hier die Übertragung der Daten auf den PC und das Löschen der Informationen gesteuert werden. Der Datenlogger verfügt darüber hinaus über eine Echtzeituhr, die im Konfigurator synchronisiert werden kann. Dank der digitalen Signatur können unbefugte Änderungen an der CSV-Datei verfolgt werden.

Der MSD200 kann sowohl als Master als auch als Slave verwendet werden. Im Master-Modus kann er Daten von anderen angeschlossenen Slaves in einem Modbus-Netzwerk abfragen. Die aufgezeichneten Daten können, sofern der Datenlogger im Master-Modus betrieben wird, in Echtzeit betrachtet werden. Die Abfrageperiode ist standardmäßig in ms angegeben. Ist der Abstand mit weniger als 500 ms angegeben, erfolgt die Abfrage schnellstmöglich direkt nach dem Erhalt einer Antwort, minimal im Abstand von 100 ms.

Das Gerät selbst ist schlank gestaltet, es verfügt über keine eigenen Ausgänge. In Kombination aber mit einem programmierbaren Relais, beispielsweise dem PR200 von Akytec, kann der Datenlogger in ein Steuerungssystem integriert werden. Sensoren und Messumformer können dieses System mit den notwendigen Informationen versorgen.

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