3D-CAD-Software Windkraftanlagen aus Holz
Die TimberTower GmbH erstellt Türme für Windkraftanlagen aus Holz und revolutioniert damit die Branche. Unterstützt wird das Unternehmen dabei durch das CleanTech Partnerprogramm des Softwareherstellers Autodesk.
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Windkraft ist eine der saubersten Energieformen. In Deutschland integrieren sich immer mehr Anlagen in das Landschaftsbild – von einzelnen Windkrafträdern bis hin zu ganzen Windparks – als alternative Energiequelle liegt Windkraft voll im Trend. Um den Ertrag zu steigern, werden immer größere und höhere Windkraftanlagen benötigt und genau hierbei entstehen Probleme. Denn Anlagen mit konventionellen Stahltürmen und einer Nabenhöhe von mehr als 85 Metern verlieren ihre wirtschaftliche Darstellbarkeit für den Anlagenbauer. Ein Problem ist der immer höher werdende Stahlpreis.
Ein Weiteres sind logistische Grenzen, da für den Transport von Windkrafttürmen spezielle Schwertransporte notwendig sind und aufgrund von Brückendurchfahrtshöhen der Turmfuß, der für die Höhe des Turms entscheidend ist, auf einen Durchmesser von 4,20 Meter begrenzt ist. In Deutschland lässt sich dieses Problem wegen der guten Infrastruktur noch lösen, jedoch verursacht ein vergleichbarer Transport, zum Beispiel in Nordamerika, etwa das zehnfache der Kosten. Eine Alternative zur Stahlkonstruktion bietet das Unternehmen TimberTower aus Hannover, das seinen gleichnamigen Turm, den TimberTower, aus Holz konstruiert.
Bewährtes Material mit vielen Vorteilen
Holz war schon immer ein beliebtes Baumaterial und lange Zeit der vorherrschende Werkstoff beim Bau von Windkraftanlagen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde es aber immer mehr vom Stahl abgelöst und spielt heute bei der Produktion von Windkraftanlagen so gut wie keine Rolle mehr.
Warum eigentlich? Diese Frage stellte sich auch Holger Giebel, der Geschäftsführer und Mitgründer von TimberTower. Davor arbeitete Giebel in einem Ingenieurbüro, das sich mit statischen Problemen von Windkraftanlagen beschäftigte. Er und seine Partner erkannten, dass langfristig ein anderes Material zur Konstruktion dieser Anlagen notwendig sein würde. Nach ersten Tests und Überlegungen kam der Gedanke auf, Holz zu verwenden – der TimberTower war geboren, zumindest die Idee.
„Wir bemerkten, dass viele Firmen von unserem Ansatz begeistert waren und konnten schnell Investoren finden, die uns in unserem Vorhaben unterstützten“, erklärt Holger Giebel.
Der TimberTower stellt eine ökonomisch wegweisende Alternative zu bekannten Turmkonzepten dar. Denn mit ihm lassen sich durch die Vergrößerung des Turmfußes größere Nabenhöhen wirtschaftlich realisieren. Turmhöhen bis zu 200 Meter sind möglich. Zudem besitzt Holz einen besseren Korrosionsschutz als Stahl und kann auch Offshore eingesetzt werden. Auch der Materialpreis und die Tatsache, dass es sich um einen umweltverträglichen, CO2-neutralen Rohstoff handelt, sprechen für die Verwendung von Holz.
„Der Einsatz unseres Holzturms spart bei einer Turmhöhe von 100 Metern rund 300 Tonnen Stahlblech ein, für dessen Herstellung sehr viel Energie benötigt wird. Zudem wird bei der Produktion von Stahlblech viel klimaschädliches CO2 freigesetzt. Der TimberTower bindet sogar ca. 400 Tonnen CO2 und schont damit die Umwelt und die Ressourcen unseres Planeten“, sagt Giebel. (weiter Infos nach dem Seitenwechsel)
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