Steuerung Wie skalierbare Steuerungen und ein einheitliches Programmiersystem ein Team formen
Offene und skalierbare Steuerungen vereinen verschiedene Automatisierungs-Konzepte unter einem einheitlichen Programmiermodell. Die intelligente Programmentwicklung und -pflege integriert darüber hinaus die funktionale Sicherheit entsprechend der neuen Norm für Maschinensicherheit.
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Moderner Maschinenbau ähnelt der Kunst, ein Fußballteam auf internationalem Niveau erfolgreich zu trainieren. Zum einen benötigt man Spitzenspieler auf jeder Position, die ihre Aufgabe optimal erledigen. Doch Talent alleine genügt nicht. Nur wenn das Team auch perfekt zusammenspielt und sich an eine gemeinsame Strategie hält, kann es Meisterschaften gewinnen. Die Weitsicht des Trainers und des Managers entscheiden darüber, ob aus Spielern eine Mannschaft wird, die sich neuen Herausforderungen stellen kann und langfristig Erfolg hat.
Modulare Maschinenkonzept stellen hohe Anforderungen an die Steuerung
„An leistungsfähigen Komponenten herrscht im Maschinenbau kein Mangel. Und das macht die Sache nicht unbedingt leichter“, erklärt Dr. Steffen Haack, Geschäftsleiter Vertrieb und Service des Geschäftsbereichs Electric Drives and Controls der Bosch Rexroth AG: „Mit dem Hardwareangebot steigen die Anforderungen an die Steuerungen, denn viele Hersteller konzipieren Maschinen modular“.
Die Baugruppen anwendungsgerecht zu optimieren und zu programmieren, erfordert viel Abstimmungsarbeit. Kleine Änderungen in einem Programmmodul können Auswirkungen auf die Parameter in einem anderen haben. Einige Prozesse erfordern eine rasche Befehlsfolge, bei anderen genügt ein regelmäßiger Abgleich von Soll- und Ist-Ständen.
So ist die Integration der verschiedenen Aufgaben in ein Gesamtkonzept keine triviale Aufgabe. „Natürlich könnten einzelne Bereiche mit unterschiedlichen Steuerungen versehen werden“, gibt Haack zu. „Doch das erweist sich oft als nicht als wirtschaftlich“. Denn der Einsatz spezialisierter Systeme erschwert sowohl die Systemintegration als auch die Instandhaltung bei der Erweiterung eines Projekts. Außerdem steigt der Bedarf an Dokumentation und unterschiedlichem System-Know-how.
Mehr noch: Die neuen Norm EN 13849, die ab November 2009 verbindlich die Maschinensicherheit regelt, rückt den Aspekt der funktionalen Sicherheit in den Vordergrund. Immer wenn Sicherheitsfunktionen über eine Steuerung realisiert werden, muss der Hersteller in einem mehrstufigen Prozess dokumentieren, wie das Gesamtsystem auf Störungen reagiert. Je heterogener die Architektur, desto komplizierter und zeitaufwendiger wird die Dokumentation.
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