Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT 2025 Wie neue Verordnungen die Produktentwicklung verändern werden

Von Jan Vollmuth 2 min Lesedauer

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Die neue Maschinenverordnung und der Cyber Resilience Act werden die Produktentwicklung tiefgreifend verändern. In welchem Umfang die beiden Verordnungen gemeinsam betrachtet werden müssen, ist Thema eines Vortrags auf dem Konstruktionsleiter-Forum Spotlight 2025.

Ohne CE-Kennzeichnung ist kein Produkt mit digitalen Komponenten in Europa verkäuflich: Ab 2027 müssen dafür die Anforderungen der Maschinenverordnung (MVO) und des Cyber Resilience Act (CRA) erfüllt werden.(Bild: ©  Looker_Studio - stock.adobe.com)
Ohne CE-Kennzeichnung ist kein Produkt mit digitalen Komponenten in Europa verkäuflich: Ab 2027 müssen dafür die Anforderungen der Maschinenverordnung (MVO) und des Cyber Resilience Act (CRA) erfüllt werden.
(Bild: © Looker_Studio - stock.adobe.com)

Mit der neuen Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 und dem Cyber Resilience Act (EU) 2024/2847 stellt die Europäische Union die Weichen für ein ganzheitliches Sicherheitsverständnis im Zeitalter vernetzter Maschinen. Während die Maschinenverordnung erstmals explizit Cybersicherheitsanforderungen für Maschinensicherheit festschreibt, definiert der Cyber Resilience Act umfassende Vorgaben für digitale Produkte und Software.

Was auf den ersten Blick wie zwei getrennte Gesetzeswerke erscheint, betrifft in der Praxis ein und dasselbe Produkt – besonders im Maschinen- und Anlagenbau. Daher ist es wichtig, MVO und CRA gemeinsam zu betrachten und die Schnittmengen der beiden genau zu kennen. Eines ist sicher: MVO und CRA werden die Produktentwicklung tiefgreifend verändern: von der Risikobeurteilung bis hin zu Dokumentation und Updatekonzepten.

Andreas Schader, Globales Produktmanagement Division Drive Products, ABB Motion.(Bild:  ABB AG)
Andreas Schader, Globales Produktmanagement Division Drive Products, ABB Motion.
(Bild: ABB AG)

Herr Schader, warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Ganz einfach: Ohne CE-Kennzeichnung ist kein Produkt mit digitalen Komponenten in Europa verkäuflich – sie ist das „Ticket to Play“. Ab 20. Januar 2027 gilt die neue Maschinenverordnung (MVO), ab Dezember 2027 der Cyber Resilience Act (CRA). Beide Regelwerke haben Cybersecurity-Anforderungen als integralen Teil der Produktsicherheit.

Was sind die wichtigsten Aspekte des Vortrags?

Erstens grenze ich die Schutzziele klar ab: Die MVO kümmert sich schwerpunktmäßig um den Schutz von Menschen vor physischen Gefährdungen durch Maschinen, während der CRA den Schutz von Daten, Systemintegrität und kritischen Funktionen adressiert. Zweitens räume ich mit Mythen auf – zum Beispiel dem Irrglauben „Wenn ich den CRA erfülle, erfülle ich automatisch auch die MVO“. Dem ist jedoch nicht so. Darüber hinaus beleuchte ich den Irrglauben des „Grandfathering-Schutz“: Maschinen, deren Serienstart vor 2027 begonnen hat, müssen ab dem Datum des Inkrafttretens der MVO bzw. des CRA diese erfüllen, ohne Wenn und Aber. Drittens gebe ich einen Überblick über aktuelle Diskussionen zum möglichen Omnibus-Update der EU-Kommission und zum Stand der Standardisierung.

Was lernen die Teilnehmer durch Ihren Vortrag?

Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die aktuellen Vorgänge auf Seite der Regulatorik sowie wie auch Standardisierung. Sie erhalten die nötigen Hinweise, um Diskussionen in ihren Unternehmen anzustoßen und in die richtigen Bahnen zu lenken.

Zukunftssicher konstruieren mit MVO und CRA

Konstruktionsleiter-Forum Spotlight

Die Maschinenverordnung (MVO) und der Cyber Resilience Act (CRA) stellen Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen sowie Zulieferer von Komponenten und Systemen vor große Herausforderungen. Während die MVO ab 2027 EU-weit rechtsverbindlich wird, tritt die von der CRA geforderte Meldepflicht bestehender Sicherheitslücken und Cyber-Attacken bei vernetzten Komponenten und Systemen schon 2026 in Kraft. Grund genug für Unternehmen, sich frühzeitig auf die erforderlichen und umfangreichen Maßnahmen vorzubereiten.
Das Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT, das am 14. Oktober 2025 in Würzburg stattfindet, schärft das Bewusstsein für die Anforderungen sowie deren Konsequenzen, die auf Unternehmen zukommen und zeigt auf, wie sie ihre Entwicklungsabteilungen und Prozesse in Zukunft aufstellen müssen.

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