Lineargleitlager Wie Lineargleitlager einen ausgeschalteten Flachbildschirm zum Kunstobjekt machen

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Der Schweizer Erfinder Daniel Hoss sorgte beim jüngsten manus-Wettbewerb für Aufmerksamkeit: Er reichte eine Vorrichtung mit Lineargleitlagern ein, mit der sich etwa Gemälde vor einen ausgeschalteten Flachbildschirm bewegen lassen.

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Der wachsende Andrang während der letzten „ interzum“-Messe hat es erneut gezeigt – Innenraumdesign liegt voll im Trend. Fast 1.400 Aussteller präsentierten auf der Zuliefermesse für die Möbelindustrie und den Innenausbau die neuesten Trends sowie Visionen beim Gestalten zukünftiger Lebensräume. Doch nicht nur auf speziellen Lifestyle-Events treten findige Tüftler in Erscheinung.

Auch Industriewettbewerbe wie der „manus“ zeigen die Kreativität von Produktentwicklern und Designern. Beim „manus“ handelt es sich um eine Initiative des Kölner Polymerlagerspezialisten igus zusammen mit Partnern aus Forschung und Lehre, die technisch kreative und wirtschaftliche Anwendungen auf der Basis von Kunststoff-Gleitlagern prämiert. Der Schweizer Erfinder Daniel Hoss sorgte beim jüngsten Wettbewerb für Aufmerksamkeit: Er reichte eine Vorrichtung mit Lineargleitlagern ein, mit der sich etwa Gemälde vor einen ausgeschalteten Flachbildschirm bewegen lassen. Die Markteinführung ist bereits sehr erfolgreich gestartet.

Schweizer Gemäldelift

Mit Stolz montieren Besitzer ihren neuen Flachbildschirm-Fernseher prominent an der Wand des Wohnzimmers – wo doch ein schönes Gemälde oder eine kunstvolle Fotografie den Raum viel besser schmücken könnte. Dieser Stilbruch störte den begeisterten Maler und Erfinder von „ARToverTV“ (Zug, Schweiz), Daniel Hoss.

Er erdachte eine – mittlerweile serienreife – Vorrichtung, die beispielsweise ein Bild vor dem ausgeschalteten Fernseher hält. Wird das Gerät eingeschaltet, fährt das Gemälde automatisch weg und gibt den Blick auf den Bildschirm frei. Mit dieser Konstruktion gibt er Kunstliebhabern, Einrichtungsexperten und Innenarchitekten ein Mittel an die Hand, mit dem sich Kunst und Technik elegant vereinen lassen.

Was auf den ersten Blick einfach erscheint, barg für Daniel Hoss so manche Herausforderung: „Das Bild kann nicht mit einer Spindel bewegt werden. Ein solcher Lift wäre zu langsam und zu laut. Auch eine Zahnstange schied als Führung aus, da sie nur geschmiert funktioniert und Öl oder Fett dabei das Bild verschmutzen könnten. Ich musste also eine Alternative finden, mit der sich Kunstobjekte bis zu 10 Kilo zuverlässig verfahren lassen und die gleichzeitig leise und wartungsfrei arbeitet.“ (mehr lesen auf den nächsten Seiten)

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