Verbesserungen und Effizienzsteigerungen ergeben sich insbesondere bei der Betrachtung des Gesamtsystems einer Maschine. „Welchen Sinn macht es zum Beispiel einen schnelllaufenden Axialkolbenmotor mit Untersetzung für einen Radantrieb einzusetzen, wenn man einen langsam laufenden Motor mit besserem Wirkungsgrad direkt und ohne Getriebe einsetzen kann?“, gibt Univ.-Prof. Dr.-Ing. Hubertus Murrenhoff, Direktor des Instituts für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen an der RWTH Aachen, zu bedenken. „Auch nutzt die bestoptimierte Arbeitshydraulik nichts, wenn der Verbrennungsmotor dabei in einem schlechten Wirkungsgradbereich arbeitet.“ Das über das vergangene Vierteljahrhundert gewachsene Bewusstsein hat heute den Blick für die ganzheitliche Betrachtung geschärft.
Vernetzung moderner Hydraulik
Bosch Rexroth sieht einen weiteren Meilenstein in der Vernetzungsfähigkeit moderner Hydraulik. Heute verfügen die Motion Controls über dezentrale Intelligenz und kommunizieren über offene Schnittstellen mit übergeordneten Systemen. Sie passen sich veränderten Anforderungen automatisch an, regeln autonom Bewegungen in Echtzeit und fügen sich modular in Maschinenkonzepte ein. „In Zukunft können wir damit einen Energieaustausch, wie wir ihn heute schon innerhalb von Maschinen realisieren, auf ganze Fertigungslinien übertragen“, ist sich Dr. Steffen Haack sicher.
Parkers neue direktgesteuerte Proportional-Wegeventil-Serie D1FC/D3FC bietet ein komplett integriertes Wegmesssystem und eine digitale Onboard-Elektronik, die eine flexible Anpassung an verschiedenste Anwendungen zulässt.
(Bild: Parker Hannifin)
Auch bei Parker Hannifin spielt die Datenübertragung über CAN-Bus-Systeme eine zukunftsweisende Rolle. Sie ermöglicht im Zeitalter von Industrie 4.0 die Verfügbarkeit von relevanten Informationen in Echtzeit und wird immer mehr zur Fehlersuche eingesetzt. Ebenso kann aus diesen elektronischen Daten zu jedem Zeitpunkt der optimale Wertschöpfungsfluss abgeleitet werden.
Die Vernetzung ist aber auch ein wesentlicher Hebel für eine höhere Anlagenverfügbarkeit durch vorausschauende Wartung. Zustandsüberwachungssysteme gewährleisten, dass Unregelmäßigkeiten schnell erkannt und Stillstände durch präventive Maßnahmen verhindert werden können.