CAD-Viewer Wie das komplette Unternehmen von CAD-Visualisierung profitiert

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 4 min Lesedauer

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CAD-Viewer werden häufig eingesetzt, um Ingenieuren einen kostengünstigen Zugang zu proprietären CAD-Formaten zu ermöglichen und den Bedarf an teuren CAD-Arbeitsplätzen zu reduzieren. Doch von der Bereitstellung von Visualisierungsfunktionen für mehr Benutzer in mehr Abteilungen kann das gesamte Unternehmen profitieren, wie unser Beispiel zeigt.

Mit der Lösung Spin-Fire Enterprise können CAD-Daten im kompletten Unternehmen visualisiert werden, und das ohne aufwendiges Lizenzhandling.(Bild:  Chaosamran_Studio - stock.adobe.com)
Mit der Lösung Spin-Fire Enterprise können CAD-Daten im kompletten Unternehmen visualisiert werden, und das ohne aufwendiges Lizenzhandling.
(Bild: Chaosamran_Studio - stock.adobe.com)

Die WISA Werkzeug- und Formenbau GmbH entwickelt und fertigt anspruchsvolle Spritzgießwerkzeuge für Kunden aller Branchen. Das mittelgroße bayerische Unternehmen ist in seiner 32-jährigen Geschichte zu einem Spezialisten für komplexe Spritzgießwerkzeuge aufgestiegen. Besonders Hersteller aus der Automobilindustrie greifen auf die Werkzeuge des Unternehmens zurück.

Während mit den Kunden früher noch Zeichnungen und Stücklisten in Papierform ausgetauscht wurden, sind sämtliche Informationen heute in den 3D-Daten der Teile und Baugruppen erfasst. „Umso wichtiger ist es, dass jeder Mitarbeiter in der Lage ist, sich diese Daten anzuschauen“, erklärt Torsten Decker, Geschäftsführer der WISA.

CAD-Viewer statt CAD-Software

Aus diesem Grund sollten auch Mitarbeiter Zugriff auf CAD-Daten bekommen, an deren Arbeitsplatz noch kein CAD-System zur Verfügung stand. „Doch nicht jeder, der mal eben ein paar Abmessungen in einer CAD-Datei checken möchte, braucht den Funktionsumfang eines teuren CAD-Tools, zumal die Bedienung auch nicht ganz leicht ist.“ Eine weitere Hürde ist die Kompatibilität: „Die Kunden stellen uns Daten in den verschiedensten Formaten bereit und wir waren teilweise nicht in der Lage, sie einzulesen“, berichtet Decker.

Die Kunden stellen uns Daten in den verschiedensten Formaten bereit und wir waren teilweise nicht in der Lage, sie einzulesen.

Torsten Decker, Geschäftsführer der WISA

„Bei der Suche nach einem CAD-Viewer sind wir relativ schnell auf Spinfire von Actify gestoßen.“ Seit ca. 15 Jahren ist der CAD-Viewer nun bei WISA im Einsatz. Doch zunächst nutzte der Werkzeughersteller das Software-Tool nur in der Kalkulations- und Angebotserstellungsabteilung, später kam noch eine Einzel-Lizenz in der Arbeitsvorbereitung hinzu.

Je nach Bedarf wurde mal eine Lizenz hier oder eine andere dort zusätzlich aufgestockt – „Ein ungehinderter Wildwuchs an Schnittstellen war die Folge“. Der Bedarf nach einer einheitlichen Lösung über alle Abteilungen hinweg wuchs. „Das war der Punkt, an dem wir gemerkt haben, dass die Enterprise-Version von Spinfire für uns Sinn ergeben würde.“

Eine Lizenz bietet Zugriff für alle Mitarbeiter

Die Enterprise-Version von Actify Spinfire erwies sich für die WISA als ideale Lösung. Der 2D- und 3D-CAD-Viewer mit Multi-CAD-Unterstützung stellt mit einer einzigen unternehmensweiten Lizenz sicher, dass jederzeit alle Dateiformate geöffnet werden können. Das Tool visualisiert nicht nur die Konstruktionsdaten, sondern liefert auch Analysewerkzeuge mit Funktionen wie u.a. Bauteilvergleich, Bemaßungen, Wandstärkenanalyse, Explosionsdarstellung und Markups. Spinfire konvertiert CAD-Daten in ein kompaktes Format zum unkomplizierten Austausch mit internen und externen Teams.

Auch wenn Actify weiterhin Einzelplatz- und Floatinglizenzen für kleinere Unternehmen anbietet, für die WISA Werkzeug- und Formenbau GmbH lohnt sich die Enterprise-Version: „Wir brauchen kein Lizenz-Handling mehr betreiben, weil eine Spinfire Enterprise-Lizenz eine unbegrenzte Zahl an Arbeitsplätzen bei uns abdeckt. Das reduziert den Verwaltungsaufwand – die IT-Abteilung freut’s.“ Alle anderen Kollegen schätzen die intuitive Bedienung: Eine Einführung in Spinfire dauert nur 15 bis 30 Minuten, denn die wichtigsten Funktionen sind schnell erlernbar.

Seitdem wir auf Spinfire umgestiegen sind, hat jeder PC vom Einkauf über den Vertrieb, von der Konstruktion bis hin zur Fertigung einen CAD-Viewer. Und das ist auch wichtig, denn sonst ist die Kette unterbrochen.

Torsten Decker, Geschäftsführer der WISA

Praxisbeispiel: Fertigungsprobleme lösen

Ein kleines Beispiel aus der Praxis illustriert den Einsatz des CAD-Viewers durch beinahe alle Abteilungen der WISA: Ein Kunde hatte ein Problem mit seinem Spritzgusswerkzeug, das nicht von der WISA stammte. „Wenn man Fremdwerkzeuge bekommt, muss man erstmal verstehen, wie es funktioniert. Und dabei hilft uns Spinfire mit seinen Funktionen wie den Schnittdarstellungen durch die Baugruppen“, so Decker. Bei der Fehlersuche schauten sich Kolleginnen aus Montage und Konstruktion gemeinsam die 3D-Daten an und schickten dem Kunden Optimierungsvorschläge für sein Werkzeug. Nachdem diese abgesegnet waren, wurde die Konstruktion in einem CAD-System geändert. Abschließend nutzte das Team Spinfire, um Fertigungshinweise in den 3D-Daten zu ergänzen und Screenshots zur Kapazitätsplanung zu erstellen. Kurzum:

Überall, wo man in unserer Organisation hinschaut, hat Spinfire seine Finger im Spiel.

Torsten Decker, Geschäftsführer der WISA

Alle profitieren – Konstruktion, Fertigung und Einkauf

Für die WISA resultiert sich aus der Spinfire-Einführung ein effizienterer Workflow, wie auch das Praxis-Beispiel zeigt:

  • Alle Informationen sind in den 3D-Daten hinterlegt und lassen sich über das Tool austauschen – zusätzliche Powerpoint- oder PDF-Dokumente werden obsolet, der Dokumentationsaufwand sinkt.
  • Doch nicht nur Konstruktion und Fertigung profitieren – gleichzeitig hat der unternehmensweit eingesetzte CAD-Viewer für mehr Sicherheit beim Einkauf gesorgt: „Zu Materialfalschbestellungen kommt es nun wesentlicher seltener”.
  • Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt der Arbeit mit dem Tool ist die geringe Dateigröße der 3D-Spinfire-Daten und die damit einhergehenden geringen Hardware-Anforderungen. Besonders spürbar wird das bei sehr komplexen Baugruppen, wie sie für die Spritzgusswerkzeuge der WISA typisch sind.
    Nach dem Abspeichern einer zwei Gigabyte großen CAD-Datei in das kompakte Spinfire-Dateiformat, verkleinert sich die Dateigröße auf ca. 60 Megabyte. Das macht das Handling der Daten und den Austausch mit dem Kunden leichter“, führt Decker weiter aus.
Egal, welche CAD-Daten uns der Kunde zusendet – Wir können es einlesen und jeder kann damit arbeiten.

Torsten Decker, Geschäftsführer der WISA

Unterm Strich hat Spinfire Enterprise viele Aspekte der täglichen Arbeit der WISA einfacher und effizienter gemacht: Angefangen bei den Themen Lizenzen und Kunden-Kommunikation bis hin zur Fehlersuche und Materialplanung. Am wichtigsten aber ist die verlässliche und abteilungsübergreifende Verfügbarkeit von 3D-Visualisierungen: „Egal, welche CAD-Daten uns der Kunde zusendet – Wir können es einlesen und jeder kann damit arbeiten“, so Decker abschließend. „Das ist unbezahlbar.“

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