Normen Wichtige Normen für die Sicherheit von Handarbeitsplätzen neu veröffentlicht

Autor / Redakteur: Matthias Schulz* / Jan Vollmuth

Drei der wichtigsten Sicherheitsnormen für die Auslegung von Handarbeitsplätzen an Maschinen wurden überarbeitet und neu veröffentlicht: EN ISO 13851, EN ISO 13854 und EN ISO 13857.

Eine Zweihandschaltung soll ermöglichen, einen gefährlichen Ablauf so zu starten, dass der Werker mit keiner seiner beiden Hände in die Gefahrenstelle greifen kann.
Eine Zweihandschaltung soll ermöglichen, einen gefährlichen Ablauf so zu starten, dass der Werker mit keiner seiner beiden Hände in die Gefahrenstelle greifen kann.
(Bild: Siemens)

Die Zahl von Handarbeitsplätzen an Maschinen ist seit den frühen 2000er Jahren stark gesunken. Automatisierung und Roboteranwendungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Doch der Mensch wird weiterhin in den Werkhallen gebraucht, wenn etwa die automatisierte Fertigung von Einzelteilen oder die Montage von Baugruppen und Endprodukten unerwartet ausfällt, so dass rasch eine manuelle „Notfall-Strategie“ erforderlich wird; manchmal sind Produktionslose auch nicht groß genug, dass sich die vollständige Automatisierung rechnen würde.

Losgröße 1 erfordert oft manuelle Tätigkeiten

Ein weiterer Faktor, der dazu beiträgt, dass hier und da Handarbeitsplätze in maschinelle Anwendungen zurückkehren, ist der anhaltende Trend zur Individualisierung von Produkten: Je stärker die Anforderung in Richtung Losgröße 1 tendiert, desto wahrscheinlicher kehrt das Handeinlegen von Teilen und ein manueller Start von Maschinen an den Arbeitsplatz zurück.