Gehäuse

Welches Gehäuse passt?

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Da Gehäuse in manchen Applikationen in entsprechende Elektronik- oder Schaltschränke eingebaut werden, sind sie dadurch in der Regel vor Umgebungseinflüssen, wie Schmutz, Staub und Wasser geschützt. Auch höhere Umgebungstemperaturen sind unkritisch, da die im Gehäuse eingebauten Komponenten durch eine Entwärmung oder Klimatisierung des kompletten Schrankes gekühlt werden können.

Temperaturbedingungen am Einsatzort

Da Gehäuse in manchen Applikationen in entsprechende Elektronik- oder Schaltschränke eingebaut werden, sind sie dadurch in der Regel vor Umgebungseinflüssen, wie Schmutz, Staub und Wasser geschützt. Auch höhere Umgebungstemperaturen sind unkritisch, da die im Gehäuse eingebauten Komponenten durch eine Entwärmung oder Klimatisierung des kompletten Schrankes gekühlt werden können.

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Werden die Gehäuse mobil, als Desktop- oder Tischgehäuse eingesetzt, muss bei höheren Umgebungstemperaturen eine optimale Entwärmung sichergestellt werden. In der Regel ist eine optimierte Luftkühlung ausreichend. Je nach Verlustleistung werden zu den komponenteneigenen Ventilatoren externe Lüfter zugeschaltet, Lüftereinschübe integriert oder spezielle Lüfterfrontplatte oder Lüfterrückwände eingebaut. Bei kleineren, vorwiegend nicht 19"-Gehäusen, wird die lüfterlose Entwärmung favorisiert bzw. gefordert. Hierfür gibt es verschiedene Produkte am Markt, die die Wärme vom Prozessor über feste Metallkörper und aufgeklebte Wärmepads oder Wärmeleitpaste an das Gehäuse ableiten. Neuerdings sind auch sogenannte FHCs (Flexible Heat Conductor) verfügbar. Diese Kühlkörper bestehen aus Aluminium und sind in der Höhe flexibel. Aufgrund von Fertigungstoleranzen an den Gehäusen oder den eingesetzten Prozessoren ergeben sich Abweichungen z. B. in der Bauhöhe, die einem effektiven Wärmetransport im Wege stehen können. Die FHCs gleichen aufgrund ihres flexiblen Aufbaus diese Toleranzen aus und stellen den optimalen Wärmetransport sicher. Die Wärme wird zuverlässig über die Gehäuseoberfläche durch Wärmestrahlung an die Umgebung abgegeben.

Hilfreich ist die thermische Simulation der Wärmeentwicklung und des Wärmeflusses in einem Gehäuse durch eine geeignete Software. Daher sollte bereits in der Planungsphase der Berechnungsspezialist mit am Tisch sitzen, der die Entwickler berät und die Berechnungen durchführt.

Wichtige Services

Viele Hersteller bieten ihren Kunden produktbegleitende Services an. So können Gehäuse meist über interaktive Konfiguratoren im Internet zusammengestellt werden. Dabei können auch Einzelteile beispielsweise mit Ausbrüchen oder Bohrungen modifiziert werden. Hierfür ist bei manchen Herstellern der Download von 3D-CAD-Daten über die Onlineplattform Traceparts möglich. Hardwareentwickler können dort aus 32 unterschiedlichen nativen CAD-Datenformaten auswählen und diese Formate dann direkt in den von ihnen eingesetzten CAD-Programmen nutzen.

Integration weiterer Komponenten

Oft wünschen Kunden vom Gehäusehersteller auch die Integration weiterer Komponenten wie z. B. Verkabelung, Schalter, Backplanes, Stromversorgungen, Überwachungseinheiten oder ähnliches. Solche Komponenten werden entweder von Kunden bereitgestellt oder über den Gehäuse-Hersteller, entsprechend einer festgelegten Spezifikation, eingekauft und eingebaut. Einige Gehäuse-Hersteller sind auch selbst Entwickler und Hersteller von Backplanes und Stromversorgungen und können so aufeinander abgestimmte Einheiten anbieten, die auch in hauseigenen Testlabors geprüft werden können.

Außerdem wichtig ist die Montagefreundlichkeit. Das Gehäuse sollte einfach, ohne teures Spezialwerkzeug, montiert werden können. Eine übersichtliche und verständliche Aufbauanleitung trägt dazu bei, dass die Montage in möglichst kurzer Zeit durchgeführt werden kann. (sh)

* Dipl.-Wirt. Ing. (FH) Martin Traut ist Produkt Marketing Manager Europa für Baugruppenträger, Gehäuse (19“ Formfaktor und Single Board) sowie Frontplatten und Retainer bei Pentair

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