Konstruktionsleiter-Forum 2025 Was KI in der Konstruktion heute wirklich schon leistet

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Hype oder Gamechanger? Auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2025 wird anhand einer Studie über eine kunststoffbasierte Leichtbau-Tragstruktur diskutiert, wo die aktuellen Möglichkeiten und Chancen, aber auch die Herausforderungen und Grenzen der KI-Integration in der technischen Produktentwicklung liegen.

Wo stehen wir in punkto KI aktuell? Dies wird auf dem Konstruktionsleiter-Forum am 15. Oktober 2025 diskutiert. (Bild: ©  Oleksandr - stock.adobe.com)
Wo stehen wir in punkto KI aktuell? Dies wird auf dem Konstruktionsleiter-Forum am 15. Oktober 2025 diskutiert.
(Bild: © Oleksandr - stock.adobe.com)

Beschleunigung der Produktentwicklung, Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung, mehr Innovationen dank generativem Design, schnellere Fehlererkennung und Qualitätssteigerung: Dies sind einige der Vorteile, die der künstlichen Intelligenz im Produktentstehungsprozess zugeschrieben werden. Häufig wird sie daher auch als Gamechanger bezeichnet, zumindest wenn sie richtig eingesetzt wird.

Potenzial und Grenzen KI-basierter Verfahren

Doch wie leistungsfähig und praktisch nutzbar sind KI-gestützte Methoden in der Konstruktion heute wirklich schon? Um diese Frage zu beantworten wurde eine technische Studie auf Grundlage anwendungsnaher Tragstrukturen und praxisnaher Anforderungsprofile durchgeführt. Die Ergebnisse stellt Prof. Dr.-Ing. Christian Lauter von der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2025 in seinem Vortrag Künstliche Intelligenz in der Konstruktion – Systematischer Vergleich klassischer und KI-gestützter Entwicklungsansätze im Leichtbau vor.

Für die Studie wurden beide Ansätze praxisnah gegenübergestellt und auf Basis relevanter Kriterien – technische Qualität sowie Entwicklungseffizienz – verglichen. Dabei wurde deutlich: Während KI-basierte Verfahren ein großes Potenzial zur Automatisierung und schnellen Variantenbildung bieten, stoßen sie bei komplexeren Konstruktionsaufgaben und funktionsrelevanten Details aktuell noch an klare Grenzen.

Herr Prof. Lauter, warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Die Konstruktionstechnik steht an einem Wendepunkt: klassische, konventionelle Methoden wie FEM und Topologieoptimierung stoßen bei immer komplexer werdenden Anforderungen und immer kürzeren Entwicklungszyklen zunehmend an ihre Grenzen – gleichzeitig eröffnen KI-basierte Ansätze neue Potenziale für Effizienz, Automatisierung und Designinnovation. Doch was ist aktuell wirklich möglich? Mein Vortrag liefert eine praxisnahe Gegenüberstellung beider Welten und zeigt, wie KI bereits heute den Konstruktionsalltag verändern kann – und wo sie (noch) an ihre Grenzen stößt.

Was sind die wichtigsten Aspekte des Vortrags?

Prof. Dr.-Ing. Christian Lauter, Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT)(Bild:  PHWT)
Prof. Dr.-Ing. Christian Lauter, Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT)
(Bild: PHWT)

Im Mittelpunkt des Vortrags steht eine technische Vergleichsstudie, in der eine kunststoffbasierte Leichtbau-Tragstruktur sowohl konventionell, also mittels CAD und FEM, als auch KI-gestützt entwickelt wurde. Beurteilt wurden dabei die technische Qualität, die Bauteileigenschaften, der Entwicklungsaufwand und die Effizienz. Der Vortrag beleuchtet systematisch die Vor- und Nachteile beider Methoden, stellt exemplarisch reale Workflows mit der Low-Code-Plattform Synera vor und gibt Einblicke in die teilautonome Gestaltung mit neuronalen Netzen. Ziel ist es eine realistische und nicht vom aktuellen Hype rund um KI und ML geprägte Einordnung der aktuellen Möglichkeiten zu liefern.

Was lernen die Teilnehmer durch Ihren Vortrag?

Die Teilnehmer erhalten praxisnahe Handlungsempfehlungen für den Umgang mit und den Einsatz von KI-gestützten Methoden im eigenen Unternehmen. Sie lernen, in welchen Anwendungsfeldern KI in der Konstruktion bereits heute Mehrwerte schafft, welche technischen und methodischen Voraussetzungen nötig sind – und wie sich klassische und KI-basierte Prozesse sinnvoll kombinieren lassen. So können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend einschätzen, wie zukunftsfähig ihre eigenen Entwicklungsprozesse bereits aufgestellt sind.

Konstruktionsleiter Forum

Produktentwicklung neu denken

Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?

Das Konstruktionsleiter Forum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.

(ID:50486586)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung