Antriebstechnik Vor 75 Jahren gründen die Gebrüder Stöber ihr Antriebstechnik-Unternehmen
In über sieben Jahrzehnten vom Reibradgetriebe bis zur neuen, energieoptimierten Servoachse KS: Stöber Antriebstechnik feiert 2009 sein 75-jähriges Jubiläum.
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Bereits 1934 in Pforzheim als Mechanische Werkstatt gegründet, stellte das Unternehmen von Paul und Wilhelm Stöber 1943 ihr erstes drehzahlverstellbares Getriebe vor. Doch erst nach der Währungsreform 1949 konnte man eine sinnvolle Produktion aufbauen.
Das Stöber Verstellgetriebe war bereits zur Serienreife entwickelt. Dann begann eine Erfolgsgeschichte, denn der Markt wollte diese modernen Antriebe mit denen man die Drehzahl über ein Reibrad einstellen bzw. im Betrieb variieren konnte. Die Eigenentwicklung bewährte sich unter den unterschiedlichsten Bedingungen.
Erfolg mit Getriebemotoren und Getrieben
Bereits 1956 lieferten die Gebrüder Stöber ihren 10 000sten stufenlos verstellbaren Getriebemotor aus. Das 25 000ste Getriebe wurde 1960 im neuen Betriebsgebäude gefeiert. Die Entwicklung ging steil bergauf und aus der Firma Gebr. Stöber wurde Stöber Antriebstechnik.
1979 wurden die Weichen neu gestellt. Zwar sollte ein Jahr später noch die Baureihe 7 des R-Getriebes auf den Markt gebracht werden, doch erschien es der Geschäftsleitung als zwingend notwendig, sich mit der neu aufkommenden Technologie, Antriebe durch Elektronik zu regeln, zu befassen.
Neue Zeitrechnung mit dem ersten eigenen Frequenzumrichter
In enger Zusammenarbeit mit Kunden wurden die ersten Schritte unternommen. Für die zugekauften Stromrichter wurden passende Gleichstromgetriebemotoren entwickelt. Das war der Anfang. Um jedoch mit der immer schneller werdenden Entwicklung auf diesem Gebiet Schritt halten zu können, begann man ein eigenes Kompetenzzentrum für Elektronik und Softwareentwicklung aufzubauen.
Der erste eigene Frequenzumrichter FAS 1015 wurde 1991 zusammen mit dem völlig neu entwickelten modularen Getriebesystem MGS auf der Hannover Messe vorgestellt. Damit begann bei Stöber Antriebstechnik eine neue Zeitrechnung und der Weg bis hin zur volldigitalen Servoachse mit hochintelligenter Steuerungstechnik.
Aktuelle Herausforderung: energieeffiziente Antriebsachsen
Und heute sieht Patrick Stöber, Wilhelm Stöbers Enkel, die nächste antriebstechnische Herausforderung in der Nutzung aller Potentiale für energieeffiziente Antriebsachsen. Dies ist einerseits eine politische Vorgabe aber eben auch eine Frage der persönlichen Vernunft. In der Abwägung von Aufwand und Wirkung sieht man im Unternehmen das zentrale Entwicklungspotential für dieses Vorhaben in der breiten Nutzung digitaler Servoachsen. Die Kostenbetrachtung über die gesamte Betriebszeit spricht eindeutig für dieses Konzept.
Diese Zukunft hat bei Stöber schon einen kleinen Anfang gemacht. Bei der Entwicklung des neuen Servowinkelgetriebes KS wurde konzeptionell berücksichtigt, dass die verlustbringende Reibung durch Dichtungen wirkungsvoll minimiert werden konnte.
2009 ist ein Jahr der Zäsur. Dass dies von Stöber Antriebstechnik auch positiv verstanden wird, zeigt sich nach außen hin durch die Einführung des neuen Firmenlogos. 75 Jahre nach dem mutigen Anfang durch die Firmengründer soll dies ein Signal sein für die Anpassungsfähigkeit des Familienunternehmens an neue Herausforderungen.
Hannover Messe: Halle 14, Stand H04
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