Konstruktionsleiter-Forum 2025 Von der Pflicht zur Kür: Lastenhefte agil erstellen

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Lasten- und Pflichtenhefte zählen zu den etablierten Werkzeugen zur Anforderungsdefinition, aber ihre Erstellung wird häufig als nervig empfunden. Wie dank eines pragmatischen 5-Schritte-Modells ein effizienter Umgang mit Lastenheften gelingt, ist Thema auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2025.

Lasten- und Pflichtenhefte gelten oft als bürokratisch, unklar und zeitaufwendig. Wie ihre Erstellung effizient, fokussiert und praxisnah gestaltet werden kann, erfahren Teilnehmer des Konstruktionsleiter-Forums 2025. (Bild: ©  pathdoc - stock.adobe.com)
Lasten- und Pflichtenhefte gelten oft als bürokratisch, unklar und zeitaufwendig. Wie ihre Erstellung effizient, fokussiert und praxisnah gestaltet werden kann, erfahren Teilnehmer des Konstruktionsleiter-Forums 2025.
(Bild: © pathdoc - stock.adobe.com)

Im Maschinenbau spielen Lasten- und Pflichtenhefte eine entscheidende Rolle bei der Planung und Durchführung von Projekten. Das Lastenheft legt die Ziele, Funktionen und Rahmenbedingungen fest, die das zu entwickelnde System erfüllen muss, einschließlich regulatorischer und branchenspezifischer Vorgaben; das Pflichtenheft stellt eine verbindliche Spezifikation dar, wie die Anforderungen aus dem Lastenheft technisch und organisatorisch umgesetzt werden sollen.

Transparenz und Effizienz im Projektverlauf

Gemeinsam tragen Lasten- und Pflichtenhefte zur Transparenz und Effizienz im Projektverlauf bei und sind besonders wichtig für das Änderungsmanagement. Indem sie eine klare und strukturierte Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten fördern, sichern Lasten- und Pflichtenhefte den Projekterfolg und schützen beide Parteien vor unerwarteten Überraschungen während und nach der Projektabwicklung.

Doch Lasten- und Pflichtenhefte sind nicht immer beliebt, denn ihre Erstellung und Pflege kann sehr zeitaufwendig sein. Zudem sind die Dokumente oft nicht darauf ausgelegt, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Viele Anwender empfinden Lasten- und Pflichtenhefte daher als übermäßig formal, schwerfällig und nervig.

Drei Mythen rund um Lasten- und Pflichtenhefte

In seinem Vortrag Lastenhefte nerven – warum wir’s trotzdem tun (und wie es besser geht) räumt Björn Schorre, freiberuflicher Systemingenieur, Ingenieurbüro für Systems Engineering, mit drei weitverbreiteten Mythen rund um Lasten- und Pflichtenhefte auf und zeigt anhand eines pragmatischen 5-Schritte-Modells, wie die Erstellung eines Lastenhefts effizient, fokussiert und praxisnah gestaltet werden kann.

Herr Schorre, warum ist das für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Die Relevanz dieses Themas für Konstruktion und Entwicklung liegt in der hohen Abhängigkeit technischer Lösungen von einer klaren, vollständigen und abgestimmten Anforderungsbasis. Unklare oder unvollständige Lastenhefte führen zu erhöhtem Abstimmungsaufwand, Risiken in der Umsetzung sowie zu einem ineffizienten Ressourceneinsatz.

Björn Schorre, freiberuflicher Systemingenieur, Ingenieurbüro für Systems Engineering.(Bild:  Ingenieurbüro für Systems Engineering)
Björn Schorre, freiberuflicher Systemingenieur, Ingenieurbüro für Systems Engineering.
(Bild: Ingenieurbüro für Systems Engineering)

Was sind die wichtigsten Aspekte Ihres Vortrags?

Der Vortrag thematisiert drei verbreitete Irrtümer rund um Lasten- und Pflichtenhefte und stellt ein erprobtes, agiles 5-Schritte-Modell vor, das auf Erfahrungen aus zahlreichen realen Entwicklungsprojekten basiert. Das Modell ermöglicht die Erstellung eines vollständigen und freigegebenen Lastenhefts innerhalb von zwei Wochen – ohne methodischen Overhead, jedoch mit hohem Praxisbezug.

Was nehmen Teilnehmer mit?

Teilnehmende erhalten einen Einblick, wie sich Lastenhefte auch in dynamischen Projektumfeldern effizient, strukturiert und zielgerichtet erstellen lassen. Vermittelt wird ein klarer, nachvollziehbarer Weg, wie Anforderungsmanagement systematisch in frühe Projektphasen integriert werden kann. Der Fokus liegt auf Klarheit im Vorgehen, der Reduzierung projektspezifischer Risiken sowie der Unterstützung tragfähiger technischer Entscheidungen.

Konstruktionsleiter Forum

Produktentwicklung neu denken

Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?

Das Konstruktionsleiter Forum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.

(ID:50489191)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung