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Senior Professionals Von den Erfahrungen langjähriger Mitarbeiter profitieren

| Redakteur: Katharina Juschkat

ZF will das Wissen seiner ehemaligen Mitarbeiter nutzen und bietet mit dem Programm „Senior Professionals“ die Möglichkeit an, dass erfahrene Mitarbeiter ihr Wissen an jüngere Kollegen weitergeben können.

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Bei dem Programm „Senior Professionals“ können Rentner ihr Fachwissen in aktuelle Projekte einbringen.
Bei dem Programm „Senior Professionals“ können Rentner ihr Fachwissen in aktuelle Projekte einbringen.
(Bild: ZF)

Der Erfahrungsschatz von langjährigen Mitarbeitern kann für ein Unternehmen enorm wertvoll sein – das will ZF jetzt mit dem Programm „Senior Professionals“ nutzen. Damit das Wissen mit dem Renteneintritt der Mitarbeiter dem Unternehmen nicht verloren geht, bietet es zeitlich festgelegte Projekte an, in denen ehemalige Mitarbeiter ihr Wissen an jüngere Kollegen weitergeben können.

Teamwork der Generationen soll komplexe Herausforderungen meistern

„Von dieser Initiative profitieren alle Beteiligten“, sagt Personalvorstand Jürgen Holeks. „Jüngere lernen von Älteren, die Ruheständler können sich über eine interessante Aufgabe freuen, und nicht zuletzt sorgt das Teamwork der Generationen dafür, dass die komplexen Herausforderungen in den Projekten unseres Unternehmens bestmöglich gemeistert werden.“

Einsätze der Senior Professionals sollen in allen Fachbereichen des Konzerns möglich sein und maximal sechs Monate dauern. Besonders gefragt dürfte die Expertise der Senioren vermutlich in Lokalisierungsprojekten, im Interimsmanagement oder im Rahmen eines Mentorings sein. Die Erfahrungen anderer Unternehmen zeigen laut ZF, dass sich vor allem jüngere Rentner für einen Job als Senior Professionals interessieren. Daher konzentriert sich das Unternehmen zunächst auf die Gruppe der bis zu 67-Jährigen.

Etwa 1000 Mitarbeiter an den deutschen Standorten habe das Unternehmen bislang angeschrieben, gut 100 hätten sich als Senior Professional registriert. „Die Resonanz ist positiv, das merken wir auch in den Gesprächen“, erklärt Ralf Scherer, der das Programm gemeinsam mit Eberhard Ortlieb leitet.

Ruheständler, die sich für eine Aufgabe als Senior Professional interessieren, können sich ihr Profil in einer Spezialdatenbank anlegen. Dort melden auch die Fachbereiche ihren Unterstützungsbedarf und ihr Wunschprofil an. Das Programmteam soll dann mithilfe der Software die Fachbereiche und Senior Professionals zusammenbringen. Die Vergütung der Experten erfolgt laut Unternehmensangaben auf Basis von Tagessätzen, die die Zahlung einer Betriebsrente nicht beeinflussen sollen. (kj)

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