Formgebung Vier Neuheiten im Bereich Formgebung

Von Juliana Pfeiffer 3 min Lesedauer

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Duro- und Thermoplaste im Spritzguss- oder Pressverfahren fertigen, über viskose Gele zum Brünieren oder die Lebensdauer von 3D-Druck-Teilen online berechnen – die Neuheiten im Bereich Formgebung.

Beim Pressverfahren wird der jeweilige Duroplast (rieselfähig, BMC, SMC) kalt oder leicht vorgewärmt in das vertikal öffnende Werkzeug mit einer Arbeitstemperatur zwischen 130 °C und 150 °C eingefüllt.(Bild:  Erlemann & Huckenbeck)
Beim Pressverfahren wird der jeweilige Duroplast (rieselfähig, BMC, SMC) kalt oder leicht vorgewärmt in das vertikal öffnende Werkzeug mit einer Arbeitstemperatur zwischen 130 °C und 150 °C eingefüllt.
(Bild: Erlemann & Huckenbeck)

Erlemann & Huckenbeck fertigt Kunststoffteile aus Duro- und Thermoplast nach Zeichnung im Spritzguss- oder Pressverfahren, bei dem eigene Presswerkzeuge zum Einsatz kommen. Zu den wichtigsten Produkten zählen Griffe, Knöpfe, Rändelschrauben, Handräder und Plombierschellen. Beim Pressverfahren wird der jeweilige Duroplast (rieselfähig, BMC, SMC) kalt oder leicht vorgewärmt in das vertikal öffnende Werkzeug mit einer Arbeitstemperatur zwischen 130 °C und 150 °C eingefüllt. Sobald der Duroplast auf die Form trifft, beginnt die thermische Reaktion: Das Rohmaterial wird flüssig und beginnt zu homogenisieren. Parallel zu diesem Vorgang wird die Presse zugefahren, sodass sich das Material gleichmäßig in der Kavität verteilen und aushärten kann. Anschließend wird das Teil, beispielsweise Gehäuse oder Deckel von Sprechstellen aus dem Bahnverkehr, nach Bedarf geschliffen und poliert. Beim Spritzgussverfahren, das für Thermoplast verwendet wird, werden die E&H-Werkzeuge horizontal geöffnet. Trockener Thermoplast wird in einem Trichter mit Additiven wie Farbe, UV- oder Brandstabilisator gemischt und in der Spritzeinheit homogenisiert. Danach wird er in das deutlich kühlere Werkzeug eingespritzt, wodurch die Formnester gefüllt werden. Nach der Härtezeit können die fertigen Bauteile wie Plombierschellen oder Laufrollen entnommen werden.

Viskose Gele zum Brünieren

(Bild:  Emil Otto)
(Bild: Emil Otto)

Mit den Brüniergelen der Nigrit-Serie erweitert Emil Otto sein Portfolio im Anwendungsbereich Ätzen, Beizen, Brünieren. Die Gele können wie die flüssigen Varianten für das Kaltbrünieren, Beschriften und Schwarzfärben auf verschiedensten Metallen und Legierungen sowie hochlegierten Edelstählen eingesetzt werden. Die neuen Gele ermöglichen eine punktgenaue Bearbeitung des zu behandelnden Werkstücks. Da das Gel nicht verläuft, wirkt es genau dort, wo der Mitarbeiter es appliziert hat. Die Nigrit-Gele stehen für verschiedene Metalloberflächen zur Verfügung.

Komplettlösung für den Werkzeug- und Formenbau

(Bild:  Open Mind)
(Bild: Open Mind)

Open Mind bietet mit der CAD/CAM-Suite Hyper Mill 2023 eine durchgängige Komplettlösung für den Werkzeug- und Formenbau. Um Probleme während des Formprozesses zu vermeiden, müssen in allen Bearbeitungsabläufen des Formenbaus scharfe Ecken an der Verbindung von oberen und unteren Formhälften entstehen. Eine automatische Tangentenverlängerungsfunktion erspart manuelle CAD-Schritte zur Verlängerung der zahlreichen Oberflächenelemente von komplexen Designs. Bei den Strategien „3D-Form-Ebenenschlichten“ und „3D-Profilschlichten“ gibt es eine neue Funktion zur erweiterten Fräsflächenverlängerung. Das bedeutet, es werden nur dort Flächenverlängerungen erzeugt, wo sie prozesstechnisch sinnvoll sind. Dadurch können Anwender scharfe Kanten sehr einfach verlässlich schützen. In Kombination mit der Option „Sanftes Überlappen“ ist das ein Garant für qualitativ hochwertige Oberflächen.

Lebensdauer von 3D-Druck-Teilen in 30 Sekunden online berechnen

(Bild:  Igus)
(Bild: Igus)

Igus hat sein 3D-Druck-Angebot für verschleißfeste und schmierfreie Sonderteile erweitert. Der Online 3D-Druck-Service kann nun neben einer Preisberechnung und der Machbarkeitsanalyse auch die Lebensdauer von individuell gefertigten Sonderteilen in wenigen Sekunden vorhersagen. Auf der Website lädt der Anwender die STEP- oder STL-Datei seines Wunschproduktes hoch. Dort werden die Fertigungsmöglichkeiten, passende Materialien und Veredelungen angezeigt. Außerdem gibt das Tool Auskunft über die Kosten, Machbarkeit und Lieferzeit. Für die Lebensdauerberechnung muss der Nutzer einfach die Gleitfläche seines Teils per Mausklick auswählen und ein paar Anwendungsparameter eingeben. Daraufhin ermittelt der 3D-Druck-Service automatisch eine Lebensdauerabschätzung. Die Daten für alle Igus Lebensdauerrechner basieren auf den ausführlichen Testreihen im hauseigenen 3.800 Quadratmeter großen Labor in Köln. Hier entwickelt und forscht Igus an neuen Kunststoffen und Produkten. Jährlich finden 11.000 Abriebtests auf 450 Prüfstellen statt. Die Tests zeigen: 3D-Druck-Teile aus Iglidur Gleitlagerkunststoffen stehen den gedrehten und gespritzten Teilen aus herkömmlichen Kunststoffen in nichts nach. Die Lebensdauer ist bis zu Faktor 10 höher. Im Vergleich zu anderen 3D-Druck-Materialien ist die Lebensdauer sogar um bis zu Faktor 50 höher.

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