Fluidtechnik

Vier Neuheiten aus der Vakuumtechnik

| Redakteur: Lilli Bähr

Die Contec-Abluftfilter sorgen für eine ölfreie Abluft ölgedichteter Vakuumpumpen und sollen die Abscheidung feinster Partikel und Ölnebelaerosolen aus der Abluft gewährleisten.
Die Contec-Abluftfilter sorgen für eine ölfreie Abluft ölgedichteter Vakuumpumpen und sollen die Abscheidung feinster Partikel und Ölnebelaerosolen aus der Abluft gewährleisten. (Bild: Contec GmbH)

Pumpenfilter für eine saubere und ölfreie Abluft, Wälzkolbenpumpen für den Einsatz in Schleusenkammern oder Lecksuchanlagen, eine Software für einfaches Vakuum-Management sowie ein kompakter Mehrstufen-Vakuumerzeuger – wir zeigen Ihnen vier Neuheiten aus der Vakuumtechnik.

Pumpenfilter für eine saubere und ölfreie Abluft

Die Contec-Abluftfilter (COGA-Filter) sorgen für eine ölfreie Abluft ölgedichteter Vakuumpumpen und sollen die Abscheidung feinster Partikel und Ölnebelaerosolen aus der Abluft gewährleisten. Somit wird sowohl die Umwelt als auch die Pumpe geschützt. Nahezu 100 % (0,1 µm) der Aerosole werden laut Unternehmen mit den Koaleszenz-Filterelementen von Contec abgeschieden und hochwertiges Öl rückgewonnen; bei absoluter Betriebssicherheit, geringem Gegendruck, langer Standzeit und niedrigen Betriebskosten. Die Glasfaserfilterelemente bilden das Herzstück des Vakuumpumpenfilters, welcher standardmäßig in Aluminiumgehäusen erhältlich ist. Die Gehäuse sind als In-Line-Gehäuse konzipiert und werden mit je 1, 3 oder 7 Koaleszenz-Filterelementen bestückt.

Alle Neuheiten im Überblick:

Wälzkolbenpumpen für den Einsatz in Schleusenkammern oder Lecksuchanlagen

Pfeiffer Vacuum stellt seine neuen Wälzkolbenpumpen der Baureihe Hi-Lobe vor. Die Vakuumpumpen kommen in zahlreichen industriellen Anwendungen zum Einsatz, wie beispielsweise beim Elektronenstrahlschweißen, in Vakuumöfen oder bei der Gefriertrocknung. Die Pumpen eignen sich besonders für den Einsatz in Schleusenkammern oder Lecksuchanlagen. Des Weiteren eignen sie sich für den Einsatz in Beschichtungsanwendungen. Die kompakten Wälzkolbenpumpen bieten einen weiten nominellen Saugvermögensbereich von 520 m³/h bis 2100 m³/h. Möglich wird dies durch das neue Antriebskonzept in Verbindung mit Frequenzumrichtern.

Dank ihrer individuellen Drehzahlregelung können die Pumpen auf kundenspezifische Anforderungen abgestimmt werden. Durch dieses Antriebskonzept erzielt sie laut Unternehmen circa 20 % kürzere Auspumpzeiten als herkömmliche Wälzkolbenpumpen. Durch das schnelle Evakuieren sollen die Kosten sinken und die Effizienz der Produktionsanlage steigen. Die Wartungs- und Energiekosten der Hi-Lobe sollen im Vergleich zu herkömmlichen Wälzkolbenpumpen > 50 % niedriger sein. Grund hierfür ist ein Antrieb der Energieeffizienzklasse IE4 und die speziellen Rotorgeometrien der Pumpen. Auch das Abdichtungskonzept leistet einen Beitrag dazu. Die Pumpen sind zur Atmosphäre hin hermetisch abgedichtet und weisen eine maximale integrale Leckagerate von 1 × 10-6 Pa m³/s auf. Dynamische Dichtungen entfallen, wodurch eine Wartung laut Hersteller nur alle vier Jahre nötig ist.

Vakuum-Management leicht gemacht

Das Software-Paket Lemcom Manager wurde speziell für Anwendungen zur Vakuumhandhabung entwickelt. Es ermöglicht die Lemcom-Mini-Vakuumpumpen mit Feldbus-Kommunikation wie Profinet, CAN-Open, Ether-Net/IP in nur wenigen Schritten zu konfigurieren und die Leistungsdaten für Diagnose, Qualitätssicherung etc. abzurufen. Es beinhaltet Funktionen wie:

  • Parameter / Einstellungen ein- und auslesen bzw. importieren / exportieren
  • Analyse des Vakuumkreislaufes, wie Anzahl der Zyklen, Betriebsspannung, Höhe des Vakuums etc. zur Optimierung der Wartung und Qualitätssicherung.

Damit können alle Lemcom-Mini-Vakuumpumpen entweder vom Endanwender oder vom technischen Kundendienst über die Internet-Konnektivität gesteuert werden.

Kompakter Mehrstufen-Vakuumerzeuger: alle Elemente in einer Baueinheit

Die verbesserten Vakuumerzeuger der Serie ZL112A von SMC sind für den Einsatz an Werkstücken geeignet, bei denen mit hohen Druckleckagen zu rechnen ist. Dazu zählen vor allem Werkstücke mit porösen oder unebenen Oberflächen wie Karton- oder Holzwerkstoffe. Diese kommen verstärkt in der Verpackungsindustrie vor. Gleichzeitig konnte der Luftverbrauch laut Hersteller erneut um 10 % gegenüber den Vorgängermodellen gesenkt werden. Erreicht wurde diese Energieeinsparung durch das Absenken des Betriebsdrucks für das max. Vakuum von 0,4 MPa auf 0,33 MPa. Der Luftverbrauch liegt damit laut Unternehmen nur noch bei 57 l/min.

Alle Neuheiten im Überblick:

Im kompakten Gehäuse der Mehrstufen-Vakuumerzeuger sind alle Elemente in einer einzigen Baueinheit untergebracht: 3-Stufen-Diffusor, Vakuumdrucksensor, Pilotventile für die Versorgung und Belüftung sowie Filter- und Schalldämpfereinheit. Dadurch sollen die ZL112A-Modelle kompakt und leicht zu warten sein. Für den Austausch der Schalldämpfer- oder Filtereinheit werden zum Beispiel keine Werkzeuge benötigt.

Per Fingerdruck lassen sich Verriegelungen öffnen und ermöglichen laut Hersteller den einfachen Zugriff auf die auszutauschenden Teile.

Je nach Bedarf können die Modelle mit drei unterschiedlichen Druckmessgeräten ausgestattet werden: Neben dem digitalen Vakuumschalter stehen ein Vakuum-Manometer sowie ein Vakuumanschlussadapter zur Wahl. Mit einem digitalen Vakuumschalter ausgestattet, kann der Anwender im Feld den Druck direkt an den Vakuumerzeugern ablesen. Die aktuellen Werte werden auf einem Display angezeigt und die Schaltpunkte lassen sich über Drucktasten verändern.

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