Pneumatischer Antrieb Vielseitiger Druckluftmotor

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Auf der Grundlage von Druckluftmotoren entstehen immer wieder zukunftsorientierte Produkte wie die folgenden vier Beispiele von Deprag Schulz zeigen.

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Im explosionsgefährdeten Bereich optimiert der ATEX konforme Bremsmotor eine Fassentleerungsanlage.
Im explosionsgefährdeten Bereich optimiert der ATEX konforme Bremsmotor eine Fassentleerungsanlage.
(Bild: Deprag Schulz)

Seit 30 Jahren steigt die globale Temperatur unaufhaltsam an. Forschung und Industrie ringen darum, mit Innovation dem Klimawandel entgegenzutreten. Im Versuchslabor der Deprag macht der Prototyp des Turbinengenerators GET (Green Energy Turbine) Furore, der bislang ungenutztes Prozessgas auch in kleinen Mengen energetisch nutzbar macht. Das ehrgeizige Projekt ist jetzt soweit ausgereift, dass es mit geeigneten Partnern erprobt werden kann. Deprag Geschäftsführer Dr. Ing. Rolf Pfeiffer: „Mit unserer Entwicklung können in einer kleinen, dezentralen Rückgewinnungsanlage auch geringe Mengen von Restenergie im Leistungsbereich von 5 bis 20 Kilowatt in Strom umgewandelt werden.“

Der innovative Deprag Turbinengenerator basiert auf dem Prinzip einer Expansionsturbine. GET stellt eine kompakte Einheit aus einer Turbine und einem für diese Anwendung entwickelten Generator dar. Ohne den dazugehörigen Schaltschrank ist er nicht viel größer als eine Schuhschachtel und kann nach dem „Plug & Earn Prinzip“ dezentral dort eingesetzt werden, wo Gas entweder ungenutzt den industriellen Prozess verlässt oder von einem höheren Druckniveau auf ein niedrigeres gebracht wird.

Das Gas strömt in die Turbine ein, wird durch Düsen gepresst und beschleunigt. Wenn es auf die Beschaufelung der Turbine trifft und umgelenkt wird, gibt es seine Energie ab. Die kinetische Energie wird im Generator in elektrische umgewandelt. Turbine und Generator stellen eine kompakte Einheit dar, sie besitzen eine gemeinsame Welle. Die Folge: Dreht sich die Turbine, dreht sich gleichermaßen auch der Rotor des Generators – Strom entsteht!

Druckluftmotor als kompaktes Kraftpaket in einem Fräsroboter

Auf die sprichwörtlichen Tugenden des Druckluftmotors – seine unverwüstliche Robustheit und seine enorme Leistungsdichte – schwört Helmut Pfeifer, Anwendungstechniker bei der Bodenbender GmbH, die seit 30 Jahren im Bereich der Kanalinstandhaltungstechnik tätig ist. Während früher bei Kanalarbeiten aufgerissene Fahrbahndecken das Bild bestimmten, machen heute moderne Sanierungskonzepte Baggerarbeiten überflüssig. Das defekte Kanalrohr wird nicht ausgetauscht sondern saniert.

Dazu wird ein Fräsroboter vom Typ EU Robot 150 aus dem Hause BRM GmbH in Biebergmünd über den Kanalschacht in das defekte Rohr eingesetzt. Der Fräsroboter beseitigt Ablagerungen, begradigt Muffenübergänge, fräst einragende Stutzen ab und entfernt Wurzeleinwüchse. Unermüdlich läuft im Fräskopf des Roboters ein Deprag Druckluftlamellenmotor, der auch unter widrigsten Arbeitsbedingungen nicht versagt. Er ist nur 118 mm lang und 57 mm breit. Bei einer Leistung von 600 W, einem Nennmoment von 0,95 Nm und einer Drehzahl von 12.000 Umdrehungen pro Minute ist diese Maschine perfekt für den Einsatz auf kleinstem Raum. Anlagentechniker Helmut Pfeifer: „Die Leistungsfähigkeit dieses kompakten Antriebs ist unübertroffen.“

Nach den Fräsarbeiten erfolgt die eigentliche Reparatur. Ein mit speziellem Harz präparierter Inlinerschlauch wird in das defekte Rohr eingebracht. Heißes Wasser läuft durch den Schlauch und bringt die Harzschicht zur Reaktion. 90 Minuten später ist sie so fest, dass die Sanierung des speziellen Kanalabschnitts beendet ist. Es müssen durch den Fräsroboter nur noch die bei diesem Vorgang verklebten Einläufe im Rohr vorsichtig geöffnet werden.

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