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Abfallreduzierung Verpackungsmaschinen, die Verpackung sparen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Ein vielversprechender Weg zur Abfallreduzierung ist ein von vornherein sparsamer Materialeinsatz. Zwei Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben neue Technologien entwickelt, die große Mengen Verpackungsmaterial einsparen können. Das Webvideomagazin des VDI Zentrums Ressourceneffizienz hat die beiden porträtiert.

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Plastikmüll gibt es mehr als genug auf dieser Welt. Zwei Unternehmen haben deshalb einfache Methoden entwickelt, mit denen der Verpackungsmüll auf bis zu 25 % reduziert werden soll.
Plastikmüll gibt es mehr als genug auf dieser Welt. Zwei Unternehmen haben deshalb einfache Methoden entwickelt, mit denen der Verpackungsmüll auf bis zu 25 % reduziert werden soll.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Jedes Jahr werden große Mengen an Kunststoff für Verpackungen verwendet. Zwei neue Verfahren haben das Potenzial, den Materialverbrauch signifikant zu reduzieren. Das zeigt der neue Film „Weniger ist mehr – Verpackungsmaschinen, die Verpackung sparen“ des Webvideomagazins „Ressource Deutschland TV“.

Banderole hält lose Ware zusammen und spart Verpackung

Die neu entwickelte Verpackungsmaschine der Project Automation & Engineering GmbH aus Kranenburg befestigt PET-Flaschen mit einer Banderole anstatt mit einer herkömmlichen Schrumpffolie. Durch ein Luftvakuumtransportsystem werden die Banderolen mit einer großen Zugspannung befestigt, was für die notwendige Stabilität sorgt. Diese ressourceneffiziente Variante soll nur noch 25 % des Materials benötigen, das für eine gewöhnliche Umverpackungsfolie eingesetzt werden müsste. Der Energieverbrauch kann laut dem Unternehmen mit diesem Verfahren sogar auf ein Zehntel reduziert werden. Neben PET-Flaschen eignet sich das Prinzip auch als Verpackungsalternative für lose Ware wie Tüten oder Holzbriketts.

Kurzfilm „Weniger ist mehr – Verpackungsmaschinen, die Verpackungsmaterial einsparen“

Präzisere Erhitzung der Folien reduziert den Materialverbrauch

Die Watttron GmbH, ein sächsisches Start-up, setzt bei ihrer Verpackungsmaschine auf ein intelligentes Matrixheizsystem. Bei der patentierten Cera-2-Heat-Technologie wird die Kunststofffolie zwischen Keramikplatten erhitzt, die mit Heizspiralen bestückt sind. Eine individuelle Temperierung der einzelnen Wärmefelder erlaubt eine präzisere Erhitzung der Folien, sodass der Kunststoff effizienter ausgeformt werden soll. So sollen Material- und Energieeinsparungen um 20 % möglich sein. Die Entwicklung richtet sich vor allem an Verpackungsmaschinenhersteller und -betreiber, denn die alten Maschinen lassen sich auf die neue Technologie umrüsten. Die Fläche der Matrixheizung ist auf eine Größe von bis zu 1 m2 erweiterbar und kann sich somit auch für die ressourcenschonende Herstellung größerer Kunststoffteile anbieten.

„Das ressourceneffizienteste Material ist dasjenige, das gar nicht erst eingesetzt werden muss, wie die beiden Best-Practice-Beispiele zeigen“, sagt Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI Zentrums Ressourceneffizienz. „Die Technologien und Verfahren sollen anderen Betrieben als Motivation dienen, sich die Frage zu stellen, wie im eigenen Unternehmen ressourceneffizienter produziert werden kann.“ (kj)

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