Zero Emission VDE-Studie: Was nach dem Verbrennungsmotor kommt

Redakteur: Katharina Juschkat

Im Sinne der Klimaschutzziele ist Zero Emission das Gebot der Stunde. Die aktuelle VDE-Studie analysiert, welche Antriebe uns in zehn Jahren fortbewegen. E-Mobilität ist dabei nicht allein die Lösung.

Wie müssen die Antriebskonzepte in Zukunft aussehen, um eine emissionsfreie Mobilität umzusetzen?
Wie müssen die Antriebskonzepte in Zukunft aussehen, um eine emissionsfreie Mobilität umzusetzen?
(Bild: ©envfx - stock.adobe.com)

Der VDE hat eine neue Studie zur Zukunft der Antriebskonzepte im Kontext von Zero 2050 und Green Deal vorgestellt. Das Ergebnis: Sowohl batterieelektrische Antriebe, Brennstoffzellen-Antriebe aber auch E-Fuels werden in Zukunft die Straßen bestimmen. Darüber hinaus nennt die Studie fünf entscheidende Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen.

Wie setzt sich das Antriebsportfolio 2030+ zusammen?

Das Antriebsportfolio 2030+ für den Straßenverkehr setzt sich laut Befragten aus Politik und Wirtschaft wie folgt zusammen: batterieelektrischer Antrieb im PKW-Sektor, Batterie- und Brennstoffzellen-Antrieb im gewerblichen Güter- und Schwerlastverkehr (je nach Anwendungsfall) und E-Fuels für Bestandsfahrzeuge und als Nischentechnologie für Oldtimer und Motorsportautos.

5 Erkenntnisse für die Antriebe der Zukunft

  • 1. Das Ziel „Zero Emission“ – keine Emissionen – kann nur erreicht werden, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten. Deshalb sollte der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft intensiviert und ein Forum für konstruktiven Austausch aufgebaut werden.
  • 2. Der Umbau auf lokal emissionsfreie Mobilität muss in der Anfangsphase technologieoffen und nutzerorientiert unterstützt werden: Das gilt für die Infrastruktur, aber auch für die nötigen serienreifen Fahrzeuge.
  • 3. Die Politik muss klare Pläne definieren, damit Unternehmen zukunftssicher in neue Technologien investieren können.
  • 4. Klimafreundliche Mobilität muss auch aus Deutschland kommen, hier muss sich der Wirtschaftsstandort gegen die USA und China durchsetzen. Deshalb braucht es Förderprogramme und eine enge Absprache zwischen Politik und Wirtschaft zu Förderprogrammen.
  • 5. Um klimafreundliche Antriebe durchzusetzen, muss vor allem in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz herrschen. Deshalb braucht es geeignete Konzepte für Stadt und Land und eine herstellerunabhängige Kommunikationsoffensive, die eine positive Aufbruchstimmung für die Wende zu lokal emissionsfreier Mobilität in der Bevölkerung erzeugt.

Im Fokus der Studie

Welche Erwartungen haben Politik und Wirtschaft an Antriebstechnologien? Und wie kann Deutschland seinen Spitzenruf als Technologienation halten, Arbeitsplätze sichern und die Bevölkerung mitnehmen? Für die Studie hat der VDE die Einschätzung und Erwartung von Meinungsführern aus der Politik und Wirtschaft eingeholt. Die politischen Vertreter stammten aus der CDU, Grüne, SPD und FDP, die Wirtschaftsvertreter waren Autohersteller, OEMs, Zulieferer und Energieversorger. Das gemeinsame Ziel: Zero Emissions.

Laut der VDE-Studie könnte so der Antriebsmix der Zukunft aussehen.
Laut der VDE-Studie könnte so der Antriebsmix der Zukunft aussehen.
(Bild: VDE)