Formoptimierung Von der Faulpelzecke zum Zugkegel

Aktualisiert am 11.09.2023 Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Claus Mattheck, Dr. Klaus Bethge 1 min Lesedauer

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Unter dem stumpfen Schwert: Wie Wirbel aus Faulpelzecken einen Zugkegel erschaffen, welche Rolle die Kraftkegelmethode spielt und was das für die Optimierung von Bauteilen bedeutet, zeigen Experten vom KIT hier.

Unter dem stumpfen Schwert: Wie Wirbel aus Faulpelzecken einen Zugkegel erschaffen.(Bild:  Mattheck)
Unter dem stumpfen Schwert: Wie Wirbel aus Faulpelzecken einen Zugkegel erschaffen.
(Bild: Mattheck)

Eine zähelastische Probe, entnommen aus einem Karateschlagpolster, wird durch eine stumpfe Schneide senkrecht belastet und extrem deformiert. Dabei bilden sich zwei ausgeprägte elastische Wirbel beidseitig der Schneide. Die anfangs unbelasteten oberen Faulpelzecken werden dadurch einwärtsgedreht und somit wieder zu tragenden Elementen resozialisiert. Sie bilden schließlich einen Zugkegel über der Schneidkraft. Die finale Deformationsfigur lässt sich mit der Kraftkegelmethode verstehen.

Dies wird hier mittels selbsterklärender Abbildungen aufgezeigt:

Bildergalerie

Fazit:

Wirbel in festen Körpern können bei großen Deformationen bislang unbelastete Bereiche als Lastträger aktivieren. Diese Erkenntnisse könnten auch bei Belastung freier Oberflächen unter schräger und tangentialer Last greifen [2].

Tipp

Mehr Informationen zu Büchern und Seminaren finden Sie auf:

www.mattheck.de

Literatur:

[1] Mattheck C, (2017), Die Körpersprache der Bauteile – Enzyklopädie der Formfindung nach der Natur, Karlsruher Institut für Technologie

[2] Mattheck C, Greiner C, Bethge K, Tesari I, Weber K. The Force Cone Method Applied to Explain Hidden Whirls in Tribology. Materials. 2021; 14(14):3894. https://doi.org/10.3390/ma14143894

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Das könnte Sie auch interessieren – weitere Beiträge von den Formoptimierungs-Experten:

* Prof. Dr. Claus Mattheck, Distinguished Senior Fellow, und Klaus Bethge, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, KIT Karlsruher Institut für Technologie, Institut für Angewandte Materialien, Karlsruhe.

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