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Schweißen Ultraschall-Schweissgerät verbindet Kunststoffwerkstoffe

| Redakteur: Juliana Schulze

Herrmann Ultraschalltechnik hat einen Antrieb für Ultraschall-Schweissgeräte entwickelt, der das Verbinden von Kunststoffwerkstoffen ermöglicht. Das ist das Ergebnis eines durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördertes Projekt.

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Bereits 2010 wurde ein Prototyp des Fluidantriebs für Ultraschall-Schweissmaschinen auf der Hannover Messe vorgestellt. (Bild: Herrmann Ultraschalltechnik)
Bereits 2010 wurde ein Prototyp des Fluidantriebs für Ultraschall-Schweissmaschinen auf der Hannover Messe vorgestellt. (Bild: Herrmann Ultraschalltechnik)

Bereits 2010 wurde ein Prototyp des Fluidantriebs für Ultraschall-Schweissmaschinen auf der Hannover Messe vorgestellt. Inzwischen ist das System marktreif. "Die Idee wurde schon vor zehn Jahren geboren. Doch damals reichten unsere Ressourcen nicht aus, um das ehrgeizige Projekt anzugehen", so Produktmanager Volker Aust. "Erst durch die ZIM-Förderung wurde die Realisierung möglich." Heute ist das in Karlsbad ansässige Ultraschall-Unternehmen Alleinanbieter der neuartigen Technologie. "Die Anfragen an den Vertrieb sind bereits um 15 bis 20 Prozent gestiegen", freut sich Aust. "Wir hoffen, dass binnen Jahresfrist auch der Umsatz in dieser Größenordnung anwächst." Drei neue FuE-Arbeitsplätze seien bereits entstanden.

Mittelständler bis 250 Mitarbeiter sind antragsberechtigt

Für einzelbetriebliche Entwicklungsprojekte wie dieses ist die Programmkomponente ZIM SOLO zugeschnitten. Allein auf dieses Modul entfielen nach Angaben des Projektträgers EuroNorm rund 430 Millionen Euro und 4.000 Projekte. "Manche Unternehmen wissen noch nicht, dass bundesweit Mittelständler bis 250 Mitarbeiter ohne Technologie- und Brancheneinschränkung antragsberechtigt sind – aber auch deutlich kleinere Unternehmen und Handwerksbetriebe", erläutert EuroNorm-Geschäftsführerin Claudia Herrmann-Koitz. Das Programm sei bei der Wirtschaft besonders wegen der einfachen, jederzeit möglichen Antragstellung und des schnellen Bewilligungsverfahrens beliebt. Erstinformationen seien kostenfrei telefonisch unter 030 97003-043 abrufbar.

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Erfolg mit ZIM-geförderten Unternehmensnetzwerken

Insgesamt erhielten bislang mehr als 13.000 ZIM-Projekte eine Förderzusage. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat dafür rund 1,7 Milliarden Euro in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse bewilligt. Das in Europa einzigartige Förderinstrument für den Mittelstand unterstützt neben einzelbetrieblichen Projekten und der Kooperationsforschung (KOOP) auch Unternehmensnetzwerke (ZIM NEMO). Unter den aktuell rund 150 NEMO-Netzen ist der Maschinenbau stark vertreten. Ein sehr erfolgreiches ist das in Wismar angesiedelte COMPONET, das auf Innovationen durch Compound-Bauweise für die verarbeitende Industrie und den Maschinenbau zielt.

NEMO-Programm hilft Wirtschaft neu zu vernetzen

In Teamwork von 17 Netzwerkpartnern geht es um das Zusammenfügen unterschiedlicher Werkstoffe wie Holz, Kunststoff und Metall mit dem Ziel, Verbundmaterialen mit ganz neuen Eigenschaften zu kreieren. Die Netzwerker wirken mit elf weiteren kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen an insgesamt 21 Forschungsthemen zusammen und erhielten dafür bislang 3,9 Mio. Euro Fördergelder aus dem ZIM-Etat. "Das NEMO-Programm hat geholfen, die Wirtschaft besonders im Osten Deutschlands neu zu vernetzen", lobt Netzwerkmanager Eckhard Mazewitsch die Mittelstandsförderung. "Hier werden mit relativ wenig Geld viele Effekte ausgelöst." Allein bei COMPONET sollen am Ende des Förderzeitraums 13 neue Spezial-Arbeitsplätze und fünf Millionen Euro Umsatzerhöhung herauskommen. Das ursprünglich für die neuen Länder entwickelte Netzwerkmodell gilt seit 2008 nun auch bundesweit." (jus)

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