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Erfahrungen aus dem Maschinenbau genutzt
Beide Bauteile – Flanschlager und Gleitlager – würde man nicht unbedingt in einem Flugzeug vermuten. Sie stammen aus dem Konstruktionsbaukasten der igus GmbH, der im gesamten Maschinenbau weit verbreitet ist. Genau dort hat Jürgen Ostermeier die Komponenten auch kennengelernt, denn bevor er sein Hobby zum Beruf machte, war er im Maschinenbau tätig und kennt daher die High-Tech-Polymergleitlager von igus.
Die Verbindung der Bugradaufhängung mit dem Rumpf hat Jürgen Ostermeier mit zwei igubal-Flanschlagern vom Typ KFSM realisiert, bei der Führung des Tauchrohrs kommen iglidur J-Gleitlager zum Einsatz. Beide Bauteile werden aus tribooptimierten Hochleistungs-Kunststoffen mit inkorporiertem Schmierstoff gefertigt, die gleichermaßen verschleißfest, wartungsfrei und montagefreundlich sind.
Jedes Gramm zählt für ein Ultraleichtbauflugzeug
Entscheidend ist aber eine weitere Eigenschaft: Da die hochbeanspruchbaren igus-Lager aus Kunststoff gefertigt werden, sind sie extrem leicht – und beim Bau eines Ultraleichtflugzeugs zählt buchstäblich jedes Gramm.
Deshalb sind die Gleitlager aus iglidur an zahlreichen Lagerstellen des SpeedCruisers verbaut. Einige sind bestens sichtbar – zum Beispiel die kleinen Gelenkköpfe der Baureihe KBRM, die ebenfalls an der Bugradaufhängung zum Einsatz kommen und den Gleichlauf von Innen- und Außenrohr sicherstellen, wenn der Pilot auf dem Rollfeld lenkt.
Landeklappenantrieb: Gegen den Wind
Auch wenn der Pilot die Landeklappen betätigt, leisten igus-Lager Unterstützung. Die Antriebswelle wird von einem Spindelmotor getrieben, der hohe Kräfte aufbringen muss, weil er die Klappen gegen den Wind verstellt. Die Welle stützt sich auf igubal-Flanschlagern der Baureihe EFSM ab und wird auch von igus-Lagern geführt.
Quer durch die Zelle verläuft ein stabiles Querrohr, an dem die Sitze quasi aufgehängt werden. Jürgen Ostermeier: „Bei einer unsanften Landung müssen das Rohr und seine Lagerung Kräfte aufnehmen, die dem Mehrfachen des Körpergewichtes der beiden Insassen entsprechen.“ Dieses Rohr wird durch ein igus-Flanschlager mit der CFK-Zelle verbunden.
Von einer anderen Lagerstelle bleibt zu hoffen, dass sie im Flugbetrieb niemals hohe Kräfte aufnehmen wird. Ultraleichtflugzeuge sind mit einem Rettungsfallschirm ausgerüstet, der im Notfall pyrotechnisch „gezündet“ wird. Im SpeedCruiser SC 07 ist der Fallschirm an zwei Rohren in der Zelle eingehängt. Ostermeier hat sich hier für die Stehlager-Baureihe KSTM mit drehbarer wartungsfreier Kalotte entschieden, die einen sphärischen Ausgleich ermöglicht. Somit kann man den Fallschirm – der in vorgeschriebenen Zeiträumen neu „gepackt“ werden muss – bei Wartungsarbeiten einfacher ausbauen. (Bedienelemente: Immer gut gelagert)
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