Formula Student

TU München und KIT sind Sieger der Formula Student Germany 2016

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Neue Herausforderung 2017: FSG goes driverless

(Bild: VDI)

Ab dem kommenden Jahr liegen neue Herausforderungen vor den Teams: Die Wettbewerbsklasse Formula Student Driverless (FSD) wird eingeführt. Um zu starten, müssen die Studierenden einen Rennwagen entwickeln, der ohne Fahrer im autonomen Modus oder mit Fahrer im manuellen Modus fahren kann. Grundlage kann ein Fahrzeug aus den Jahren 2014, 2015 oder 2016 sein, das umgebaut wird. So soll sichergestellt werden, dass es den technischen Anforderungen einer der beiden bereits bestehenden Wettbewerbsklassen entspricht.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

In diesem Jahr waren die Teams bereits aufgerufen, ihre Konzepte für die FSD vorzustellen. Beim ausgeschriebenen Formula Student Driverless Concept Award wurde das Team UAS Zwickau für seine Ideen ausgezeichnet, die Teams der Technischen Unis Darmstadt und München belegten mit ihren Konzepten den zweiten und dritten Platz. Einige der studentischen Ideen wurden in das kürzlich veröffentlichte offizielle Reglement aufgenommen, das nun für alle Wettbewerbe weltweit gültig ist.

Trend zum autonomen Fahren erkannt

„Wir sind bei der Einführung der neuen FSD schnell, international und realistisch“, führt Ludwig Vollrath aus. Er ist im FSG-Board für internationale Beziehungen zuständig und von Beginn an beim Event am Hockenheimring dabei. „Wir haben den Trend zum autonomen Fahren frühzeitig erkannt und können somit den Nachwuchs für ihre berufliche Karriere in der Industrie fit machen.“ Damit führt die Formula Student zum zweiten Mal nach der Einführung der Elektromotoren 2010 eine neue Wettbewerbsklasse ein. Wichtig sei den Organisatoren, dass sie den Teams die Möglichkeit bieten, sich in einem sicheren Umfeld realistisch mit den Anforderungen des autonomen Fahrens beschäftigen zu können.

Wie gut kommt die Idee zum neuen Wettbewerb an? 2016 gab es schon den weltweit ausgeschriebenen Formula Student Driverless Concept Award, zu dem 30 Konzepte eingereicht wurden. „Die Einreichungen übertrafen unsere Erwartungen “, sagt Julian Göbel aus dem Organisationsteam der FSD. „Die Resonanz zeigt uns, dass das Thema die Studierenden beschäftigt und interessiert. Ich bin gespannt, wie viele Autos wir im nächsten Jahr an der Startlinie sehen werden.“

Von Anfang an bei der FSD dabei sein möchte das TU Darmstadt Racing Team (DART). „Wir haben unser elftes Auto entwickelt und sind bereits in beiden Wettbewerbsklassen gestartet. Für uns ist es spannend, bei der Einführung der neuen Klasse direkt zu starten. Unsere Mannschaft hat dieses Jahr einen großen Anteil von Informatikern, deshalb haben wir uns besonders über die Herausforderung gefreut“, erklärt Annemike Unterstütz vom Darmstädter Team. Der Einsatz hat sich gelohnt, das Team erreichte beim Formula Student Driverless Concept Award souverän den zweiten Platz. (kj)

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:44227087)