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Pecelecs für Pendler auf mittleren Strecken
Die Flexibilisierung der Arbeit ist schon seit einiger Zeit in vollem Gange, nicht nur in Deutschland, sondern in allen entwickelten Ländern. Arbeitszeiten werden gleitender und länger, der Effizienzdruck höher und die räumliche Unabhängigkeit dank mobiler Arbeitsgeräte immer größer. Der Dienstleistungssektor wächst kontinuierlich. Produktionen kommen langsam nach Europa zurück. Das Arbeitsangebot sinkt dort allerdings auf Grund von Automatisierung massiv.
Immer mehr Fahrten lassen sich dank der Tendenz zur Vernetzung über Digitale Medien einsparen. Besonders für Langstrecken ist dieser Trend auf Grund seiner positiven Auswirkungen auf die Umwelt zu begrüßen. Im Nahbereich können hingegen neue Wegemuster entstehen. Für diese Strecken können Elektro-Leichtfahrzeuge (LEVs) eine geeignete Alternative sein. Bis 45km/h schnelle Pedelecs (Pedal Electric Cycles) bieten sich für Pendler auf mittleren Strecken an; Pedelecs für kürzere z.B. für Beschäftigte in der ambulanten Pflege - ein Bereich, der auf Grund des demografischen Wandels ausgebaut werden wird. Besonders bei den Arbeitspendlern sind einfaches Handling und Robustheit der Fahrzeuge wichtig. In einigen Bereichen werden sicherlich neben E-Bikes andere LEVs gefragt sein, die den Nutzeransprüchen weiter entgegen kommen.
Die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts trägt maßgeblich dazu bei, dass sich die soziale Schere immer stärker öffnet. Die sozialen Netze werden schwächer und Arbeitsplätze im unteren Bildungsbereich geringer und schlechter bezahlt. Viele Teile der arbeitenden Bevölkerungen sind schon heute auf Zusatzleistungen vom Staat angewiesen oder haben mehrere Arbeitsstellen. Schön wäre es, wenn auch hier mit Hilfe von E-Bikes bzw. Pedelecs Wege komfortabler gestaltet werden könnten. Das hängt allerdings stark vom angemessenen Fahrzeugpreis ab. Aktuell sind E-Bikes noch recht teuer. Experten halten eine signifikante Preisreduktion für wahrscheinlich – ein Grund sind die sinkenden Batterie-Produktionskosten.
Mobilitäts-Pragmatismus der „Digital Natives“
Spannend sind die Entwicklungen des Mobilitätsverhaltens der jungen Generation – besonders für die Städte. Die Führerscheinprüfung und der anschließende Autokauf sind inzwischen teuer geworden. Zudem wird das Auto als selbstverständliches Alltagstransportmittel wahrgenommen, schließlich hat quasi jeder Haushalt in den entwickelten Nationen mindestens eines. Das hat zur Folge, dass sein Reiz als Status-Symbol bei den Jungen sinkt. Man schwenkt lieber auf Smartphones um. Vorteilhafterweise sind diese neuen Status-Symbole den „jungen“ Budgets angepasster. Nicht, dass dem Auto abgeschworen wird. Wo es keine komfortable Alternative gibt, z.B. auf dem Lande, ist es nach wie vor das Mittel der Wahl und wird wenig hinterfragt. Denn oft steht im Alltag eben nicht der Umweltgedanke in Vordergrund. Vielmehr sind es die finanziellen Mittel.
Den Jungen wird ein pragmatischer Umgang mit Mobilität bescheinigt. Sie nutzen das jeweils ihren Bedürfnissen angemessene Transportmittel. Das E-Bike hat das Potenzial sich zu einer ihrer Optionen zu entwickeln. Sein Komfort, die verglichen zum Fahrrad höheren Geschwindigkeiten, sein geringer Platzbedarf und seine Flexibilität sprechen dafür; zudem kommt es der Tendenz zur Individualisierung entgegen. Wichtig wird vor allem für die „Digital Natives“ die verstärkte Integration von Smartphones etc. sein – kurz: die Digitalisierung der Fahrzeuge. Sicherlich werden besonders hier ganz eigene Anforderungen an Gestaltung, Ergonomie und andere Details gestellt.
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