Wälzlager Timken arbeitet alte Wälzlager wieder neu auf
Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) hat Timken den Auftrag erteilt, alle Radsatzlager, die in den Triebdrehgestellen der Straßenbahnen verbaut sind, zu überholen. Dadurch spart die VGF rund 40 % der Kosten ein, die sonst für neue Lager investiert werden müssten.
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Für die nach ihrer Überholung wieder in Dienst gestellten Lager sollen laut Timken die gleichwertigen Garantiebedingungen wie für ein neues Lager gelten. Das Unternehmen geht davon aus, dass innerhalb von sechs Jahren alle Lagereinheiten instandgesetzt sein werden. Die Lager werden gereinigt, kontrolliert und, falls erforderlich, mit neuen Teilen ausgerüstet. Dabei kommen dieselben Methoden zur Anwendung, die auch für die Produktion eines neuen Lagers gelten. Die komplette Aufarbeitung eines Radsatzlagers nimmt ca. vier Wochen in Anspruch, ist damit also deutlich kürzer als die Zeit, die für die Beschaffung eines neuen Lagers erforderlich ist.
Voreingestellt, geschmiert und abgedichtet
Die Original-Radsatzlager, mit einem Innendurchmesser von 120 mm, sind spezielle Lagereinheiten. Sie bestehen aus einem Außenring, zwei Innenringen, einem Abstandsring, Dichtungen, Wellenstützringen und einer Achsendkappe. Nach der Aufarbeitung kommen die Lagereinheiten voreingestellt, geschmiert und abgedichtet zurück zur VGF und können vom Anwender direkt montiert werden. Pro Fahrzeug sind jeweils acht Einheiten verbaut.
"Timken als Lagerhersteller und Experte für die Lageraufarbeitung bietet einzigartige Perspektiven", erläutert Alexander Gurtner, Manager, Sales Rail Europe, Timken. “Und unsere fundierten technischen Kenntnisse erlauben uns, einen Instandsetzungsservice anzubieten, der Lagern einen zweiten Lebensdauer-Zyklus ermöglicht. Endkunden und Betreiber, die unsere Schienenfahrzeug-Services nutzen, profitieren von einer längeren Lebensdauer der Lager, von niedrigeren Gesamtkosten und kürzeren Lieferzeiten.“ (sh)
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