Zahnriemen Studie bestätigt Vorteile von Riemen gegenüber Ketten
Eine unabhängige Studie der FEV GmbH hat Ergebnisse von ContiTech bestätigt, dass Zahnriemen im Steuertrieb im Hinblick auf CO2-Reduzierung und Fahrkomfort gegenüber Ketten deutliche Vorteile aufweisen.
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Eine unabhängige Studie bestätigt, dass in einem 1,6 l Ottomotor der Riementrieb den Kraftstoffverbrauch um mehr als ein Prozent verringert und bis zu 1,5 g CO2 je Kilometer einspart. Die Untersuchung wurde im Auftrag der Riementrieb-Systemlieferanten Dayco, Gates und ContiTech durchgeführt, um die potenziellen Reibungsvorteile von riemengetriebenen Steuertrieben objektiv zu bestimmen.
Riementrieb reduziert Motorreibung gegenüber dem Kettentrieb
Anhand von Prüfstanduntersuchungen mit einem 1,6 l Reihenvierzylinder Ottomotor hat der unabhängige Motorendienstleister FEV nachgewiesen, dass der Riementrieb die Motorreibung gegenüber dem Kettentrieb um 0,04 bar reduziert. Dies entspricht einem Reibungsvorteil von 30 Prozent. „Aus den Reibungsmessungen haben wir dann die Kraftstoffverbrauchsunterschiede für verschiedene Lastpunkte und für den NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) hochgerechnet“, erläutert Christof Tiemann, Abteilungsleiter Konstruktion der FEV Aachen, bei seinem Vortrag auf dem 17. Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik. Dort wurden die Studienergebnisse Anfang Oktober 2008 vorgestellt.
Im stationären Motorbetrieb wird bei maximaler Belastung durch die verminderte Reibung bei riemengetriebenen Steuertrieben ein Prozent Treibstoff eingespart. Für Fahrten mit 30 beziehungsweise 50 km/h, wie sie im städtischen Bereich vorkommen, liegt der Verbrauchsvorteil bei über einem Prozent. Generell erhöht sich die Treibstoffersparnis mit sinkendem Fahrzeuggewicht.
Zahnriemen vermindert Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß
Der verminderte Kraftstoffverbrauch reduziert laut den Ergebnissen der FEV den CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs der mittleren Gewichtsklasse von 1150 kg um bis zu 1,5 Gramm pro Kilometer. Bei einem Gewicht von 1650 kg sinkt die CO2-Emission um 1,3 Gramm je Kilometer.
Die Ergebnisse der FEV GmbH bestätigen frühere Resultate der ContiTech Power Transmission Group. Der Zahnriemen Conti Green Runner, der Steuerketten im Motor ersetzt, vermindert den Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,2 Liter auf 100 Kilometer und reduziert somit den CO2-Ausstoß je nach Motorgröße um bis zu 3 Gramm je Kilometer.
Der Conti Green Runner erzielt Laufleistungen von 240 000 km und mehr und hat damit seine Tauglichkeit für Motorlebensdauer bewiesen. Gleichzeitig lässt sich die notwendige Riemenbreite reduzieren, so dass der prinzipbedingte Bauraumnachteil des Riemens im Vergleich zum Kettentrieb ausgeglichen wird. „Im Zuge der verstärkten Anstrengungen und gesetzlichen Vorhaben zum Reduzieren von CO2-Emissionen von Verbrennungsmotoren werden europäische Automobilhersteller diese Vorteile verstärkt nutzen und die nächste Motorengeneration wieder häufiger mit Riemen anstatt mit Ketten ausstatten“, erklärt Hermann Schulte, Leiter Entwicklung Riementriebsysteme der ContiTech Power Transmission Group.
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