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Stromversorgung

Stromversorgungen kommunizieren schnell und sicher mit OPC UA

| Redakteur: Sandra Häuslein

Die Stromversorgungen Sitop PSU8600 und Sitop UPS1600 von Siemens sind jetzt mit dem offenen Kommunikationsstandard OPC UA ausgestattet. Die Schnittstelle soll einen plattformunabhängigen Datenaustausch sowie eine nahtlose Kommunikation mit Third-Party-Anwendungen ermöglichen.

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Das Stromversorgungssystem Sitop PSU8600 von Siemens unterstützt den offenen Kommunikationsstandard OPC UA.
Das Stromversorgungssystem Sitop PSU8600 von Siemens unterstützt den offenen Kommunikationsstandard OPC UA.
(Bild: Siemens)

Das Stromversorgungssystem Sitop PSU8600 und die unterbrechungsfreie Stromversorgung Sitop UPS1600 von Siemens unterstützen nun den offenen Kommunikationsstandard OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture). Die offene Schnittstelle für die horizontale und vertikale Kommunikation basiert auf dem Client-Server-Prinzip und soll einen schnellen, herstellerunabhängigen Datenaustausch der Stromversorgungen mit Industrie-PC und Automatisierungsgeräten sowie Third-Party-Anwendungen ermöglichen – auch ohne Profinet. Anwender profitieren laut Siemens von einer hohen Performance bei der Kommunikation, bewährten Sicherheitsmechanismen sowie Skalierbarkeit und Flexibilität bei den Applikationen.

Die Integration des OPC-UA-Servers in der Firmware der Stromversorgungen soll alle Möglichkeiten der Stromversorgungs-Parametrierung und Diagnose durch den OPC UA-Client bieten. Beispielsweise werden Alarmmeldungen sofort abgesetzt und ein Programm oder eine Anwendung kann unmittelbar reagieren. OPC UA ist Siemens zufolge als plattformunabhängigen Kommunikationsstandard von der Steuerungsebene bis hin zur Cloud ein wichtiger Baustein für eine digitalisierte Fertigung.

Stromversorgung in Netzwerk integrieren

Eine effiziente Stromversorgung ist Grundvoraussetzung für jeden Anlagenbetrieb. Denn nur wenn die Versorgungsspannung für die Automatisierung gleichbleibend in der benötigten Qualität zur Verfügung steht, können auch anspruchsvolle Produktionsprozesse aufrechterhalten werden. Mit dem Stromversorgungssystem Sitop PSU8600 ist dem Hersteller zufolge erstmalig eine Stromversorgung in ein Netzwerk integrierbar. Dadurch soll sie eine Vorwarnung bei kritischen Zuständen und demzufolge eine höhere Verfügbarkeit der Anlage ermöglichen. Das modulare System ist bis auf 20 Ausgänge erweiterbar, die individuell einstellbar sind, z. B. der Auslösestrom bei Überlast, die Spannung in einem Bereich zwischen 5 V und 28 V oder programmgesteuertes Ein- und Ausschalten. Durch die Diagnosemöglichkeit der aktuellen Spannungs- und Stromwerte jedes Ausgangs werden beispielsweise die Energieflüsse der Stromversorgung transparent. Puffermodule sollen das System zum Schutz gegen Netzausfall bis in den Minutenbereich erweitern.

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Der offene Kommunikationsstandard OPC UA

Heute gibt es mehr als 4200 Lieferanten, die über 35.000 unterschiedliche Plattformunabhängige Produkte in mehr als 17 Millionen Anwendungen verwendet haben. Um diese Ressourcen besser nutzen zu können, wurde der offene Kommunikationsstandard OPC UA von der OPC Foundation ins Leben gerufen. Ziel des Industriekonsortiums ist es, Datenübertragungsstandards sowie eine sichere und zuverlässige Interoperabilität in der industriellen Automatisierung zu schaffen. Um diese Aufgabe zu meistern, erstellt und verwaltet die OPC Foundation Spezifikationen, sorgt für deren Einhaltung und kooperiert mit branchenführenden Normungsorganisationen.

Die unterbrechungsfreie Stromversorgung UPS1600 mit Ethernet/Profinet-Schnittstelle soll sich zur Pufferung beim Netzausfall bis in den Stundenbereich eignen. Sie kann mit unterschiedlichen Energiespeichern (Blei, Reinblei, Lithium-Eisenphosphat) konfiguriert werden. Über OPC UA können beispielsweise die Pufferzeit sowie der Schwellwert für den Pufferbetrieb parametriert oder Diagnoseinformationen wie Batterieladung oder verbleibende Pufferzeit ausgewertet werden. Die Einsatzgebiete der Sitop-Stromversorgungen reichen laut Siemens von der Automobil-, Nahrungs- und Pharmaindustrie, über die Öl- und Gasindustrie bis hin zum Anlagen- und Sondermaschinenbau für die Fertigungs-, Gebäude- und Prozessautomatisierung. (sh)

Hannover Messe 2017: Halle 9, Stand D35

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