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Stromversorgung

Stromversorgung für den High-End-Bereich

| Redakteur: Sandra Häuslein

Weidmüller hat die neue Stromversorgung Protop für den High-End-Bereich vorgestellt. Aufgrund der neuen DCL-Technologie (dynamic current limiting) soll sie einen sehr guten Dynamikbereich zur zuverlässigen Auslösung von Leitungsschutzschaltern und kraftvollem Motorstart bieten. Zudem verspricht Weidmüller hohe Wirkungsgrade und eine lange Lebensdauer, was Energie sparen und die Anlagenverfügbarkeit erhöhen soll.

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Weidmüller bietet Protop aktuell als 1-phasige Geräte (24 V: 5 A/ 10 A/ 20 A/ 40 A), 3-phasige Geräte sollen folgen.
Weidmüller bietet Protop aktuell als 1-phasige Geräte (24 V: 5 A/ 10 A/ 20 A/ 40 A), 3-phasige Geräte sollen folgen.
( Bild: Weidmüller )

Mit Protop präsentiert Weidmüller seine neuen Stromversorgungsgeräte im High-End-Bereich: Protop stellt laut Hersteller eine Stromversorgung für höchste Ansprüche dar, ist leistungsstark und effizient.

High-End-Stromversorgungen müssen auch in rauer Industrieumgebung der zuverlässigen, dauerhaften und effizienten Versorgung dienen. Dazu bedarf es jederzeit abrufbarer Leistungsreserven, einer langen Lebensdauer und Robustheit gegen Überspannungen, Umgebungstemperaturen oder Vibrationen. Laut Hersteller ist Protop hierfür prädestiniert. Das Stromversorgungsgerät soll sich bei extremen Vibrations- und Temperaturbedingungen wie in Windkraftanlagen einsetzen lassen und ist auch geeignet, wenn platz- und kostensparende Konzepte für redundante Stromversorgungssysteme gefordert sind. Außerdem sollen die Leistungsreserven der neuen DCL-Technologie sowie die hohe Energieeffizienz und Lebensdauer die Anlagenverfügbarkeit erhöhen – dies gilt insbesondere für große Produktionsanlagen, die rund um die Uhr und Tag für Tag betrieben werden. Die Stromversorgungsgeräte runden das Portfolio mit den Baureihen Proeco und Promax nach oben hin ab.

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Anwender erwarten hohe Überlast- und Spitzenstromfähigkeit

Generell erwarten Anwender von einer Stromversorgung im Premium-Bereich eine hohe Überlast- und Spitzenstromfähigkeit, das heißt sie soll zusätzliche Leistungsreserven für hohe Zuverlässigkeit auch bei temporären Überlasten bieten. Hinzu kommen ein sehr hoher Dynamikbereich für stark und schnell pulsierende DC-Lasten, so etwa geschaltete Motorlasten, und eine sehr hohe Spitzenstromfähigkeit (power boost) zur zuverlässigen Auslösung von Leitungsschutzschaltern. Kunden kommen aus der Automobilindustrie, sind Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen oder Betreiber von Offshore-Windkraftanlagen. Ihre Stromversorgungen sollen die Energiekosten und die CO2-Bilanz nachweislich senken, ihre Produktionsanlagen sollen hoch verfügbar sein oder auch an schwer zugänglichen Orten zuverlässig aber platzsparend ihre Dienste verrichten. Protop soll alle diese Anforderungen erfüllen.

Stromversorgungen im Premium-Bereich verfügen heutzutage über einen Power Boost, der sich entweder aus der Kondensatorenergie des Netzgeräts ableitet oder bei dem die Leistungsstufe nach einer fest eingestellten Boost-Zeit auf Normalstrom zurückschaltet. Oftmals steht hierbei lediglich die Auslösung von Leitungsschutzschaltern im Fokus. Die neuartige DCL-Technologie der Protop-Stromversorgungen gestaltet die Boost-Zeit hingegen dynamisch – in Abhängigkeit vom Spitzenstrom. So lösen einerseits – bei einem Kurzschluss – die Leitungsschutzschalter aus (Power Boost von mindestens 600 % für 15 ms) oder es wird andererseits – bei geringeren Überlastströmen – automatisch eine längere Boost-Zeit gewählt. So sollen sich schwierige Lasten besser betreiben lassen. Beispielweise stehen für einen kraftvollen Motoranlauf bei 300 % Anlaufstrom zirka 200 ms Boost-Zeit bereit.

Direkte Parallelschaltung möglich

Die neuen Weidmüller-Stromversorgungssysteme sollen im Gesamtpaket überzeugen. Dazu zählt auch der erstmalig integrierte O-Ring Mosfet. Er gestattet die direkte Parallelschaltung von Stromversorgungen (n+1 Redundanz) und macht ein kostenträchtiges Dioden- oder Redundanzmodul entbehrlich. Vier Betriebsarten lassen sich einstellen: Dauerkurzschlussbetrieb, Kurzschlussbetrieb mit Abschaltung sowie Einzel- und Parallelbetrieb. Im Parallelbetrieb erzielt Protop eine gute Stromsymmetrierung und Langzeitkonstanz durch abfallende Ausgangskennlinie. Das wählbare Kurzschlussverhalten mit Geräteabschaltung besitzt eine Cut-off-Funktion nach 5 s. Die Cut-off-Funktion soll die Kurzschlussenergie begrenzen und so Kabelüberlastungen oder größeren Schäden an der Last vermeiden. Bei der Anschlusstechnik ist der Anwender flexibel: Verschiedene Anschlüsse sind verfügbar – bei Geräten bis 10 A sind es Push-in-Technologie oder Schraube sowie bei 20-A- bzw. 40-A-Geräten Push-in-Klemmen. Optional lieferbar sind schutzlackierte Leiterplatten, für Baugruppen bei Extremanwendungen, also bei –40 °C oder 100 % Luftfeuchte (nicht kondensierend).

Für unterschiedliche Industriezweige geeignet

Weidmüller bietet Protop aktuell als 1-phasige Geräte (24 V: 5 A/ 10 A/ 20 A/ 40 A), 3-phasige Geräte sollen folgen. Der Eingangsspannungsbereich der 1-phasigen Geräte liegt bei 85…277 V AC, 300 V AC für 15 s. Ihr Wirkungsgrad beträgt bis zu 95 %. Die Lebensdauer der Protop ist auf > 10 Jahre bei 25 °C angelegt, mit einer MTBF von > 750.000 Std. Die Baubreiten der 24-V-Geräte beträgt bei 5 A = 35 mm, 10 A = 39 mm, 20 A = 68 mm und bei 40 A = 124 mm.

Die High-End-Geräte sollen viele Industriezweige adressieren, so zum Beispiel Applikationen im Maschinenbau oder in der Energieversorgung. Typische Industriesegmente im Maschinenbau sind Werkzeug- und Holzbearbeitungsmaschinen, Produktionsanlagen in der Automobilindustrie oder Verpackungs- und Abfüllanlagen. Im Energiebereich sind es die Segmente Windenergie, Kraftwerkstechnik, Umspannwerke und intelligente Stromnetze. (sh)

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