Elektromobilität StreetScooter: Ein bezahlbares Elektromobil
Die RWTH Aachen hat mit dem StreetScooter ein Elektro-Fahrzeug entwickelt, das einen neuen Ansatz einer ebenso bezahlbaren wie umweltfreundlichen E-Mobilität bietet.
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Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker vom Lehrstuhl für Produktionsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) entwickelt in enger Kooperation mit der mittelständischen Industrie, mit Designern, Entwicklern und Konstrukteuren eine neue Form von Elektrofahrzeug. Das Konzept umfasst ebenso innovative Fahrzeugideen und Produktionsweisen wie neuartige Wege des Batteriemanagements und der -finanzierung. Rund 5.000 Euro plus Batterieleasing soll das E-Mobil made in Aachen kosten, wenn es nach einer Kleinserie von 2.000 Exemplaren in die Serienproduktion geht.
Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandortes Deutschland steigern
„Unser Ziel ist es, eine weitere Facette der Elektromobilität zu verdeutlichen, die bislang kaum berücksichtigt wurde“, fasst Professor Kampker die grundsätzliche Ausrichtung des Projekts zusammen. „Einerseits beziehen wir gezielt mittelständische Firmen ein und qualifizieren sie durch die Mitarbeit im Konsortium für hochkomplexe Entwicklungs- und Produktionsschritte. Andererseits bereiten wir das gewonnene Wissen aus diesem Projekt für die gesamte Wirtschaft auf, also auch für die großen Automobilhersteller, die davon profitieren können“, schildert der Geschäftsführer der StreetScooter GmbH. Aus seiner Sicht wird dadurch insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandortes Deutschland gesteigert.
Entwicklungsprozess wissenschaftlich begleiten und aufarbeiten
Dafür testen alle beteiligten Unternehmen und Forschergruppen auf einer offenen Technologieplattform die Rahmenbedingungen einer markenlosen Fahrzeugentwicklung. Die Spannbreite reicht dabei von der ersten Ideengenerierung bis hin zur konkreten Produzierbarkeit. „Damit lässt sich der gesamte Entwicklungsprozess wissenschaftlich begleiten und aufarbeiten“, so Professor Kampker. Die Durchgängigkeit der Forschung bis hin zur Fertigung ist für den Maschinenbauer ein ganz wichtiges Element: Dadurch ist nicht nur gewährleistet, dass die gesamte Prozesskette in allen ihren Facetten und gegenseitigen Beeinflussungen durchdrungen wird. Die wissenschaftliche Durchdringung befähigt darüber hinaus die Partner zu wettbewerbsfähigerem Denken und Handeln. Und stellt die Verbreitung des Wissens für die gesamte Industrie sicher. „Mit anderen Worten: Wir betreiben hier eine Qualifizierung des Mittelstandes, indem wir das technologische Rüstzeug für den Automobilbau der Zukunft mit ihm entwickeln“, so Kampker.
Es gibt drei Varianten der Teilnahme an dem Projekt:
- Die Firmen können sich als Mitgesellschafter mit finanziellem Einsatz einbringen und dafür neben der konkreten Kooperation auch an der Projektgestaltung mitwirken.
- Die Unternehmen können mit Teilprojekten einsteigen, die passgenau dort in den Gesamtprozess eingebunden werden, wo die Kompetenzen des Konsortialpartners liegen.
- Die KMUs können mit einzelnen Aufgaben und Fragestellungen kleineren Umfangs auf zeitlich befristeter Basis einsteigen.
Teil 2: StreetScooter ist anders als die bisherigen Elektrofahrzeuge
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