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Fluganzug Start-up baut flugfähigen Iron-Man-Anzug

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das Start-Up-Unternehmen Gravity konstruiert einen funktionsfähigen „Iron Man“-Fluganzug, mit dem einzelne Personen fliegen können. Der Anzug soll den Flugverkehr revolutionieren.

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Ganz so stylisch wie im Film ist der Anzug nicht – aber er verfügt z.B. auch über ein Head-Up-Display, das wichtige Indikatoren wie Kraftstoffstand und Motorbetrieb darstellt.
Ganz so stylisch wie im Film ist der Anzug nicht – aber er verfügt z.B. auch über ein Head-Up-Display, das wichtige Indikatoren wie Kraftstoffstand und Motorbetrieb darstellt.
(Bild: Iron Man in Hong Kong / roy so / BY 2.0)

Das Start-Up-Unternehmen Gravity hat einen Fluganzug konstruiert, mit dem man mithilfe eines Düsenantriebs ähnlich wie in dem Hollywood-Blockbuster Iron Man fliegen kann. Dahinter steht Unternehmer und Erfinder Richard Browning, der das Projekt ins Leben gerufen hat.

Die Projektidee baut auf die „Human2.0“-Prinzipien auf – also die Vermischung des menschlichen Körpers mit Technik, um ihn zu verbessern. Der Fluganzug Daedalus will den menschlichen Geist und Körper nutzen und erweitern, um die neue Art der Luftfahrt zu ermöglichen. Technisch umgesetzt hat der Träger des Anzugs vier miniaturisierte Gas-Turbinen-Motoren für die Arme und zwei für die Hüften, die das Körpergewicht der Person tragen soll.

Head-Up-Display zeigt Umgebung und wichtige Daten an

So sieht der Fluganzug bisher aus. Die vier Gas-Turbinen-Motore an den Armen und der Hüfte tragen eine Person.
So sieht der Fluganzug bisher aus. Die vier Gas-Turbinen-Motore an den Armen und der Hüfte tragen eine Person.
(Bild: RS Components)

Der Anzug ist Wi-Fi-fähig und verfügt über ein Head-Up-Display, hergestellt von Sony Smart Eyeglass, das wichtige Sicherheits- und Leistungsindikatoren, einschließlich Kraftstoffstand und Motorbetrieb, darstellen kann. Es ermöglicht auch ein Live-Daten-Streaming aus dem Anzug für die Bodenüberwachung.

Die Konstrukteure arbeiteten 12 Monate an der Entwicklung des Daedalus-Anzugs. Auch Testflüge fanden in dieser Zeit statt und die Systementwicklung, die der Einreichung als Technologie-Patent vorausgehen.

Mehr als reine Spielerei

„Dies ist ein wichtiger Punkt in der Luftfahrtgeschichte“, resümiert Firmengründer Browning. „Daedalus ist der Anfang einer Schlüsseltechnologie, die ein unbegrenztes Potenzial für Luftfahrt, Handel und Anwendungen im Bereich des Entertainments hat.“

Das Projekt werde von vielen mit Tony Stark verglichen, dem Hauptcharakter des Superheldenfilms „Iron Man“, der einen fliegenden Anzug besitzt. Erfinder Browning sieht jedoch mehr in ihrer Erfindung als reine Spielerei: „Wir meinen es damit ernst, ein Technologie-Business aufzubauen, das die Welt verändert. Wir stehen erst am Anfang dessen, was Ein-Personen-Antriebssysteme leisten können. Die Technologie befindet sich heute dort, wo das Mobiltelefon in den frühen bis Mitte der 80er Jahre war – und ich muss sagen, es ist phänomenal spannend.“

Der Distributor RS Components unterstützte Gravity bei der Entwicklung durch die Bereitstellung von Tools, Komponenten und Wissen. (kj)

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