Profilschienenführung Spielfrei in Form gebracht: Profilschienenführungen
Profilschienenführungen aus Stahl sind der Ausstellungsschwerpunkt von Dr. Tretter auf der Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau vom 14. bis 15. Mai in Augsburg. Dazu gehören die zweireihigen Miniaturführungen, die im Standard aus Edelstahl sind, sowie die vierreihigen Standardführungen aus Wälzlagerstahl.
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Profilschienenführung Die Miniaturführungen von Dr. Tretter besitzen zwei umlaufende Kugelreihen. Die Laufbahnen sind im gotischen Profil geschliffen. Dadurch ergibt sich für die Kugel ein Vierpunkt-Kontakt. Das System lässt sich somit in jeder Richtung gleich belasten. Durch die Konstruktion können auch größere Kugeln verbaut werden, was das Führungssystem noch belastbarer macht und ein höheres Quermoment zulässt. Die Schienen sind außerdem so gestaltet, dass – im Vergleich zu Mitbewerbern – eine größere Querschnittsfläche entsteht. Um die Steifigkeit der Führungen zu erhöhen oder um sie spielfrei zu machen, sind sie je nach Anforderung mit entsprechenden Vorspannungen erhältlich. Bei nicht beengten Einbauverhältnissen werden auch die klassischen vierreihigen Profilschienenführungen eingesetzt.
In Spritzgießwerkzeugen mit Schiebern für Hinterschneidungen werden meist vorgespannte Miniaturführungen eingesetzt. Die Praxis zeigt auch, dass überwiegend Miniaturführungen mit breiter Schiene eingebaut werden.
Werkzeugbauer setzen dagegen aber immer noch häufig auf Gleitführungen. Weil diese jedoch nicht spielfrei sind, kann sehr leicht ein kleiner Spalt an den Übergängen zum Schieber auftreten. Dadurch entstehen Grate an den Werkstücken. Mit den spielfreien Miniaturführungen von Dr. Tretter lässt sich das vermeiden oder zumindest stark reduzieren. Verarbeiter sparen kostbare Zeit für das Nachbearbeiten der Bauteile. Das ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Ein weiteres Anwendungsfeld ist die Verkettung von Stufenwerkzeugen beispielsweise bei Pressen. Dabei werden Führungselemente verwendet, um in automatisierten Prozessen Bauteile von Werkzeug zu Werkzeug ohne Zwischenablage zu transportieren. Bei Pressenfeedern nutzen Werkzeugbauer häufig zylindrische Laufrollen als Führungen. Ist jedoch eine äußerst kompakte Bauweise bei relativ kurzen Hublängen gefordert, insbesondere bei in das Werkzeug integrierten Transfereinheiten, bieten sich Miniaturführungen als wirtschaftliche Lösung an.
In Augsburg zeigt der Hersteller, Importeur und Engineeringpartner weiterhin die Translide, die aufgrund ihrer Bauweise große Parallelitäts- und Höhenabweichungen der Montageflächen zulässt, Laufrollen- und Alu-Schienenführungen sowie einen Ausschnitt aus dem umfangreichen Angebot an Kugelbuchsen. Darüber hinaus sind auch Kugelrollen und Toleranzringe zu sehen. (ud)
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