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VR-Fitness Spielend in virtuellen Welten trainieren

Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Das Fitnessgerät Icaros verbindet Ganzkörpertraining mit virtuellen Welten – für ein Fitnesstraining wie im Flug.

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Gaming vereint mit Training: Mit Icaros fliegt der Sportler durch virtuelle Welten und trainiert dabei den ganzen Körper.
Gaming vereint mit Training: Mit Icaros fliegt der Sportler durch virtuelle Welten und trainiert dabei den ganzen Körper.
(Bild: Icaros / Frommel Fotodesign)

Icaros ist ein Konzept, das der Industrie-Design-Student Johannes Scholl 2010 bei einem Praktikum bei der Münchner Innovation Company Hyve für seine Diplom-Arbeit entwickelte. Zusammen mit seinem damaligen Chef Michael Schmidt entstand die gleichnamige Ausgründung Icaros.

Die erste Idee basierte auf einem Exoskelett mit einer Vielzahl an Servomotoren. Prototyp Nummer drei funktioniert komplett kabellos und benötigt lediglich eine App und eine VR-Brille mit passendem Smartphone.

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Zum Trainieren legt man sich bäuchlings auf das Gerät. Um die Balance zu halten, muss man den Körper auf Spannung halten. Und nun kommt die Virtuelle Realität ins Spiel: Um durch Ringe zu manövrieren oder durch eine animierte Landschaft zu fliegen, muss man ständig in Bewegung bleiben - und das soll sehr anstrengend sein. Dabei gibt drei unterschiedliche Spielmodi: vom Freiflug über Flugrennen durch Ringe bis hin zu „Drohnen abschießen“.

Durch das Zusammenspiel zwischen dem Schlitten, auf dem der Sportler liegt, und der virtuellen Realität soll ein äußerst reales Fluggefühl entstehen.

Zurzeit kommt die kabellose Gear VR von Samsung und Oculus mit S6-Smartphone zum Einsatz. Langfristig denkt Icaros aber über qualitativ hochwertigere Brillen wie HTC Vive oder Oculus Rift nach. Die werden statt von einem Smartphone von einem PC mit Bildern und Strom versorgt. Das würde auch das Handling vereinfachen, da das regelmäßige Aufladen der Smartphone-Akkus so entfällt.

Als einziges elektronisches Bauteil kommt ein kombinierter „Gaspedal“-Controller und Positionssensor am Handgriff zum Einsatz. Die Positionsdaten schickt der Controller nicht nur ans Smartphone, sondern auch an ein Notebook. Letzteres rendert das Bild für die Ausgabe auf einem großen Fernseher – für Zuschauer ohne VR-Brille.

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