Konstruktion Datenpower für Anlagenbauer

Quelle: simus systems GmbH 5 min Lesedauer

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Sondermaschinenbauer Koch Pac-Systeme ist Experte für Entwicklung und Implementierung individueller, modular aufgebauter Blistermaschinen sowie Verpackungslinien. Unter anderem vertraut das Unternehmen auf Lösungen von Simus Systems: Bisher wurden schnelle CAD-Bauteilsuche, hohe Wiederverwendung, treffsichere Kalkulation sowie die Klassifikation und Strukturierung von Materialstämmen erreicht.

In Pfalzgrafenweiler im Schwarzwald entwickelt und produziert Koch Pac-Systeme Blisteranlagen wie diese für die Industrie. Im Einsatz in Konstruktion und Entwicklung sind verschiedene Lösungen von Simus Systems, die mehr Transparenz hinsichtlich der Daten und der Kosten ermöglichen. (Bild:  simus systems GmbH)
In Pfalzgrafenweiler im Schwarzwald entwickelt und produziert Koch Pac-Systeme Blisteranlagen wie diese für die Industrie. Im Einsatz in Konstruktion und Entwicklung sind verschiedene Lösungen von Simus Systems, die mehr Transparenz hinsichtlich der Daten und der Kosten ermöglichen.
(Bild: simus systems GmbH)

Koch Pac-Systeme aus Pfalzgrafenweiler entwickelt seit mehr als 50 Jahren individuelle Verpackungslösungen. Die Produktpalette reicht von Standardmaschinen zur Blisterherstellung und Siegelung bis zu individuellen Sondermaschinen und Verpackungslinien, die alle Prozesse von der automatischen Produktzuführung bis zur Endverpackung abdecken können. Weltweit werden Kunden in den Anwendungsfeldern Konsum und Industrie, Kosmetik und Körperpflege sowie Pharmazie und Medizintechnik von der Anforderungsanalyse und Beratung über Verpackungsdesign, Maschinen-konstruktion und -herstellung bis zu Installation, Inbetriebnahme, Support und Service betreut.

Mit den Werkzeugen von Simus Classmate erreichen die Konstrukteure höhere Effizienz und erhebliche Kosteneinsparungen.

Jürgen Bitzer, Entwicklungsleiter bei Koch Pac-Systeme

Effiziente und kostenbewusste Konstruktion

Etwa jeder siebte der rund 450 Beschäftigten arbeitet in Entwicklung und Konstruktion, seit langem unterstützt von modernen IT-Systemen. Neben dem 3D-CAD-System Solidworks und einer PLM-Lösung gehören seit 2014 auch Module der Software-Suite Simus Classmate von Simus Systems dazu. Classmate Plan etwa leitet von CAD-Modellen automatisch die Arbeitsfolgen der späteren Herstellung ab und ordnet diesen Kosten zu: „Wir können genauere Angebote erstellen, verschiedene Material- oder Konstruktionsvarianten durchspielen und zu erwartende Herstell- oder Beschaffungskosten genauer abschätzen“, sagt Hartmut Kalmbach, Leiter Beschaffung. „Damit haben wir wichtige Fortschritte in Richtung schlanker, flexibler und effizienter Produktentstehung erreicht.“

Weitere Module erleichtern direkt aus der Oberfläche des CAD-Systems heraus das Auffinden vorhandener Bauteile nach vielfältigen, geometrischen und beschreibenden Kriterien. Dadurch werden Bauteile häufiger wiederwendet, Doppelarbeiten vermieden und das aktive Teilespektrum begrenzt. Webbasierte Werkzeuge verbinden den geschilderten Nutzen der schnellen Suche mit jenem der Kosteninformationen für Mitarbeiter in Arbeitsvorbereitung, Einkauf und Service. „Mit den Werkzeugen von Simus Classmate erreichen die Konstrukteure höhere Effizienz und erhebliche Kosteneinsparungen“, berichtet Jürgen Bitzer, Entwicklungsleiter bei Koch Pac-Systeme.

Treffen Sie Simus Systems auf dem Konstruktionsleiter-Forum 2023

Simus Systems ist wieder Partner des Konstruktionsleiter-Forums, das konstruktionspraxis am 19. Oktober in Würzburg veranstaltet. In dem Vortrag „Product Carbon Footprint: Was gefordert wird und wie die Berechnung anhand des 3D-Modells gelingt“ wird Dr.-Ing. Jörg Weißkopf zeigen, wie die Software Simus Classmate Unternehmen dabei unterstützt, den Product Carbon Footprint (PCF) ihrer Produkte nachvollziehbar zu berechnen.

Am 19. Oktober lädt konstruktionspraxis zum zweiten Konstruktionsleiter-Forum nach Würzburg ein.(Bild:  VCG)
Am 19. Oktober lädt konstruktionspraxis zum zweiten Konstruktionsleiter-Forum nach Würzburg ein.
(Bild: VCG)

Die Software basiert auf einer systematischen Analyse von CAD-Modellen und ermöglicht eine automatische Zuordnung von Fertigungsverfahren, Bearbeitungsschritten und Maschinen. Dadurch werden detaillierte und nachvollziehbare Ergebnisse erzielt, insbesondere im Bereich der Bearbeitung. Der Vortrag bietet Einblicke in die Methodik und zeigt auf, wie Unternehmen Emissionen identifizieren und Optimierungspotenziale erkennen können, um ihre Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Konstruktionsleiter-Forum 2023.

Migration auf SAP S/4HANA

Zur Vorbereitung einer Migration des ERP-Systems auf S4/HANA mussten 2021 die Prozesse des Product Lifecycle Managements (PLM) überarbeitet werden. Das vorhandene PLM-System wurde abgelöst, das Engineering Control Center (ECTR) von SAP eingeführt. Einerseits mussten in diesem Rahmen die vorhandenen Prozesse von Simus Classmate an die neue SAP-Lösung angebunden werden; andererseits standen eine Klassifizierung und Überarbeitung der vorhandenen Materialstämme an.

„Die vorhandenen detaillierten Konstruktionsinformationen ließen sich nicht einfach in den allgemeingültigeren SAP-Materialstamm übernehmen“, berichtet Marc Oesterle, Mitarbeiter im Team Business Processes and Applications. Man schaute sich am Markt um und untersuchte verschiedene Lösungen auf Basis des Eclass-Standards. Dabei erwies sich eine Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner als beste Alternative: „Simus Systems konnte das notwendige Maschinenbau-Fachwissen, jede Menge Erfahrung mit Klassifikationsprojekten und schließlich ein Template vorweisen, so dass wir mit der Strukturierung nicht bei Null anfangen mussten“, sagt Oesterle.

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Engineering-Informationen erhalten

Nach der Freigabe des Projekts durch den Lenkungsausschuss im März 2021 wurden die Materialstämme ausgelesen und durch die „Simus Waschmaschine“ gespült: Die Software Classmate Data stellt mächtige Routinen zur Zerlegung, Neugliederung, Formatierung und Vorstrukturierung umfangreicher Mengen von Datensätzen zur Verfügung. So wurden etwa 380.000 Materialstämme klassifiziert. In Folge ließen sich standardisierte Benennungen, beispielsweise „Zylinderschraube ISO4762 M18x15“ für Schrauben, mehrsprachig generieren und für die Migration nutzen.

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Weitere Bearbeitungsschritte folgten in Workshops mit den Fachabteilungen für elektrische und mechanische Konstruktion, Montage und Normung. Das Template von Simus Systems wurde im Verlauf immer weiter kundenspezifisch angepasst und eine Klassenhierarchie aufgebaut. „Wir wollten die vorhandenen, sehr detaillierten Engineering-Informationen aus dem PLM-System nicht verlieren, nur weil der SAP-Materialstamm dafür keine Felder vorsieht“, sagt Oesterle.

Nach einer intensiven Projektzeit von einem guten halben Jahr wurde die neue Klassifizierung mit allen Daten übernommen und in den Alltagsbetrieb eingeführt. Seitdem werden die Materialdaten in S/4Hana verwaltet und mit Simus Classmate synchronisiert. Dort wird die gute Datenqualität in der Beschreibung der Materialstamme aufrechterhalten – was zugleich die schnelle und einfache Auffindbarkeit aller Informationen sicherstellt.

Treffgenaue Kalkulation anhand von CAD-Modellen

Die Module von Simus Classmate integrieren sich nun in SAP ECTR und werden in kleinen Projekten mit Simus Systems ständig weiter ausgebaut. Die Kalkulation liefert eine gute Grundlage für Make-or-buy-Entscheidungen und sogar Lieferanten verlassen sich auf die Ergebnisse: „Zulieferer fragen, was unsere Kalkulation ergeben hat und bieten das betreffende Teil dann mit ihrem Gemeinkostenaufschlag an“, berichtet Marc Oesterle. „Das gleiche gilt für 3D-Druckteile, die wir mit Classmate Plan kalkulieren und im Intercompany-Geschäft von einem anderen Unternehmen der Uhlmann-Gruppe beziehen.“

Mit Classmate Plan haben wir einen sehr genauen Blick gewonnen, was uns ein Bauteil kostet und zu welchem Preis wir es verkaufen können.

Marc Oesterle, Mitarbeiter im Team Business Processes and Applications

Die Kalkulationsprozesse für Baugruppen und die Maschinengestelle wurden kürzlich erweitert, die Rohmaterialermittlung mit Simus Classmate wurde weiter verfeinert: Soll etwa eine Aluminiumteil gefräst werden, berechnet die Software die richtigen Rohteilmaße und schlägt ein Halbzeug aus dem Lagerbestand vor. Wo sich fertige Item-Profile verwenden lassen, anstatt eigene Profile aus dem vollen Aluminium zu fräsen, gibt Simus Classmate nun das richtige Profil und die Länge für das Sägen vor. Solche komfortablen Prozesse tragen erheblich dazu bei, die Herstellungskosten ohne Abstriche an Funktionalität oder Qualität zu begrenzen. „Bei der im Sondermaschinenbereich häufigen Losgröße eins fällt die Berechnung der Bauteilkosten besonders schwer“, sagt Oesterle. „Mit Classmate Plan haben wir einen sehr genauen Blick gewonnen, was uns ein Bauteil kostet und zu welchem Preis wir es verkaufen können.“

Permanente Fortschritte

Als Sondermaschinenbauer strebt Koch Pac-Systeme nach kontinuierlichen Verbesserungen. So haben die Erfahrungen aus der Anwendung der Klassifizierung in SAP S/4HANA zu einer weiten Optimierungsschleife der Materialstämme mit Simus Systems geführt, die erst kürzlich abgeschlossen wurde. Die Erfahrungen aus eineinhalb Jahren Anwendung von SAP S/4HANA konnten so in ein Redesign der Klassen und Merkmals einfließen. Auch dieses Projekt wurde im Rahmen des Projektplans und des Budgets abgeschlossen „Simus Systems unterstützt uns hervorragend in unserem permanenten Veränderungsprozess“, sagt Marc Oesterle. Er verlässt sich gerne auf das Fachwissen und die kommunikativen Fähigkeiten der Berater, wenn es um Klassifizierung oder Herstellkosten geht: „Wir haben ein sehr gutes, partnerschaftliches Verhältnis und können Simus Systems uneingeschränkt weiterempfehlen.“

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