Simulation

Simulationsanwendungen als ausführbare Dateien

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Ein Beispiel für eine kompilierte Simulationsanwendung, wo Anwender ein Rührwerk optimieren können.
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Ein Beispiel für eine kompilierte Simulationsanwendung, wo Anwender ein Rührwerk optimieren können. (Bild: Comsol)

Comsol hat die Version 5.4 der Simulationsumgebung Comsol Multiphysics veröffentlicht. Sie bietet neben zwei neuen Produkten Leistungssteigerungen und zusätzliche Modellierungswerkzeuge.

Der Comsol Compiler ermöglicht die Erstellung von eigenständigen Comsol Multiphysics Apps. Kompilierte Anwendungen enthalten die Comsol Runtime - zum Ausführen ist keine Comsol Multiphysics oder Comsol Server Lizenz erforderlich. Diese Apps können ohne weitere Lizenzeinschränkungen verteilt werden. „Experten können Simulations-Apps mit dem von uns vor einigen Jahren vorgestellten Application Builder erstellen. Ingenieur- und Wissenschaftlerteams wurde damit eine neue Möglichkeit geboten, den Einsatz von Simulation auch auf Nicht-Experten auszuweiten. Etwas später brachten wir den Comsol Server heraus, mit dem Apps über ein Web-Interface bereitgestellt und verwaltet werden können. Mit dem Comsol Compiler bringen wir die Demokratisierung der Simulation nun auf eine neue Ebene, indem wir Experten die Möglichkeit geben, eine App zu einer einzigen ausführbaren Datei zu kompilieren und für eine uneingeschränkte Nutzung zu verteilen. Dies ist ein Freiheitsgrad, den die Industrie bisher nicht kannte“, sagte Svante Littmarck, Präsident und CEO bei Comsol.

„Das Composite Materials Module bietet Modellierungstools für Anwender, die mit Verbundmaterialien arbeiten“, sagte Pawan Soami, Technischer Produktmanager bei Comsol. „Verbundlaminate können aus über einhundert Schichten bestehen, und die Vorbereitung einer solchen Simulation ist ohne spezielle Werkzeuge sehr mühsam. Jetzt bieten wir genau solche Tools an“, führt Soami weiter aus.

Durch die Kombination des Composite Materials Module mit neuen Funktionen für mehrschichtige Schalen, über die das Heat Transfer Module und das AC/DC Module verfügen, können Anwender nun multiphysikalische Analysen wie die Joulesche Erwärmung mit thermischer Ausdehnung ausführen.

Multiphysikalische Modellierungsfähigkeiten

„Durch die Möglichkeit, strukturmechanische Analysen in Schichten mit Wärmetransport und Elektromechanik zu koppeln, stehen Anwendern nun einzigartige multiphysikalische Modellierungsfähigkeiten zur Verfügung“ sagt Nicolas Huc, Technischer Produktmanager bei Comsol. Eine wichtige Anwendung der multiphysikalischen Analyse in Schichtwerkstoffen ist die Beherrschung der Auswirkungen von Blitzeinschlägen in Flügeln und Rotorblättern von Windkraftanlagen in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Windkraftindustrie.

Comsol Multiphysics Erweiterungen und Add-on-Produkte

Die Comsol Multiphysics Version 5.4 bringt eine Vielzahl an Produktverbesserungen mit sich, wie die Fähigkeit verschiedene Parametersätze in einem Modell zu verwenden, einschließlich der Möglichkeit, parametrische Sweeps über mehrere Parametersätze durchzuführen. Darüber hinaus können Anwender die Model Builder-Knoten in Gruppen organisieren und in Geometriemodellen benutzerdefinierte Farbschemata zuweisen.

Zu den zahlreichen Leistungssteigerungen gehört auch ein neues Speicherverteilungskonzept, das in Windows 7 und 10 Betriebssystemen um ein Vielfaches schnellere Berechnungen für Computer mit mehr als acht Prozessorkernen ermöglicht. Das AC/DC Module besitzt nun eine neue Teilebibliothek mit vollparametrischen und einsatzbereiten Spulen und Magnetkernen. Das CFD Module verfügt nun über Large-Eddy-Simulationen (LES) und ein komplett überarbeitetes Set an Modellierungswerkzeugen für Mehrphasenströmungen. (jup)

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