Spritzgießen Signal aus der Spritzgießform verstehen lernen

Von Juliana Pfeiffer 2 min Lesedauer

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Der Einsatz von Sensoren zur Messung des Werkzeuginnendrucks beim Spritzgießen bietet eine hohe Prozessstabilität und lückenlose Qualitätssicherung. Was es bei der Messung zu beachten gibt, darüber informiert der Kurs „Werkzeuginnendruck – Signale aus der Spritzgießform“ am SKZ in Würzburg.

Die Teilnehmer (darunter von Formenbau GDH) des Kurses „Werkzeuginnendruck – Signale aus der Spritzgießform“ zusammen mit ihren Trainern von Kistler und dem SKZ. (Bild:  SKZ)
Die Teilnehmer (darunter von Formenbau GDH) des Kurses „Werkzeuginnendruck – Signale aus der Spritzgießform“ zusammen mit ihren Trainern von Kistler und dem SKZ.
(Bild: SKZ)

Die Produktion von hochwertigen Spritzgießteilen erfordert neben einer validierten Spritzgießmaschine und einem präzisen Spritzgießwerkzeug zwei weitere Schlüsselfaktoren:

  • kontinuierliche Prozessüberwachung und
  • gut ausgebildetes Personal

Der Spritzgießprozess wird schrittweise autonomer, wobei maschinelle Assistenzsysteme unauffällig Prozessschwankungen, z.B. verursacht durch Chargenschwankungen, ausgleichen. Auch die seit vielen Jahren etablierte werkzeuginnendruckabhängige Umschaltung auf Nachdruck gehört dazu.

Sensorik gewinnbringend einsetzen

Unabhängig von den eingesetzten Systemen ist die Weiterbildung des Fachpersonals unerlässlich. Deshalb bietet das SKZ den Kurs „Werkzeuginnendruck – Signale aus der Spritzgießform“ an. Eine intensive Schulung über den Einsatz dieser Technik bietet nicht nur Vorteile in der Prozessführung, sondern vermittelt auch Formenbauern das notwendige Hintergrundwissen, um die präzise Sensorik gewinnbringend einzusetzen. Hierbei hat die Kistler Gruppe das Kunststoff-Zentrum SKZ mit modernster Sensorik für Bildung und Forschung im Bereich Spritzgießen ausgerüstet. Teilnehmer lernen an zwei vollen Tagen, wie Sensoren richtig installiert, Druckkurven intepretiert und Prozesse geregelt werden können. In diesem erweiterten Kurs können sich die Teilnehmer und Trainer auf das neue ComoNeo 5887A zur Optimierung und Regelung des Spritzgießprozesses freuen.

Zwischen Kistler und dem SKZ besteht eine langjährige Partnerschaft. Dank des Einsatzes von Sensoren in der Plastifiziereinheit und im Spritzgießwerkzeug konnten viele weitere Forschungsprojekte erfolgreich durchgeführt werden. So gelang es den Forschern am SKZ im Projekt „Analyse der Werkzeugatmung“, erstmals Druck, Temperatur und die Atmung im Werkzeug während des Formteilentstehungsprozesses zusammenzuführen.

Gesteigerte Nachfrage nach duroplastischen Werkstoffen

Für ein aktuelles Versuchswerkzeug im Bereich der Duromer Verarbeitung stehen den Wissenschaftlern nun fünf neue Werkzeuginnendrucksensoren des Typs 6157C zur Verfügung. Die fast vergessene Werkstoffklasse der spritzgießfähigen Duroplaste erlebt derzeit eine gesteigerte Nachfrage. Höhere Anforderungen hinsichtlich Temperaturverhalten sowie elektrischem Isoliervermögen bei deutlich geringeren Materialpreisen im Vergleich zu Hochleistungsthermoplasten machen die duroplastischen Werkstoffe für die Elektromobilität äußerst attraktiv. Die Erfassung des Druckverlaufs in der Aushärtephase steht bei den Forschern aktuell im Fokus.

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