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Antrieb Siemens liefert Antriebstechnik für Forschungsschiff

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Siemens hat im Auftrag der in Louisiana ansässigen Werft Gulf Islands Shipyard das Antriebssystem für ein Forschungsschiff der Regionalklasse (Regional Class Research Vessel, RCRV) geliefert. Betrieben wird das Schiff von der Oregon State University (OSU).

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Das Forschungsschiff RCRV wird zur Erforschung und Beobachtung des Ökosystems an der Meeresküste eingesetzt und soll die Meereskunde an der Küste fördern und voranbringen.
Das Forschungsschiff RCRV wird zur Erforschung und Beobachtung des Ökosystems an der Meeresküste eingesetzt und soll die Meereskunde an der Küste fördern und voranbringen.
(Bild: Orgeon State University)

Mit innovativen maritimen Lösungen von Siemens bietet das bisher noch ungetaufte Forschungsschiff eine technisch führende Forschungsplattform für Wissenschaftler und Pädagogen. Die RCRV ist als umweltfreundliches, im Betrieb geräuscharmes Schiff ausgelegt und mit umfangreicher Bordsensorik ausgestattet. Zudem verfügt es über ein Handhabungssystem, mit dem wissenschaftliche Forschungsmodule über Bord zu Wasser gelassen und wieder eingeholt werden können. Das Schiff soll Anfang 2020 vom Stapel laufen und an der Westküste als Teil des Ozeanographischen Laborsystems der Universität von Oregon (University-Oceanographic Laboratory System, UNOLS) betrieben werden. Das Schiff soll die Meereskunde an der Küste fördern und voranbringen

Dieselelektrisches Antriebssystem beeinflusst Ökobilanz positiv

Das neue Schiff wird mit dem dieselelektrischen Antriebssystem (DEP) Blue Drive Plus C von Siemens ausgestattet, einer dieselelektrischen Lösung, die die Sicherheit erhöht, die Betriebskosten senkt, die Wirtschaftlichkeit im Lebenszyklus verbessert und die Ökobilanz positiv beeinflusst. Darüber hinaus gehören zum Lieferumfang von Siemens die Strahlruderantriebe, die Triebwerke und das dynamische Positionier(DP)-System, ebenso wie das Ferndiagnosesystem Ecomain, Dieselgeneratoraggregate, Schaltanlagen und Energieverteilung, Alarm- und Beobachtungssysteme.

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170-jährige Marinegeschichte

Das Marinegeschäft von Siemens geht auf das Jahr 1847 zurück als Siemens die "Faraday" kaufte, ein speziell für die Kabelverlegung im Atlantik gebautes Schiff. Im Jahr 1877 installierte Siemens erstmals einen Generator und eine helle Bogenlampe an Bord – ein Meilenstein für die Schifffahrt, denn damit gab es erstmals Elektrizität an Bord, so dass die Mannschaft auch nachts arbeiten konnte. Im Jahr 1886 baute der Siemens-Gründer Werner von Siemens das erste elektrisch angetriebene Schiff der Welt, die "Elektra". Siemens setzt bis zum heutigen Tag Innovationen in der Marineindustrie erfolgreich um, zum Beispiel bei Schiffen wie der "F/V Blue North" und der ersten rein elektrisch-betriebenen Fähre der Welt, der "MV Ampere". (jup)

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