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Sensorik

Corona Sensorikhersteller Leuze von Coronakrise kaum betroffen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Keine Kurzarbeit, positive Zahlen: Sensorikhersteller Leuze schneidet nach eigenen Angaben bisher gut ab in der Corona-Krise. Wie das Unternehmen das bewältigt.

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Kurzarbeit sei nicht geplant, die Geschäftszahlen sind gut: CEO Ulrich Balbach über sein Unternehmen Leuze, dass die Corona-Krise gut meistert.
Kurzarbeit sei nicht geplant, die Geschäftszahlen sind gut: CEO Ulrich Balbach über sein Unternehmen Leuze, dass die Corona-Krise gut meistert.
(Bild: Leuze)

Sensorikhersteller Leuze musste bisher keine Kurzarbeit anmelden, trotz der weltweiten Corona-Pandemie verzeichnet das Unternehmen nach wie vor positive Zahlen. Möglich wurde das unter anderem dadurch, dass das Unternehmen schon im Februar auf das Wechselschicht-Modell umstellte, das auch als „Alternating Quarantine“ bekannt ist. Zunächst an den asiatischen Standorten und schließlich weltweit arbeiten die Mitarbeiter bei Leuze in Teilteams, die sich persönlich nicht begegnen und alternierend wechseln – sowohl in der Fertigung und Logistik als auch die technischen und kaufmännischen Bereiche.

Dank der erforderlichen Disziplin der Mitarbeiter und dem entsprechenden technischen Equipment funktioniert das hervorragend.

Ulrich Balbach, CEO bei Leuze

Keine Dienstreisen, stattdessen neue Online-Formate

Dienstreisen hat das Unternehmen bereits zum Jahresbeginn eingestellt, Messeteilnahmen zum Schutz der eigenen Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt abgesagt. Meetings und Kundentermine fanden in dieser Zeit ausschließlich online statt. Alternativ wurden Kunden „Virtuelle Messen“ und Webinare angeboten, um sie über neue Technologien und Produkte zu informieren.

„Die neuen Online-Formate wurden von unseren Kunden sehr gut angenommen“, so Salvatore Buccheri, Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft Deutschland. Ein Konzept, an dem man neben Live-Aktivitäten auch zukünftig festhalten werde. Mittlerweile gibt es in Asien und auch in Deutschland wieder erste Lockerungen: Kunden dürfen ab sofort unter Einhaltung der erforderlichen Schutzmaßnahmen und Hygieneregeln wieder persönlich besucht werden.

2019 mit Wachstum abgeschlossen

Auch das vergangene Geschäftsjahr verlief für Leuze positiv: Das Unternehmen berichtet entgegen der allgemeinen negativen Konjunkturprognose über ein sehr positives Ergebnis. 2019 schloss Leuze mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich ab. Aufgrund der positiven Geschäftszahlen kann das Unternehmen auch alle geplanten Investitionen tätigen, wie den Neubau des Distributionszentrums in Unterlenningen, nahe der Firmenzentrale.

Ganz verschont bleibt der Sensorhersteller von der Krise dennoch nicht, erklärt der CEO: „Natürlich spüren auch wir derzeit die Auswirkungen der Corona-Krise.“ Der Vorteil dabei sei aber, dass diese an den weltweiten Standorten nicht zum selben Zeitpunkt und auch nicht mit derselben Gewichtung anfallen.

Deshalb hat das Unternehmen kurzerhand in maximaler Auslastung produziert, um die Lager zu füllen und lieferfähig zu bleiben. Damit konnten nach Unternehmensangaben Kunden und Lieferanten weltweit ihre Bestellungen fast ohne zeitliche Verzögerung erhalten.

Keine Kurzarbeit in Sicht, Ausbildungsplätze offen

Hannes Horlacher, der Director Human Resources Global bei Leuze, sagt: „Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen, durchaus auch innerhalb unserer Branche, sehen wir derzeit keinen Grund, über Kurzarbeit nachzudenken. Im Gegenteil: Gut ausgebildete Fachkräfte werden immer gesucht und gebraucht, zumal Leuze ambitionierte Ziele hat.“ Das gelte auch für die von Leuze angebotenen kaufmännischen und technischen Ausbildungsberufe und Dualen Studiengänge, für welche die Bewerbungsphase für den Ausbildungsstart 2021 gerade anläuft.

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