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Vier Möglichkeiten für verbesserten Korrosionsschutz
Eine Werkstoffverbesserung, d.h. ein Eingriff in die Aluminiumwerkstoffqualität, ist eine massive Veränderung, da typischerweise auch andere Effekte einhergehen, wie z.B. eine Abnahme der Zugfestigkeit. Dies hätte eine vollständig neue Produktvalidierung mit sehr hohem Aufwand und Kosten zur Folge.
Ähnlich verhält es sich beim Eloxieren. Die prinzipbedingte Schichtbildung an der Oberfläche führt zu nennenswerten Aufmassen, und damit zu einer Beeinflussung des Passungs-Systems. Die Lamellenstruktur birgt darüber hinaus auch Risiken im Hinblick auf Kontamination des Hydraulischen Lenksystems, sowie kritische Reibwertänderungen an hoch belasteten Schraubverbindungen. Somit würde Eloxieren eine umfangreiche Produktvalidierung erforderlich machen.
Passivieren ist ein guter Korrosionsschutz und bietet den Vorteil, keine nennenswerte Schichtdicke zu bilden. Allerdings war bei TRW Automotive die Temperaturbeständigkeit für Anwendungen und interne Produktionsprozesse nicht ausreichend und damit auch nicht anwendbar.
Die Möglichkeit der Niederdruck Plasma Beschichtung setzt die Bereitschaft voraus, in entsprechende Enklaven zu investieren. Bei großem Kapazitätsbedarf und je nach Bauteilgeometrie sind die Investitionskosten entsprechend umfassend.
Allen vier bisher betrachteten Beschichtungsmöglichkeiten ist eines gemeinsam: Sie sind sehr kostenaufwendig und müssten so in der Prozesskette integriert werden, dass die Qualität in der Verantwortung globaler Lieferanten liegen würde. Eine spätere Qualitätskontrolle an den fertigen Komponenten im Lieferzustand ist extrem aufwendig und reduziert die Prozesssicherheit dadurch erheblich. (PlasmaPlus-Beschichtung ermöglicht nachträgliche Integration in Prozesskette – das Thema auf der nächsten Seite)
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