Suchen

Motoren

Seilbahn befördert Gäste über Energie​rückgewinnungs​system

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Motoren sichtbar für Fahrgäste hinter einem Glasschrank installiert

„Eine weitere Herausforderung bei diesem Projekt war, dass die zur Installation zur Verfügung stehende Fläche für die Motoren in unmittelbarer Nähe zu den Fahrgästen war. Das bahnbrechende Industriedesign des Projekts sorgt dafür, dass die Motoren nur wenige Zentimeter hinter einem Glasschrank, sichtbar für die Fahrgäste, installiert sind. Die Gerätschaften mussten daher leise und kompakt sein, um alle Anforderungen an die Ergonomie und den Fahrgastkomfort zu erfüllen. „Auch hier überbot Leroy-Somer seine Wettbewerber, durch seine IMfinity-LC-Motorlösungen“, so Nicolas Chapuis.

Durch ihre Flüssigkeitskühlung sind die IMfinity-LC-Asynchronmotoren bis zu 25% kompakter als ein luftgekühlter Motor gleicher Leistung. Die Geräuschentwicklung wurde um 10 bis 20 dB reduziert, was einen leisen Betrieb garantiert. Dieser Vorteil ergibt sich durch den Kühlkreislauf, der das Motorsystem vollständig umgibt. Der zuverlässige, kompakte Aufbau und die Premium-IE3-Energieeffizienz machen den Motor zu einem der Erfolgreichsten der IMfinity-Reihe. „Die LC-Serie steht mit einer Leistung von 150 kW bis 1,5 MW zur Verfügung und eignet sich gerade dann, wenn der Motor in unmittelbarer Nähe zum Bediener oder zur Anwendung installiert werden soll. Die Motoren erfüllen die steigenden Anforderungen an einen leisen Betrieb, was ja besonders wichtig ist, wenn sie in unmittelbarer Arbeitsumgebung aufgestellt sind.“, so Guillaume Bourgoint.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Energiekosten sinken erheblich

Die Strecke der Seilbahn eignet sich besonders gut für ein Energierückgewinnungssystem, da es zuerst beim Aufstieg und dann während der Abfahrt zum Einsatz kommt, Dabei liegen die Abfahrts- und Ankunftspunkte auf gleicher Höhe. Energie wird nur verbraucht, um den höchsten Punkt der Strecke zu erreichen. Ist dieser überwunden, wird bei der Abfahrt Bremsenergie freigesetzt, die in das System eingespeist wird, um sie wieder für den nächsten Aufstieg zu nutzen. Die Energiekosten sinken damit erheblich.

„Diese Errungenschaft lässt sich auch in anderen industriellen Anwendungen umsetzen, z.B. bei Hebeanwendungen“, so Thomas Savin. „Die theoretischen Energieeinsparungen können mehr als 90% betragen – allerdings sind die Superkondensatoren heute noch das Haupthindernis. Hier wurden sie so dimensioniert, dass sie etwa die Hälfte der erforderlichen Energie speichern können. Allein diese Kosten schlugen mit 200.000 Euro zu Buche. In Zukunft gehen wir davon aus, dass die Kosten für solche Kondensatoren erheblich sinken werden.“ (jup)

(ID:44743233)