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Übertragungselemente Sechs Neuheiten zu Lagern und Antriebsriemen

| Redakteur: Lilli Bähr

Von akustischen Speziallagern zur Geräuschreduzierung über ausgleichende Lagerelemente bis hin zu neuen Zahn- und Rollriemen. Wir zeigen Ihnen sechs Neuheiten zu Lagern und Antriebsriemen.

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Das akustisch abgestimmte Speziallager mit Elastomeren soll Geräuschemissionen bis zu 10dB(A) reduzieren.
Das akustisch abgestimmte Speziallager mit Elastomeren soll Geräuschemissionen bis zu 10dB(A) reduzieren.
(Bild: Rollax)

1. Akustische Speziallager reduzieren Geräusche

E-Mobility liegt im Trend, aber mit der Elektrifizierung entstehen auch neue Herausforderungen: So werden durch verschiedene Aggregate wie Klimakompressoren oder Bremskraftverstärker Schwingungen erzeugt, die zu unangenehmen Geräuschen führen. Rollax bietet Speziallager mit passiver Körperschallentkopplung an, die die Geräuschemissionen um bis zu 10 dB(A) reduzieren sollen.

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Eine beispielhafte Anwendung stellt die Dämpfung der Geräuschemissionen in Bremskraftverstärkern dar. Bei dieser Lösung werden die Schwingungen durch den inneren Aufbau des Kugellagers mit Hilfe von temperaturresistenten Elastomeren abgefangen, bevor sie in das Gehäuse gelangen. Um solche Speziallager für den jeweiligen Anwendungsfall anzupassen, analysiert Rollax den Frequenzeingang und ermittelt die erforderlichen Dämpfungsparameter. Diese Technik ist flexibel und kann auf viele Frequenzen und Umgebungsbauteile eingestellt werden. Auch das Verhältnis aus Dämpfung und Steifigkeit lässt sich an die jeweilige Applikation anpassen. Das NVH-Lager entspricht den üblichen Normen, ist bauraumneutral und kann laut Hersteller in jede Produktionskette problemlos eingefügt werden.

2. Ausgleichende Lagerelemente

Die KBT Knapp Wälzlagertechnik GmbH bietet anwendungsspezifische Gelenklagerlösungen, die beim integrierten Schmiernutensystem beginnen und auch wartungsfreie, mit PTFE-Gewebe eingelegte Sondergelenklager beinhalten. Das Gehäuse der Gelenkköpfe trägt das entsprechende Gelenklager. Abgestimmt auf die Anwendung werden folgende Trägermaterialien verbaut:

  • Vergütungsstahl geschmiedet, verzinkt und chromatiert
  • Grauguss bzw. Sphäroguss
  • Baustahl für Anschweißköpfe für Hydraulikzylinder

Wartungspflichtige Gelenkköpfe sind nachschmierbar und mit Abdichtung versehen.

Buchtipp

Das Buch Praxishandbuch Antriebsauslegung hilft bei der Auswahl der wesentlichen Bestandteile elektrischer Antriebssysteme: Motor, Getriebe, Stellgerät, Netzversorgung sowie deren Zusatzkomponenten. Auch auf die Berechnung wird intensiv eingegangen.

3. Drehverbindungen nehmen Axial- und Radialbelastung auf

Eine besondere Stellung unter den Großlagern nehmen Drehverbindungen ein. Das Maschinenelement für rotative Bewegungen ist als Wälzlager vielseitig einsetzbar und kommt bei hohen Belastungen zum Einsatz. Der konstruktive Aufbau ermöglicht die Aufnahme von Radial-und Axialkräften sowie Kippmomentbelastungen, die reduziert auf eine Lagerstelle sind. Knapp Wälzlagertechnik produziert Drehverbindungen unter dem Eigennamen KBT (Knapp Bearing Technology) als Vierpunktlager, Kreuzrollenlager und Genauigkeitslager.

Die KBT-Vierpunktlager nehmen Axial- und Radialbelastungen auf. Die geschliffene oder hartgedrehte Laufbahn in gotischer Form bewirkt die Vierpunktberührung der Wälzkörper und somit auch eine Momentenstütze in den Vierpunkt-Anlagebereichen der Kugeln mit der Laufbahn der Ringe. Lager mit Verzahnung nach DIN 867 und DIN 3960 an Außen- und Innenring sind möglich, die variabel in Vorspannung und Radial-Axialspiel sind. KBT-Vierpunktlager sind kundenspezifisch sehr robust für härteste Einsätze geeignet oder für einfache Anwendungen auch kostenoptimiert entwickelt.

4. Online-Trainingsmodule über Schwingsiebe

Im Bergbau, in Steinbrüchen und bei der Baustoffproduktion kommen häufig Schwingsiebe zum Einsatz, um Materialien zu klassieren und aufzubereiten. Da diese Maschinen konstanten Vibrationen ausgesetzt sind, müssen alle Komponenten robust und zuverlässig sein – auch und insbesondere die Wälzlager.

Das neueste Trainingsmodul der NSK Academy hat zum Ziel, den Herstellern von Schwingsieben und ähnlich hoch belasteten Anlagen mit den Grundlagen zur Auswahl der richtigen Wälzlager vertraut zu machen. Zum Inhalt des Seminars gehören ein Überblick über die Funktionalitäten von Schwingsieben, die wichtigsten Bauarten sowie die zentralen Betriebsparameter. Außerdem werden die Wälzlagertypen, die in Schwingsieben zum Einsatz kommen, mit ihren wesentlichen Eigenschaften, Spezifikationen und Vorteilen vorgestellt.

Das Online-Seminar wendet sich an Mitarbeiter von Schwingsieb-Herstellern, die in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Konstruktion, Produktmanagement, Vertrieb und Service tätig sind. Es steht nach einem schnellen Registrierungsprozess in deutscher Sprache auf der Firmen-Homepage zur Verfügung.

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5. Mit cleveren Verbindungstechniken und vielen Einsatzmöglichkeiten

Die Betriebskosten von Förderstrecken hängen wesentlich von der Zuverlässigkeit der eingesetzten Bänder und Riemen sowie kurzer Montage- und Wartungsprozesse ab. Habasit bietet für diese Anforderungen seine hochwertigen Haba-Sync-Zahnriemen mit praktischen mechanischen Endverbindungen für den schnellen Wechsel an. Endlosriemen können alternativ mit mobilen Heizpressen direkt vor Ort verbunden werden. Stillstandszeiten sollen sich so deutlich reduzieren lassen. Die Zahnriemen überzeugen durch eine große Vielfalt in Form, Länge, Struktur und Oberfläche und sind aus langlebigen Materialien gefertigt. Die Bandbreiten reichen von 10 mm bis zu 600 mm.

6. Reibung mit Rollen reduzieren

Reibung als tribologische Verlustgröße ist in den meisten technischen Prozessen unerwünscht. Sie führt zu Erwärmung und Verschleiß und verbraucht Antriebsenergie. Um diese Reibung bei Einsatz von Polyurethan-Zahnriemen in Materialtransportsystemen zu minimieren, hat Breco ein neues Produkt entwickelt.

Durch Rollen in den Riemenzähnen bei der neuen Breco-Roll wird die Gleitreibung durch Rollreibung ersetzt, die wesentlich kleiner ist. Laut Hersteller kann die Antriebsleistung signifikant reduziert werden und die Selbsterwärmung des Systems ist deutlich niedriger. Der für die Achse und die Rolle erforderliche Bauraum lässt sich nur in einem großen Riemenzahn mit 20-mm-Teilung unterbringen. Das T-Profil ist für diesen Anwendungsfall besser geeignet als etwa das AT-Profil, weil der AT beim Lauf um die Zahnscheibe mit dem Zahnkopf des Riemens in der Scheibe aufliegt. Der Breco-Roll ist in der Teilung T20 und in der Breite 100 mm lieferbar.

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