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Mechanik Sechs Neuheiten aus der Fluidtechnik

Redakteur: Lilli Bähr

Von Monoblocks für Probeentnahmen und Einspritzprozesse über Hydraulikkupplungen bis zum Schulungsprogramm für Ecodan-Wärmepumpen – wir zeigen Ihnen sechs Neuheiten aus der Fluidtechnik.

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Wikas neuer Monoblock Typ IBF mit Flansch ermöglicht eine Anbindung von Druckmessgeräten an kritische Prozesse, z.B. mit Erdgas oder aggressiven, hochviskosen und kristallinen Medien.
Wikas neuer Monoblock Typ IBF mit Flansch ermöglicht eine Anbindung von Druckmessgeräten an kritische Prozesse, z.B. mit Erdgas oder aggressiven, hochviskosen und kristallinen Medien.
(Bild: Wika)

1. Monoblock für Probeentnahmen und Einspritzprozesse

Die Monoblocks von Wika sind mit Nadelventilen und/oder Kugelhähnen in Double-block-and-bleed-Konfiguration lieferbar. Die Ventilanordnung richtet sich nach der Applikation, Gleiches gilt für Länge und Werkstoff der Sonde. Bei Typ IBJ ist ein Rückschlagventil integriert, das einen bi-direktionalen Durchfluss während des Einspritzvorgangs verhindert. Die Verarbeitung der beiden Instrumentierungsventile ermöglicht leichtgängige und präzise Handhabung mit geringem Drehmoment. Monoblöcke mit Kugelhähnen verfügen zudem über ein redundantes Polymer-Metall-Dichtungssystem mit Dichtheit gemäß BS6755 / ISO 5208 Leckrate A.

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Wikas neuer Monoblock Typ IBF mit Flansch ermöglicht eine Anbindung von Druckmessgeräten an kritische Prozesse, z.B. mit Erdgas oder aggressiven, hochviskosen und kristallinen Medien. Er ist mit Kugelhähnen und Nadelventilen in Double Block-&-Bleed- oder Block-&-Bleed-Konfiguration erhältlich. Das kompakte Design des neuen Instrumentierungsventils reduziert Dimension, Vibrationsempfindlichkeit und Leckagepotenzial der Messanordnung. Die 10-mm-Bohrung der Kugelhähne sorgt für einen reibungslosen Medienfluss. Die Dichtheit des redundanten Systems ist ebenfalls BS6755 / ISO 5208 Leckrate A geprüft.

2. Eingangsmodul ermöglicht Abfrage von bis zu vier Temperatursensoren

Eine präzise Temperatursteuerung sorgt für optimale Prozessergebnisse. SMC entwickelt die Lösungen rund um sein EX-600-Feldbussystem daher konsequent weiter und sorgt mit dem neuen analogen Eingangsmodul EX-600-AT*-X61 für transparente Prozesse: Dank Vernetzung von Temperatursensoren ist eine exakte Messung im Bereich von –200 °C bis 850 °C und einer Genauigkeit von +/- 0,1 % (FS) möglich, die Auflösung beträgt 16 Bit.

So können mit einem einzigen Modul bis zu vier der weit verbreiteten PT-100-Sensoren verbunden werden. Diese robusten Widerstandsthermometer liefern eine hohe Präzision und erfüllen die DIN-Normen IEC 751 bzw. EN 60751, die weltweiten Standards für Platin-Widerstandsfühler. Ein potentieller Leitungswiderstand durch die Verdrahtung kann beim EX-600-AT*-X61 durch eine 3- oder 4-Draht-Messung kompensiert werden. Die direkte Verbindung soll zusätzliche Signalwandler oder analoge Ein­gänge überflüssig machen. Beim Anschluss können Nutzer zwischen Federkraftklemmen oder der nach IP67 geschützten M12-Steckver­bindung wählen. Zur Datenübertragung unterstützt das Modul geläufige Protokolle wie EtherNet/IP sowie Profinet.

3. Für den Einsatz von –40 °C bis 95 °C

Parker Hannifin präsentiert mit Heavy Duty 360° eine neue Serie von robusten Drehverschraubungen, die speziell für den Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen entwickelt wurden. Durch die Kombination eines neuen Design- und Dichtungskonzeptes mit dem bewährten, zuverlässigen Kugellager wird laut Hersteller eine deutlich verbesserte Druck-, Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit erzielt. Die neuen Drehverschraubungen arbeiten mit einem Betriebsdruck von 420 bar und bieten eine hohe Lebensdauer und optimiertes Fließverhalten. Die Drehverschraubung kann bei Umgebungs- und Medientemperaturen von –40 °C bis 95 °C problemlos eingesetzt werden.

4. Für Betriebsdrücke bis 500 bar

Stauff ergänzt das Steckkupplungs-Programm zum schnellen Lösen und Verbinden von Hydraulikleitungen um die überarbeitete Serie QRC-IB. Diese Baureihe ist universell in der Industrie- und Stationärhydraulik einsetzbar. Die Zink-Nickel-Beschichtung soll für Korrosionsschutz sorgen. Die neue Baureihe entspricht den Anforderungen der ISO 7241/ Serie B und zielt damit auf den internationalen Markt der Standard-Hydraulikkupplungen. Sie ist in acht Baugrößen von DN 6 bis DN 51 für Betriebs­drücke bis 500 bar (in Abhängigkeit von der Kupplungsgröße) bei Nenndurchflüssen bis 1000 l/min ab Lager lieferbar. Zum Programm gehören auch Ausführungen in Edelstahl und Messing.

5. Rund-um-Service für mehr Anlagenverfügbarkeit

In Anlagen der Nahrungs-, Genussmittel- und Pharmaindustrie ist eine hohe Anlagenverfügbarkeit unabdingbar, schließlich kosten Stillstandszeiten Geld. Für die Wartung der über 300 Ventile an den beiden Abfüllanlagen für Direktsäfte hat sich das Familienunternehmen Gropper die Fluidikexperten von Bürkert Fluid Control Systems zu Hilfe geholt, um damit die eigene Instandhaltungsmannschaft zu entlasten.

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Zu Gropper kommt das Bürkert-Serviceteam für jede der beiden Anlagen einmal im Jahr und führt in der geplanten Anlagenstillstandszeit von Freitagmorgen bis Sonntagnachmittag alle notwendigen Maßnahmen durch, während auf der zweiten Anlage normal weiterproduziert werden kann. Der Anwender braucht sich bei der Wartung um nichts kümmern; das Techniker-Team hat alle Werkzeuge und Ersatzteile dabei, auch wenn die Ventile von anderen Herstellern stammen. Zudem bleibt es vor Ort, bis die Abfüllanlage am Montagmorgen wieder erfolgreich in Betrieb gegangen ist. Dabei schätzt der Anwender auch, dass die Techniker aus der Region kommen, und er es nicht mit zusammengewürfelten Mannschaften diverser Subunternehmer zu tun hat.

Letztendlich kann sich ein solches Vorgehen lohnen, denn durch planmäßige Wartung lassen sich die Anlagenleistung optimieren und Betriebskosten senken, da ungeplante Ausfall- und Stillstandszeiten minimiert werden. Außerdem erstellen die Servicetechniker eine lückenlose Dokumentation der ausgetauschten Teile, die als Nachweis für bevorstehende Audits dienen kann. Nicht zu vergessen: Auch Modernisierungsmaßnahmen und Mitarbeiterschulungen lassen sich in ein Servicepaket integrieren.

6. Neues Schulungsprogramm für Ecodan-Wärmepumpen

Ganz im Zeichen der Energiewende und des Klimapaketes der Bundesregierung präsentiert Mitsubishi Electric sein neues Trainingsprogramm für den Produktbereich Wärmepumpen. Die zahlreichen kompakten, zeitsparenden Trainingsmodule und Workshops bieten die wichtige Wissensbasis für das stark wachsende Marktsegment Wärmepumpen. Genauso wie das Trainingsprogramm der Klima- und Lüftungstechnik des Unternehmens wurde das Angebot für Wärmepumpen überarbeitet und präsentiert sich u.a. auch im neuen Design. Strukturiert ist das Angebot in Technik-, Zertifizierungs- und Erfolgstrainings. In den Techniktrainings stehen die praxisorientierten Inhalte der kommenden Wärmepumpengeneration Ecodan im Vordergrund. Neue Regler, neue Kältemittel und neue erdgekoppelte Wärmepumpen vergrößern das Lösungsspektrum für den Nutzer und bieten den Fachhandwerkspartnern des Unternehmens noch mehr Möglichkeiten in der Planung und Auslegung. Dementsprechend werden die neuen Produkte ausführlich behandelt. Das Basiswissen zur Planung, Auslegung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Ecodan Wärmepumpenanlagen wird modular entweder zur Auffrischung oder zum Neustart in separaten Trainingseinheiten vermittelt.

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