Schweißen Schlüsselfertige Systemlösungen

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Cloos hat das Automatisierungskonzept Qirox mit komplett neuer Robotergeneration in sein Produktprogramm aufgenommen.

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Der Rapid Weld-Prozess: Optimierte Einbrandtiefe bei hoher Abschmelzleistung.
Der Rapid Weld-Prozess: Optimierte Einbrandtiefe bei hoher Abschmelzleistung.
(Bild: Cloos)

Die Schweißroboter des Typs 350 sind in zwei Varianten erhältlich: In der klassischen Bauweise Qirox Classic (QRC) sowie in der mit Hohlwelle ausgestatteten Variante QRH mit im Roboterkorpus liegendem Schlauchpaket und integriertem Drahtantrieb. Die Robotertypen eignet sich für Traglasten bis 15 kg. Optional verfügen sie über eine in den Roboterfuß integrierte 7. Achse (Excenterachse), die eine Erweiterung des Arbeitsradius um 550 mm (1100 mm bezogen auf den gesamten Arbeitsbereich) ermöglicht und somit für noch mehr Flexibilität in der Werkstückbearbeitung sorgt. Aufgrund der unter biotechnischen Gesichtspunkten optimierten Konstruktion kann die Verfahrgeschwindigkeit ohne Einbußen bei der Positioniergenauigkeit um den Faktor 2 gesteigert werden. Die Qirox-Schweißroboter sind sowohl für die Boden- als auch Überkopfmontage ausgelegt und können mit verschiedenen Cloos-Sensoren kombiniert werden. Eine Peripherieeinheit mit Dreh-Schwenkbewegung, integrierter horizontaler Drehbewegung und Hubachse demonstriert die optimale Werkstückpositionierung im automatisierten Schweißprozess.

Rapid Weld-Prozess erzielt erhöhte Einbrandtiefe

Cloos hat zudem den Rapid Weld-Hochleistungsprozess entwickelt. Dieser ermöglicht in Verbindung mit den Schweißgeräten der Serien Qineo Tronic und Qineo Pulse das rationelle MAG-Eindrahtschweißen von Stahlbauteilen mittlerer bis großer Wandstärke. Der Hochleistungssprühlichtbogen ist stark fokussiert und erzielt eine erhöhte Einbrandtiefe.

Auch bei großem stick out wird ein stabiler Lichtbogenfußpunkt ausgebildet. Damit wird eine gute Wurzelausbildung begünstigt, andererseits sind kleine Öffnungswinkel bei der Schweißnahtvorbereitung möglich, was den Schweißguteinsatz und die Schweißzeit reduziert. Der spezifische Wärmeeintrag ist trotz hoher Abschmelzleistung minimiert, so dass weitgehend verzugsfreie Nahtergebnisse erreicht werden. Auch eine glatte Nahtoberfläche und eine verminderte Neigung zu Einbrandkerben gehören zum Rapid Weld-Prozess. Eine Nahtvorbereitung ist selbst bei großen a-Maßen nicht mehr unbedingt erforderlich. Das Schweißverfahren reduziert die Schweißzeiten um gut 25 % gegenüber herkömmlichen Prozessen.

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