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Zudem erschließt Tri-Bond komplett neue Bereiche für den Einsatz vom Warmumformen. Bisher lassen sich warmumgeformte Bauteile besonders gut für höchstfeste Strukturbauteile einsetzen, bei denen Energieabsorption eine untergeordnete Rolle spielt. Zur Energieabsorption muss eine Kombination mit einem weicheren Werkstoff erzeugt werden, beispielsweise über Tailored Blanks, in dem unterschiedliche Werkstoffe aneinander geschweißt werden, oder über Tailored Tempering, bei dem ein Festigkeitsgradient im Bauteil über die Temperaturführung in der Warmumformung eingestellt wird. Der neue Schichtverbundwerkstoff dagegen vereint beide Eigenschaften – höchste Festigkeit bei gleichzeitig hoher Energieaufnahme – im Werkstoff selbst. Zusätzliche Maßnahmen können daher eingespart werden. Außerdem eignet sich TriBond auch für axialcrash belastete Bereiche der Karosserie, beispielsweise für Längsträger oder Crashboxen.
Auf üblichen Fertigungsanlagen verarbeitbar
Tri-Bond bietet den Kunden noch weitere Vorteile: Die Bauteile sind um bis zu 10 % leichter als die aktuelle Lösung aus MBW 1500 mit Tailored Tempering – und das bei attraktiven Leichtbaukosten. Die Herstellung läuft ähnlich wie in der konventionellen Kaltbanderzeugung, allerdings wird diese noch um den Paketbau ergänzt. Dabei werden die verschiedenen Stahlschichten übereinander gelegt und aneinander fixiert. Sowohl für die Herstellung als auch die Weiterverarbeitung beim Kunden eignen sich die standardmäßigen Produktions- und Fertigungsanlagen. Mitte 2015 wird der Serienstatus erreicht sein. (qui)
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