Geschäftsbericht

Schaeffler plant Stellenabbau in Deutschland

| Redakteur: Katharina Juschkat

Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld (Mitte) zeigt sich nicht zufrieden mit der Ertragslage der Sparte Automotive OEM: „Maßgeblich für den Ergebnisrückgang der Sparte Automotive OEM war vor allem das schwierige Markt- und Wettbewerbsumfeld und der zunehmende Veränderungsdruck. “
Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld (Mitte) zeigt sich nicht zufrieden mit der Ertragslage der Sparte Automotive OEM: „Maßgeblich für den Ergebnisrückgang der Sparte Automotive OEM war vor allem das schwierige Markt- und Wettbewerbsumfeld und der zunehmende Veränderungsdruck. “ (Bild: Schaeffler)

Die Automobil-Sparte von Schaeffler hatte im letzten Jahr zu kämpfen – als Reaktion darauf plant das Unternehmen, allein in Deutschland 700 Stellen zu streichen.

Der Automobil-Zulieferer Schaeffler spürt die Folgen des schwachen Absatzes im Automobil-Markt: Im vor kurzen veröffentlichen Geschäftsbericht 2018 gab der Konzern bekannt, dass der Umsatz währungsbereinigt um 3,9 Prozent auf 14,2 Milliarden stieg, der Nettogewinn jedoch um 10 Prozent auf 881 Millionen Euro fiel.

Der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld begründet das Ergebnis: „Nach einem für die Schaeffler Gruppe guten ersten Halbjahr haben sich die Marktbedingungen im globalen Automobilgeschäft in der zweiten Jahreshälfte deutlich verschlechtert. Das hat unser Ergebnis belastet.“ Die Sparte Industrie hat sich laut Rosenfeld jedoch im gesamten Jahr 2018 gut entwickelt und konnte teilweise die schwächere Leistung der Automotive-Sparten kompensieren.

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Nicht zufrieden zeigte sich Klaus Rosenfeld mit der Ertragslage der Sparte Automotive OEM. „Maßgeblich für den Ergebnisrückgang der Sparte Automotive OEM war vor allem das schwierige Markt- und Wettbewerbsumfeld und der zunehmende Veränderungsdruck.“ Aber auch hausgemachte Faktoren spielten eine Rolle, worauf sich der Konzern mit dem neuen Programm „Race“ einstellen will.

Über 700 Stellenstreichungen in Deutschland geplant

Als Konsequenz darauf beschließt Schaeffler mit dem „Race“-Programm ein Maßnahmenbündel, das unter anderen eine Konsolidierung des europäischen Werksverbunds beinhaltet. Im Zuge dessen sollen rund 900 Stellen in europäischen Werken gestrichen werden, davon alleine 700 in Deutschland. Man strebe sozialverträgliche Lösungen ohne betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen an, so der Konzern. Diese Zahlen schließen laut Schaeffler den Verkauf von Randaktivitäten aus den Unternehmensbereichen Motoren- und Getriebesysteme ein.

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Vorsichtiger Ausblick für 2019

Für das Jahr 2019 rechnet Schaeffler mit weniger Wachstum – währungsbereinigt sollen es zwischen 1 Prozent und 3 Prozent sein. im vergangenen Jahr lag der währungsbereinigte Wachstum bei 3,9 Prozent. Die operative Marge, so plant Schaeffler, dürfte zwischen 8 Prozent und 9 Prozent liegen.

In der Sparte Industrie erwartet das Unternehmen 2019 wesentlich weniger Wachstum als 2018 – aufgrund des weltweit verlangsamten Wachstums in der Industrieproduktion rechnet Schaeffler auch hier mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum in Höhe von 1 Prozent bis 3 Prozent – der Vergleichswert des Jahres 2018 liegt bei 10,1 Prozent. Die Finanziellen Ambitionen 2020, die im Jahr 2016 formuliert wurden, kann Schaeffler damit nicht länger aufrechterhalten.

„Wir gehen für das laufende Jahr davon aus, dass das Umfeld gerade im internationalen Automobilgeschäft sehr anspruchsvoll und herausfordernd bleiben wird. Zugleich müssen wir damit rechnen, dass sich die Weltkonjunktur weiter abkühlt. Der vorsichtige Ausblick für die Schaeffler Gruppe reflektiert diese Einschätzung“, sagte Klaus Rosenfeld. „Dennoch sind wir zuversichtlich, dass wir weiter profitabel wachsen werden. Unsere Strategie stimmt.“

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