Großlager

Schaeffler nimmt Großlagerprüfstand „Astraios“ in Betrieb

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Über den Antriebsstrang mit seinem Planetengetriebe lassen sich die verschiedenen Windgeschwindigkeiten simulieren. Typische Drehzahlen liegen zwischen vier und 20 Umdrehungen pro Minute; auch deutlich höhere Drehzahlen sind möglich. Der Aufspannrahmen verkörpert den Anschluss der Gondel der Windkraftanlage.

Bekanntlich weht der Wind ganz selten mit konstanter Größe oder aus der gleichen Richtung. Vielmehr wirkt er mit unterschiedlicher Intensität und an unterschiedlichen Stellen auf die Windkraftanlage. In Abhängigkeit der Stellung der drehenden Rotorblätter werden unterschiedliche Momente an der Rotornabe erzeugt. Wirkt er zum Beispiel oben oder unten auf die Rotorblätter, verursacht er das so genannte dynamische Nickmoment. Dreht der Wind und bläst stärker von der Seite, kommt noch das so genannte dynamische Giermoment hinzu.

Aus all dem folgt, dass Windkraftanlagen aufgrund der ständig wechselnden Windverhältnisse äußerst komplexen Bedingungen unterliegen. Eine Herkulesaufgabe nicht nur für den Prüfstand und die acht Hydraulikzylinder, die im Zusammenspiel alle realen Lasten und Momente simulieren, sondern auch für SARA, das die umfangreichen Mess-, Regelungs- und Steuerungsprozesse automatisch steuert. SARA steht für Schaeffler Automation System for Research & Development Applications (Schaeffler-Automatisierungssystem für Anwendungen in Forschung und Entwicklung).

SARA generiert die Sollwerte entsprechend den Windlasten, regelt die hochdynamischen Servozylinder, steuert und regelt alle Aggregate, sorgt für die Messung und Speicherung aller Daten, ist zuständig für die telemetrische Lagermesstechnik, visualisiert alle Soll-, Ist- und Grenzwerte, wertet die Messdaten aus und erstellt die Protokolle. (ud)

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