3D-CAD-Software

RT-CNC entwickelt Motorsport-Präzisionsteile mit SpaceClaim

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3D-Entwurf ohne Handbuch

Die naheliegende Idee, solch ein komplexes und durchdachtes Produkt wie eine Fußrastenanlage in 3D zu entwickeln, hatte Berger nach eigener Aussage schon länger, wurde aber vom hohen finanziellen Aufwand abgeschreckt. Ein Kollege aus der Fertigung, der immer auf der Suche nach kostengünstigen 3D-Systemen sei, die man ohne Handbuch bedienen kann, stellte Berger eines Tages SpaceClaim vor.

Da die Systemhandhabung Berger vom ersten Augenblick an sehr gut gefiel und auch der Preis sehr ansprechend für ein 3D-System mit umfangreicher Funktionalität war, belegte der Konstrukteur daraufhin beim SpaceClaim-Vertriebspartner Lino im Sommer 2011 einen Schulungstag.

„Sehr überzeugt hat mich, dass ich meine umfangreichen und teilweise alten DXF-Dateien ohne Weiteres laden, zusammenfügen und zu einem 3D-Modell aufbauen konnte“, lobt Berger. Dabei wollte er durchaus den Sportsgeist und die Fähigkeiten der Lino-Mitarbeiter testen und brachte eine nicht gerade einfache DXF-Zeichnung zur Schulung mit. Doch Laden, Bearbeiten und Aufbau des 3D-Modells gelangen mit Unterstützung der Lino-Fachleute tadellos. „Alles weitere, was ich seitdem mit SpaceClaim gemacht habe, habe ich mir durch Learning by Doing selbst angeeignet.“

Überhaupt ist es die Geradlinigkeit und Direktheit des Systems, die Berger – der in der Vergangenheit auch andere 3D-CAD-Systeme kennen gelernt hat – so überzeugt. Er behauptet: „Was ich in SpaceClaim in fünf Schritten mache, dafür würde ich mit einem anderen 3D-System zehn Schritte brauchen.“

Das erste von Berger in SpaceClaim konstruierte 3D-Teil war eine Gabelbrücke auf der Basis eines vorhandenen DXF-Files. Das Teil mit komplexer Geometrie versteift den Vorderbau, spart Gewicht, ermöglicht eine bequemere Sitzposition und kann innerhalb von 30 Minuten angebaut werden. „Jemandem den Aufbau dieser Gabelbrücke auf der Basis einer DXF-Datei zu erklären, wäre schlichtweg nicht machbar“, betont Berger.

Baukasten für Designerteile

Im Weiteren ging der Konstrukteur und Unternehmer so vor, dass er sich aus verschiedensten Teilen einen 3D-Teile-Baukasten anlegte. Wenn er nun eine neue Fußrastenanlage erstellen möchte, entwirft er zunächst die Grundkonstruktion am Motorradrahmen (die Anschraubpunkte variieren immer wieder von Hersteller zu Hersteller und von Modellreihe zu Modellreihe), zieht dann die weiteren Komponenten aus seinem Baukasten hinzu und baut daraus die Anlage zusammen.

Berger sagt: „Wenn du woanders ein Modell aus Fremddaten aufbaust, ist es erst mal ein dummes Modell. In SpaceClaim hast du gleich ein richtiges Modell, das du direkt weiter verarbeiten kannst, entweder auf der konstruktiven Seite oder auch in der Fertigungsvorbereitung.“

Der Fertigungspartner erstellt dann aus den von Berger gelieferten 3D-STEP- und IGES-Daten die 5-Achs-Programmierung. Auf Basis seiner langjährigen Fertigungserfahrung konstruiert Berger seine Designerteile so, dass diese mit einem Minimum an Vorrichtungen und Aufspannungen produziert werden können. (Im Alltag bewährte Konstruktionsfeature)

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