PMA Kabelschutz Roboterbasierendes Offshore-Transfer-System "MOTS" für den Einsatz an Offshore-Windenergieanlagen
Einer der wichtigsten Parameter für die Wirtschaftlichkeit von Offshore installierten Anlagen ist die Zugänglichkeit, welche maßgeblich von der jeweils vorherrschenden Wellenhöhe abhängt. Dazu hat die Momac mit dem roboterbasierenden Momac-Offshore-Transfer-System „MOTS“ ein interessantes System vorgestellt. Dabei setzt Momac auf ein PMA-Kabelschutzsystem für die zahlreichen Sensoren (inkl. der Zuleitungen) am Korb.
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Die Wartung von Windkraftanlagen auf See ist aufwendig. Das Personal muss bei jedem Wetter sicher zur Anlage gebracht werden. Um das Übersetzen zu erleichtern, hat Momac mit „MOTS“ ein eigenes Zugangssystem entwickelt.
Die Momac, Moers, in der Windenergiebranche bisher als Instandsetzer von Generatoren und Getrieben sowie als Lieferant von MetalSCAN bekannt, stellt ihr roboterbasierendes Offshore-Transfer-System "MOTS" vor. Damit soll man künftig wesentlich leichter von einem Wartungsschiff auf eine Offshore-Windenergieanlage übersetzen können.
„MOTS“ erleichtert das Übersetzen
MOTS 500 kompensiert Schiffsbewegungen in alle Richtungen. Der Mannkorb wird bei vertikalen Schiffsbewegungen von bis zu 3,2 Metern am MOTS Einbauort ruhig vor das Boatlanding gehalten, wodurch ein gefahrloser Übergang vom bewegten Schiff auf stehende Offshore Strukturen möglich ist.
MOTS 500 kann aufgrund seines geringen Gewichtes schon auf kleinen Schiffen mit einer Traglast von ca. 3.800 kg auf dem Bug/Heck eingesetzt werden. Die kompakte Bauform von MOTS 500 ermöglicht eine einfache und platzsparende Installation und Nachrüstung, wodurch sich interessante Einsatzmöglichkeiten auch auf größeren Fahrzeugen erschließen. Es erweitert so die Einsatzmöglichkeiten des heute zumeist eingesetzten „Boatlanding“ sowohl bei küstennahen als auch bei zukünftigen küstenfernen Windparks.
Strukturkomponenten und Getriebe sind 100% zertifiziert
Die erste Version des MOTS basiert auf dem weltweit ersten für den Passagierbetrieb zugelassenen Roboter mit TÜV-Zertifizierung nach EN 13814 (DIN 4112). Seine Strukturkomponenten und Getriebe sind 100% zertifiziert. Mittels einer Elektronikeinheit, welche die Schiffsbewegungen in Echtzeit analysiert und in entsprechende Ausgleichsbewegungen vom MOTS umsetzt, wird auch bei rauer See ein sicherer Zugang zu Offshore-Windenergieanlagen von herkömmlichen Schiffen aus möglich.
„Wir vereinen in diesem Projekt unsere Kompetenzen aus dem Geschäftsbereich Robotik und dem Geschäftsbereich Windkrafttechnik, und haben mit KUKA Roboter den denkbar besten Partner mit im Projekt. MOTS ist neben den in Vergnügungsparks eingesetzten Robocoaster-Anwendungen und Medizinanwendungen die weltweit dritte Anwendung bei dem KUKA-Roboter Menschen transportieren“, so Momac-Geschäftsführer Stefan Leske.
Der Prototyp des MOTS wurde auf einem von der Schramm Group in Brunsbüttel bereitgestellten Schlepper installiert. Aufgrund seiner kompakten Bauweise und dem fast betriebsbereiten Anlieferzustand konnte das Momac-Offshore-Transfer-System binnen weniger Stunden und ohne Anpassungen an der Schiffsstruktur - nur mit einem durch NavConsult konstruierten Verbindungsrahmen - auf dem Heck des SCHRAMM-Schleppers Moritz installiert werden. Bei sieben Windstärken und "Strom gegen Wind" konnte MOTS auf der Elbe seine Funktion in der kurzen und steilen See unter Beweis stellen. (Mehr Infos nach den Seitenwechsel)
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