Anschlusstechnik

Reihenklemme für die Lkw-Fertigung – auch kleinste Bauteile überdenken

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Mini-Klemmen sitzen absolut fest

Das Push-in-Anschlussprinzip der Mini-Klemme arbeitet mit geringen Einsteckkräften. „Als ich die Klemme zum ersten Mal getestet habe, musste ich mehrmals am Leiter ziehen, um mich zu vergewissern, dass er auch fest sitzt“. erinnert sich Saltzis. „Aber da wackelt nichts.“

Verdrahtet wird bei MAN meist ohne Aderendhülse. „Mit meinem Schraubendreher muss ich nur den integrierten Pusher betätigen“, beschreibt Saltzis seine Erfahrung mit der Push-in-Anschlusstechnik. „Mit dem Pusher erreiche ich die Klemmstelle aus verschiedenen Winkeln. So stört der Schraubendreher nie.“ Gerade bei einer hohen Zahl von Verdrahtungen erleichtert das selbsterklärende Pusher-Prinzip die Arbeit erheblich.

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Mit Push-in-Technik einfach bedienen

Die Vorteile des Druckfeder-Prinzips nutzt Phoenix Contact seit über 30 Jahren – die Reihenklemmen mit Push-in-Technik bieten jedoch eine neue Qualität beim Bedienkomfort. Leiter mit Aderendhülse oder starre Leiter können direkt in die Klemmstelle gesteckt werden – dazu benötigt der Anwender nur noch eine Hand. Im Vergleich zu anderen Direktsteck-Anschlüssen liegen die Einsteckkräfte um 50 Prozent niedriger. Selbst kleinste hochflexible Leiter ab 0,25 mm² können so direkt und werkzeuglos verdrahtet werden, was besonders bei schwer zugänglichen Stellen hilfreich ist. Verdrahtungszeiten und Arbeitsermüdung reduzieren sich deutlich und der Bedienkomfort ist erstmals unabhängig von Leitertyp und Querschnitt.

Unter beengten Platzverhältnissen ist es auch von Vorteil, dass das Anschließen des Leiters, das Brücken der Klemmen sowie das Markieren aus der Draufsicht erfolgen kann. „Wir können die Klemmenleiste daher ziemlich nah an den Gehäusewänden positionieren“, fährt Saltzis fort. „So konnten wir die Leiter zwischen Klemmen und Gehäusewand verlegen.“

Prüfen, brücken, beschriften

Bei der Suche nach einer geeigneten Reihenklemme im Zuge der Modernisierung der Brennersteuerung spielte neben den beengten Platzverhältnissen auch die hohe Umgebungstemperatur eine Rolle: Etwa 75 °C misst das Thermometer in den Verteilerkästen über den Öfen. „Auch das müssen die Klemmen aushalten“, sagt Saltzis.

Inzwischen blickt man bei MAN auf eine erfolgreiche Modernisierung zurück – dazu tragen auch die Mini-Klemmen bei: „Mir mussten auf keinerlei Komfort verzichten“, resümiert Saltzis. „Wir rasten die Klemmen auf, stecken die Brücke in den Schacht und legen die Markierung darüber. Und schon können wir mit dem Verdrahten beginnen.“ Das Zubehörmaterial ist identisch mit dem der anderen Klemmen, die MAN einsetzt. Das reduziert die Lagerhaltung und somit die Kosten. Mit Hilfe des integrierten 2,3 mm starken Prüflochs stellen auch Messungen kein Problem dar. (sh)

* Dipl.-Ing. Henning Vieregge ist im

* Produktmarketing Industrielle Verbindungstechnik bei Phoenix Contact tätig.

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