Gießen Prototypen aus Magnesium im Quick Cast-Verfahren

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Mit Quick Cast, einem Gussverfahren unter Vakuum, produziert das dänische Unternehmen Formkon komplex aufgebaute Prototypen.

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Magnesium-Prototypen-Gehäuse für einen Ultraschall-Scanner (Bild: Formkon)
Magnesium-Prototypen-Gehäuse für einen Ultraschall-Scanner (Bild: Formkon)

Gefertigt werden die Prototypen oder Kleinserien aus Magnesium, das allerdings in der Nachbearbeitung sehr viel Know-how erfordert. Alternativ auch aus einer großen Auswahl von verschiedenen Aluminiumlegierungen. Die Standard-Lieferzeit für Gussteile beträgt 5 bis maximal 10 Arbeitstage. Nach der Gussherstellung sind unterschiedliche Veredelungen durch Formkon möglich. Um diese sehr schnelle Fertigungszeit zu erzielen, arbeit Formkon bei Quick Cast in einer Freiform-Technik nach dem Verfahren der verlorenen Form. Die formgebenden Bauteile entstehen aus Polystyrol, das mittels 3D-Volumendaten Schicht für Schicht durch einen Laserstrahl gesintert wird. Anschießend wird das Polystyrol-Modell in Gips oder Keramik eingebettet und zur fertigen Gussform ausgebrannt. In diese Gussform wird dann unter Vakuum flüssiges Magnesium oder Aluminium eingegossen, das nach dem Erkalten noch weiter bearbeitet werden kann. Das Quick Cast-Verfahren bietet neben der Schnelligkeit gegenüber anderen Herstellungsverfahren einen weiteren, ganz entscheidenden Vorteil: Weil die Prototypen ohne Werkzeuge hergestellt werden, können sehr komplexe Bauteile realisiert werden. (qui)

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